Donnerstag, 1. Januar 2009

über spaß und betrunkene

kann man keinen film machen, hat die regisseurin von
full metal village nach der wien-premiere gesagt.
soviel zu silvester;-)

edit: aber fotografieren ging;-)
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Dienstag, 30. Dezember 2008

der bastard von istanbul

auf empfehlung von derfrogg gerade ausgelesen:
bastard of istanbul
herr steppenhund meinte, dass werfel in den vierzig tagen des musa dagh alles wissenswerte über die vertreibung der armenier gesagt hat, so eng sehe ich das nicht. dieses (auch sehr empfehlenswerte) buch hab ich vor ewigkeiten gelesen, ich nehme fast an aus der bibliothek meines vaters. vom "literarischen standpunkt" ist dieses buch zweifellos deutlich bemerkenswerter. und sehr gut lesbar ist es auch!

ich würde die beiden bücher gar nicht vergleichen wollen, elif shafak´s handlung spielt weit mehr in unserer heutigen welt und spielt auch weit mehr mit etlichen vorurteilen, die auch in unseren köpfen so herumspuken - schlicht, weil wir zu wenig wissen.
frau shafak überfrachtet uns zwar auch nicht gerade mit historischen details, sie ist eher eine scharfe und witzige beobachterin, die in ihrer teilweise ein bisschen sehr konstruiert wirkenden geschichte manche dialoge und personen ausgesprochen lebendig wiedergibt, sodass man ihr die handlung durchaus noch abnimmt und es einem richtig leid tut, wenn das buch endet.

für den tipp revanchier ich mich mit diesem:
die unglaubliche reise der lillian leyb, das letzte buch, das ich auch fast nicht aus der hand legen wollte.
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Sonntag, 28. Dezember 2008

der mann in mir

der mann in mir ist hart und stark
und will bestimmt nie leiden.
der mann in mir hat mumm im mark,
sein auto fährt er ganz autark
er würd nie jemand schneiden.

der mann in mir ist stets bereit
ihm fehlen nie die worte
er schweigt auch gern zur rechten zeit
und isst auch nicht aus höflichkeit
das letzte stückchen torte.

der mann in mir, der alles kann,
nehmen wir an, es gibt ihn -
der mann, den ich nicht stellen kann,
der besser ist als jeder mann,
das weib in mir, das liebt ihn

insgeheim natürlich.
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Samstag, 27. Dezember 2008

lass ihm seine würde

lass das, mama, hab ich gesagt,
als meine mutter anfing, die laden im altersheim aufzuziehen und meinem stiefopa vorzuschlagen,
wie er sie denn anders einräumen solle. du musst ihm seine würde lassen, mama, hab ich ihr nachher erklärt, aber meine mutter ist selber schon siebzig und hat das noch nie verstanden.
*
meine großmutter hat ihn vor fast fünfzig jahren kennengelernt - und wollte zunächst einmal gar nichts von ihm wissen.
einen zweifelhaften ruf hat er gehabt, im gefängnis war er gewesen, viel zu viele weibergeschichten, die er keineswegs sofort beendet hat.
dann hat sie sich´s doch überlegt, so leicht war das nicht nach dem krieg als witwe, der vorige freund war ein trinker, das war mein opa wenigstens nie.
als er mit einer anderen daneben einen schweren autounfall baute, stellte sie ihm ein ultimatum: entweder er heirate sie jetzt gleich oder er könne sie für immer vergessen. da war sie durchaus noch bei sinnen. uns kindern hat die hochzeit gut gefallen.
glücklich waren sie miteinander, auch das haben wir als kinder gemerkt, aber meinen eltern war er nie gut genug.
*
er will sie ins heim bringen, jammerte meine mutter die ersten jahre, als ihr alzheimer nicht mehr zu verbergen war.
seine vergangenheit hat er verklärt, spottete meine schwester, als er sich zum widerstandskämpfer stilisierte - der er wohl wirklich nie war.
sei froh, dass er das alles schafft, sagten wir meiner mutter, als er meine omi schon mehr als fünfzehn jahre lang daheim betreute.
aber er kocht nichts gescheites, jammerte meine mutter, und wollte nicht einsehen, dass neunzigjährige vielleicht nicht mehr so geschoppt werden wollen, wie sie das bei uns allen immer noch tut.
*
jetzt müsse er sich halt dreinfinden, sagte mein großvater, er sehe ja, was ihm im heim alles abgenommen würde. aber es sei nicht dasselbe. über dreißig jahre hatten sie in der schönen wohnung gelebt, mit nachbarn, die sich umeinander kümmerten, mit einer hausgemeinschaft, die auch meine großmutter immer nach hause brachte, solange sie sich noch verlaufen konnte.
keinen lift hat das haus, wie man geht, hat meine omi vergessen. ganz kurz allein lassen ging wieder, da sie auch alles andere schon vergessen hatte.
die pflegerin hätte er sich nicht leisten können, die frau von der caritas sei halt auch nur immer zu einer bestimmten zeit vorbeigekommen. und zu den anderen zeiten da hat er meine großmutter gewickelt, gefüttert, gebadet. und hinter ihr die wohnung aufgewischt. bis die bandscheiben halt auch nicht mehr mitgemacht haben.
*
und jetzt sitzt er in diesem wirklich schönen, freundlichen heim, wenigstens noch bei denen, die sich noch selber bewegen und noch selber essen können.
sein auto hat er noch, er fährt auch nicht viel schlechter als mein vater, und am land ist das eh nicht so schlimm.
keinen balkon haben sie, der werde ihm auch fehlen, sagte mein opa. die wohnung haben wir ihm gestern ausräumen geholfen, nein, er brauche ja gar nichts mehr, und vielen dank, dass wir da waren.
*
ich hätt gern eine humane lösung, das tu ich euch nicht an, sagte meine mama, als wir beim heimfahren pause machten. und was bitte soll das sein? du hättest nichts anderes machen können, du bist fast jedes monat die dreihundert kilometer hingefahren und hast ja versucht zu helfen. du solltest dir jetzt weniger sorgen machen und ihm dankbar sein, dass er mitgegangen ist, haben wir zu ihr gesagt. schön ist das alles trotzdem nicht.
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Donnerstag, 25. Dezember 2008

wie man nicht auf den leopoldsberg kommt

man biegt zu früh rechts hinauf ab.
man geht "daquer" über die weingärten.
man imbisst beim höchstgelegenen punschstanderl.
man freut sich an der schönen aussicht,
die man mit dem größten paranoiker der stadt teilt.
und beschließt im sommer wiederzukommen.
und das rote haus wiederzufinden.
vielleicht ist dann ja sogar das gartentor, über das wir heute kraxeln mussten, geöffnet;-)
IMG_80551000
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Mittwoch, 24. Dezember 2008

wenn sich herz auf schmerz noch reimt ...

und du stehst vor dem spiegel
und betrachtest dein gesicht
und du bist dieses wesen
und du bist es doch nicht
weil der spiegel nie sagt
was du wirklich denkst
welchen dingen du
welchen werten du
beachtung schenkst

und du gehst durch die straßen
und du gehst ganz allein
und du wärst gern woanders
aber das sollt nicht sein
weil die straße nie sagt
wo der weg dich hinlenkt
in der sackgasse weißt du
das bist doch nicht du
weil´s ein jeder so denkt

und du stehst vor dem spiegel
und betrachtest dein gesicht
und du bist dieses wesen
und du bist es doch nicht
weil der spiegel nie sagt
was du wirklich denkst
welchen worten du
welchen menschen du
beachtung schenkst ...


ich krieg den text nicht mehr hin. geschrieben hab ich ihn vor mehr als 25 jahren für meinen damaligen sitznachbarn. der hat ihn dann vertont, die melodie hab ich sogar noch im ohr, würde sie aber wahrscheinlich recht falsch singen;-)

heute soll das mein geschenk an alle sein,
die sich einsam fühlen,
die einsam sind,
und die es vielleicht doch nicht sind ...

alles liebe!
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Dienstag, 23. Dezember 2008

jahresportfolio

kennen sie das - in den zeitungen stehen lauter dinge, die man schon einmal irgendwo gelesen hat. ich dagegen werde mich bemühen, lauter unerwähnte dinge zu erwähnen. deshalb hab ich jetzt meinen kalender zur hand genommen und bin ganz erstaunt, was ich 2008 alles außergewöhnlich ungewöhnliches gemacht habe.

2.1. 18:30 m. witzig - heuer fahre ich sie schon am 28.12. besuchen. obwohl 2.1. war ja irgendwie auch schon heuer.
die m. ist die souveränste mama, die ich kenne. falls ich das noch nie erwähnt habe. ich hab das noch nie erwähnt.


8.1. konzerthaus. ich kann mich nicht mehr erinnern. ich mag klassische musik, falls ich das noch nie erwähnt habe. ich hab das schon erwähnt. jazz und metal mag ich aber auch. erinnern kann ich mich punkto konzerthaus heuer besonders gut an das stück für den einhändigen pianisten und an meine damalige zweihändige begleitung, die auch gerne vierhändig spielt.

12.1.-19.1. schiurlaub. sehr fein - eine woche arlberg bei strahlendem wetter. der h. fährt ganz gern schi, falls ich das noch nie erwähnt habe. ich hab das wahrscheinlich schon erwähnt. beim nächsten schiurlaub hatten wir noch strahlenderes wetter und einen bänderriss. scheint nicht besonders erwähnenswert, aber wegen der operation konnte der h. ja dann nicht ins konzerthaus und deshalb ich einen anderen h. mitgenommen, der zufällig gerne vierhändig ... aber das hab ich gerade erwähnt.

22.1. 17 uhr tennis. ich hätt den schläger ja schon längst ins eck gestellt, aber der a. hat mich dazu gezwungen, seine trainerin zu werden. ich hab einmal gar nicht so schlecht tennis gespielt, falls ich das noch nie erwähnt habe. ich hab es erwähnt.

23.1. konzerthaus-film. feine sache das. allerdings ist immer ein film im abo dabei, den man vielleicht nicht gesehen haben muss. der schönste vorjahrsfilm war "nunuk, der eskimo". falls ich das noch nicht erwähnt habe.

24.1. kadlez-stube, projektfeier. das war der vorjährige ausweichtermin für die vorjährige weihnachtsfeier. es war zu peinlich, vor weihnachten zu feiern, weil sich das projektende auf 2008 verschoben hat. erst vorige woche hat es sich wieder verschoben. man spricht von jetzt von sommer 2009. heuer gab´s gar keine weihnachtsfeier und anscheinend auch keinen ausweichtermin. wahrscheinlich wird das projekt nie enden. worüber ich mich tag für tag ärgere, hab ich garantiert noch nie erwähnt. wird eher so bleiben.

26.1. 14:00 b. das muss meine cousine b. gewesen sein. die andere b. hab ich doch im dezember 07 kennengelernt und mit bartagamen auf amaryllis erschreckt. falls sie das nicht erwähnt hat. hat sie aber.

27.1. 15:00 schifahrvorbesprechung. s.o. der urlaub war sonst auch nicht optimal. danach länger nicht mit meiner schwester gesprochen. soll unerwähnt bleiben ...

28.1. 19:00 m. fast alle meine freundinnen heißen mit m. bis auf die mit b oder s. irgendwann schreib ich den beitrag über die ähnlichkeiten der vornamensgeschwister. falls ich den noch nicht angekündigt habe. hab ich aber.

29.1. 16:00 baumann. aha, da hatte der a. also seine überflüssige regulierung noch. ich glaube, die regulierung hab ich auch noch nie erwähnt.

schon erwähnt und aus diesem anlass wiederholt - das wunderbare kurz-gedicht von herrn droste:

frühling wird es,
alles schimmert.
nur die kiefer
leise wimmert.
jammert über winterschäden,
muss zum kieferorthopäden.


kennen sie das - manche leute neigen einfach zur weitschweifigkeit. ich finde mit meinem JÄNNER* hab ich jetzt eh schon viel erwähnt;-)

* also jännerportfolio. oder januar. und den titel hab ich derjulia geklaut.
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Sonntag, 21. Dezember 2008

friedenszins

hörl hießen die hausmeister. die frau immer im schlafrock, immer zur hälfte gefärbte, ausgewachsene dauerwellen und eine schrille stimme dazu. ihr mann unheimlich, immer im unterhemd, als kinder haben wir uns gebührend gefürchtet. der sohn kam auch noch ab und zu vorbei, er sei des öfteren "straffällig" erzählte man einander. und dass man eigentlich nicht lang danach fahnden müsste, wer denn nun den schönen löwenkopf beim stiegenaufgang abmontiert und verkauft hätte.

die familie w. im ersten halbstock, alle sehr klein und alle sehr blass und alle sehr rund. mit der tochter spielten wir nie. die frau daneben lebte sehr zurückgezogen, das sei nur deshalb so gewesen, weil sie sich so für ihren sohn geschämt hätte. der wäre doch der namensgleiche terrorist gewesen, ob ich das nicht gewusst hätte, eröffnete mir meine schwester viel später. zeitlich wär´s möglich, in den siebziger jahren las ich allerdings noch wenig zeitung. und die erinnerungen meiner schwester stimmen erst recht nicht immer.

im ersten stock dann endlich ein mädchen, das wir - wenn auch selten - besuchen durften. die eltern beide schauspieler, die mutter muss einmal eine schönheit gewesen sein. die waren aber daheim alle sehr still, gleichsam verhuscht wirkten sie ohne bühne.

viel eingebildeter die ehemalige volksschullehrerin daneben und damit genau unter uns. wenn eure oma da ist, wackeln bei mir jedesmal die luster, beklagte sie sich lautstark. bis heute stelle ich mir hofratswitwen genau so vor. es hat einfach nicht jeder eine omi, die einen mit viel hallo durch die zimmer jagt. noch dazu konnte man bei uns damals im kreis laufen - also vom vorzimmer ins schlafzimmer ins kinderzimmer ins wohnzimmer ins vorzimmer, das fehlt bei den heutigen grundrissen völlig.

im zweiten halbstock die dame, die halt viel herrenbesuch habe, wie meine eltern das umschrieben. später hatte sie dann einen sehr großen hund statt ihres zuhälters. und war immer ausgesprochen freundlich zu uns.
daneben die besitzer der autowerkstätte im hof, denen sah ich lange in die küche hinein, deshalb weiß ich, dass er zu hause auch feinripp bevorzugte. selbst im tiefsten winter.

wir wohnten dann im zweiten stock, das waren immerhin schon achtundsiebzig stufen ohne lift. der wurde erst eingebaut, als ich schon lange ausgezogen war. albträume von stiegenhäusern, in denen man nur entweder hinunter oder hinauf gehen kann. bis heute mag ich die escherbilder mit stufen am liebsten.

kinderwägen unten abzustellen, war natürlich verboten.
später woche für woche das gepäck fürs wochenende hinunter, am sonntag abend wieder hinauf. urlaubsreisen hatten immer ein etwas anstrengendes ende. und im winter trug mein vater im winter jeden zweiten freitag nachmittag das öl von der nächstgelegenen tankstelle in zwei kanistern hinauf. in ca. 5 durchgängen mindestens. als wir groß genug waren, ihm dabei helfen "zu dürfen", waren wir nicht gerade glücklich darüber. bei meiner mutter mussten wir sowieso unserer meinung nach viel zu viel mithelfen. und das waren auch lauter sachen, die wir nicht ausstehen konnten.

mir wiederum sah später die frau deutsch ins fenster meines fünfeckigen neuen zimmers, das aus dem "kalten zimmer", am anderen ende der wohnung mit 13 für mich geschaffen worden war. das war aber eine so liebe, feine alte dame, dass es nichts ausmachte.
die nummer vom kz konnte man auf ihrem unterarm sehen, nicht dass sie die hergezeigt hätte, aber da meine mutter sie alle zwei wochen zum kaffee einlud, merkten wir es irgendwann.

ihr sohn lebte in england, den hatte sie noch auf einem kindertransport mitschicken können. nach ihrem mann wurde nicht gefragt. sie brachte uns immer süßigkeiten mit, es war uns peinlich. welche schokolade esst ihr am liebsten, wollte sie einmal wissen. kochschokolade, sagte ich sofort, da muss ich schon fünfzehn gewesen sein. sonst hätte ich nicht gewusst, dass die am billigsten war.

zum glück erzählte meine mutter der frau deutsch einmal vom lustigen zufall, unseren allerweltsnamen auf den fensterrahmen entdeckt zu haben. sie hätte immer gedacht, wir wären mit denen verwandt, meinte die frau deutsch. sie sei froh und jetzt glaube sie auch, dass es nicht so sei. die hätten sie nämlich angezeigt. damals.

mit der frau g. über uns war die frau deutsch wiederum nicht gut, aber aus einem späteren grund. die beiden waren nämlich nach dem krieg fast freundinnen geworden. aber als die frau g. sie einmal gebeten hätte, ihr einen tisch aus der bei der frau deutsch eingestellten küche des damals schon in jerusalem amtierenden bürgermeisters zu überlassen, hätte die ihr das nein nicht verzeihen können. erst als die frau deutsch gestorben war, ließ der sohn dann alles entrümpeln.

das ehepaar neben uns waren die kohouts aus böhmen - und ich erfinde auch das nicht: er war schneider und sie köchin. eine ganz ausgezeichnete, manchmal schmecke ich noch die selbergemachten mohnnudeln, die sie uns oft am abend herüberbrachte.
sie höre unser klavierspiel gerne, versicherte sie meiner mutter oft. und das obwohl wir wirklich stümperhaft spielten. bei ihr drüben zu sein, war wie bei einer zweiten großmutter zu sein. nie habe ich sie unfreundlich erlebt, sie wurde bald witwe und selber fast hundert. bis zum schluss kümmerte sie sich auch noch um ihre nussbäume in ihrem nicht weit entfernten garten.

zu meiner standesamtlichen hochzeit kam sie noch hochbetagt, die kirchliche sei zu weit weg für sie, ob ich das auch gelten lasse, fragte sie. als sie mich plötzlich siezte, weil ich doch erwachsen geworden war, und ich sie energisch bat, das zu unterlassen, gab sie mir ein bussi. mit tränen in den augen, ich hab es gesehen.

die barfrau von oberhalb war eine besonders imposante erscheinung. ihr begneten wir oft mit ihren zwei chow-chows. auch wenn sie nicht zur arbeit sondern nur die hunde äußerln ging, waren die blonden locken hoch aufgetürmt, der mund stark geschminkt und ihre augen hätten mit und ohne schminke auch an die frau davis erinnert ... ich glaube, sie war eine sehr gute barfrau.

meine eltern sind zwanzig jahre nach mir von dort ausgezogen. die frei werdenden wohnungen in bester lage werden dann immer sehr rasch saniert und sehr teuer wiedervermietet. die meisten, die noch friedenszins zahlten, sind heute tot. manchmal schaue ich zu den fenstern hinauf, nur ob da licht brennt.
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Landemyth

Autorin: Natalia Hartmann, 2008
ISBN: 978-3-85251-252-5

Hier geht es zum Originalklappentext . ACHTUNG: In diesem Fall ist das GANZE Buch vorhanden! Man kann soll es sogar kaufen;-)


Rezension (von mir)

Ingunar erzählt seine Abenteuer in Landemyth, wo er seinen Urlaub auf Wunsch seiner Freundin – ein wenig unerwartet mit der Suche nach ihr - verbringt. Er schwankt dabei zwischen seinem alten Ich als gut aussehendem, selbstsicherem Anwalt und der ihm in der witzig und durchdacht konstruierten Fantasiewelt zugeteilten Rolle. Er ist durchaus einer, der sich fügen kann – ob er das nun gut oder schlecht findet, wird er für sich begreifen lernen. In ihm steckt überhaupt mehr – von Beginn an zweifelt er an der Angemessenheit seiner Handlungen, schon bald nimmt er das Spiel äußerst ernst. Er bemüht sich um Ehrlichkeit bei seinen Tagebucheinträgen, er wird uns so sympathisch, dass wir Frau Hartmann gewisse Details aus seinem „richtigen Leben“ am Ende gar nicht mehr abnehmen wollen.
Das Buch ist zeitweise richtig spannend, sehr gut erzählt, und dass die Autorin allen Suchenden und ihren Methoden Respekt erweist und sie gleichzeitig ein wenig aufs Korn nimmt, hat mir besonders gut gefallen.


Offener Leserbrief (von mir)

Liebe Frau Hartmann,

Ihr Buch hat mir gefallen! Sie haben eine gute Geschichte spannend erzählt. Ich werde über ein paar der angerissenen „Wege“ zu sich selbst nachdenken.

Fürs nächste Buch wünsche ich Ihnen einen anderen Verlag – samt einem besseren Lektorat.
Die Rechtschreibfehler tun ein bisschen weh, und ein paar andere Kleinigkeiten, die ein Lektor oder eine Lektorin wohl angemerkt hätten. (Wozu nach meinem Ermessen auch ganz kleine Streichungen und eine größere gehören sollten.)

Wenn Sie das genauer wissen wollen, schicke ich Ihnen gerne eine E-mail, hier möchte ich nicht zu viel verraten, bzw. wäre die Kritik ohne vorherige Lektüre sowieso nicht nachvollziehbar. Auf jeden Fall hätte mir ein anderes Ende besser gefallen.

Ich hoffe, Sie verstehen das nicht falsch – ich hab das Buch wirklich gerne gelesen, und bin voller Hochachtung für Ihre Originalität!

Liebe Grüße,
la-mamma
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hier fehlt was;-)

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