11.
Vor Nikis Augen habe ich alle meine Texte vernichtet. Ich habe alles, was ich an Erinnerungsstücken aufbewahrt habe, weggeworfen. Ich habe ihm alles, was er wissen wollte beantwortet. Als ich fertig war, liebte er sich nicht mehr. Niki ist in meinem Kopf. Ich bekomme ihn da nur heraus, wenn ich mit jemand anderem zusammen bin. Ich habe Kuscheltiere noch nie gemocht. Ich erfülle seinen Auftrag. Ich habe seinen Antrag angenommen. Eine falsche Entscheidung. Ich habe meine Meinung geändert.
Wir standen vorm Fenster und er schrie „SPRING“. Er hielt mich immer irgendwo fest. Den ganzen Tag. Es wird Zeit, dass die Panikattacken aufhören. Ich lasse sie zu, dann gehen sie schneller vorbei. Ich lüge nur mehr aus Barmherzigkeit. Und damit ich meinen Job nicht verliere.
Ich war nie wieder in Frankfurt. Ich habe das Blut im Badezimmer nicht gesehen. Ich dachte, ich werde stumm. Wer die Welt einmal anders gesehen hat, versteht. Er wollte nicht mich, sondern mein Kind. Sein eigenes darf er nur alle zwei Wochen zwei Stunden unter Aufsicht sehen. Seine Exfrau hat ihn im achten Monat verlassen. Eine Exfreundin hat sich umgebracht. Eine andere habe ich angerufen, um zu hören, ob sie noch lebt. Niki hat mich gelehrt, was Schuldgefühle sind. Denn er kannte keine.
Nach ihm war ich ein Jahr lang nicht wütend. Gegen Ende konnte ich nur mehr an Gewalt denken, aber an meine. Ich konnte keine Messer anschauen. Ich wollte nicht einmal mehr welche in den Laden haben. Er sagte, er brächte sich um, wenn es je zu Ende ginge mit uns. Ich glaube nicht, dass er es getan hat. Er konnte mich nicht mehr anschauen, wenn wir miteinander schliefen. Er sagte das mit dem Umbringen sehr bald und sehr oft. Zu seinem Nilpferd.
Wir standen vorm Fenster und er schrie „SPRING“. Er hielt mich immer irgendwo fest. Den ganzen Tag. Es wird Zeit, dass die Panikattacken aufhören. Ich lasse sie zu, dann gehen sie schneller vorbei. Ich lüge nur mehr aus Barmherzigkeit. Und damit ich meinen Job nicht verliere.
Ich war nie wieder in Frankfurt. Ich habe das Blut im Badezimmer nicht gesehen. Ich dachte, ich werde stumm. Wer die Welt einmal anders gesehen hat, versteht. Er wollte nicht mich, sondern mein Kind. Sein eigenes darf er nur alle zwei Wochen zwei Stunden unter Aufsicht sehen. Seine Exfrau hat ihn im achten Monat verlassen. Eine Exfreundin hat sich umgebracht. Eine andere habe ich angerufen, um zu hören, ob sie noch lebt. Niki hat mich gelehrt, was Schuldgefühle sind. Denn er kannte keine.
Nach ihm war ich ein Jahr lang nicht wütend. Gegen Ende konnte ich nur mehr an Gewalt denken, aber an meine. Ich konnte keine Messer anschauen. Ich wollte nicht einmal mehr welche in den Laden haben. Er sagte, er brächte sich um, wenn es je zu Ende ginge mit uns. Ich glaube nicht, dass er es getan hat. Er konnte mich nicht mehr anschauen, wenn wir miteinander schliefen. Er sagte das mit dem Umbringen sehr bald und sehr oft. Zu seinem Nilpferd.
la-mamma - 8. Jul, 22:19
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
671 mal angeklickt. oder gar gelesen?
Trackback URL:
https://lamamma.twoday.net/stories/4049346/modTrackback