12.
Jeder nimmt ein Stück von dir, den Satz habe ich schon zwei Mal gehört. Ich gehöre mir wieder. Jedes Mal. Ich kann mich nicht mehr so einfach aufgeben. Es ist ja auch fast nichts mehr da. Nur das Fremde, das bei mir geblieben ist. Und das ist nicht immer Gutes. Immer weniger eigentlich.
Ich zog die Leidenschaft der Liebe vor. Was immer das zweite ist. Ich verwechsle es noch immer. Leider. Manchmal. Oder es wechselt. Wenige halten das aus. Wahrscheinlich niemand. Ich bin mir meiner Suchtgefährdung bewusst. Deshalb verzehre ich mich, ich werde immer dünner. Warum ich einen Mann suche, weiß ich gar nicht. Warum ich immer wieder aufstehe, manchmal auch nicht.
Ein schönes neues Jahr, Klara. Wirst du dazu beitragen, Andreas? Glaub ich nicht. Du bist unheimlich nett. Du bist großartig. Kommst du diese Woche? Ja-nein-vielleicht? Wahrscheinlich nicht. Ich kann so nicht. Sorry.
Ich würd gern wissen, was so ist. Zu einer Partnerschaft gehören zwei. Und wie die beiden miteinander können - wenn sie es denn wollen – definieren sie miteinander. Wenn sie nicht drüber reden, entsteht „so“ irgendwie, und die Unzufriedenheit mit dem Zustand „so“ lässt sich gar nicht so leicht artikulieren. Ich hab es ihm so einfach gemacht, weil es für mich einfach war, und weil ich noch nie eine große Taktikerin war. Anscheinend habe ich sein Misstrauen geweckt. Oder ihn erschreckt. Ich dachte, er käme damit zurecht. Mit meiner direkten Art. Mit meiner Impulsivität. Mit meiner Zärtlichkeit. Ich dachte, ich sei ein Geschenk. Für ihn und sein Kind.
Klara, ich habe dir deutlich zu verstehen gegeben, dass ich mich nicht auf dich einlassen will. Ich habe mich richtig entschieden. Ich kann und will nicht in eine Beziehung hineinstolpern, weil ich so das Gefühl habe, dass du das für dich nicht ausschließt, und das eine Dynamik annehmen kann, die ich nicht will. Geschenke kann man auch ablehnen. Einem One-Night-Stand strickt man keine Pullover, Andreas, ich hätte dich so gern zum Lachen gebracht.
Ich hab mich so zurückgenommen, ich war einfach nicht ich selbst. Und darauf wäre es wohl angekommen.
Wahrscheinlich nicht.
Mädchen, willst du mir nichts kochen?
Einfach so wie abgesprochen?
Mag was essen, reden, lachen,
komm mir nicht mit ernsten Sachen.
Mädchen, willst du hier nicht putzen?
Einfach mal den Besen nutzen?
Mag was ordnen, schlichten, räumen,
komm mir nicht mit deinen Träumen.
Mädchen, willst du mich verführen?
Einfach nur die Körper spüren?
Mag dich kosen, halten, küssen,
aber dich nicht lieben müssen.
Mädchen, willst du hier nicht bleiben?
Einfach so zum Zeitvertreiben?
Du sagst zu allem JA?
Mädchen, wenn ich dir das glaube,
wirst du niemals meine Taube,
bist zu nett und zu gerade,
und das ist dann doch recht fade.
Darüber konnte er schmunzeln. Ansonsten war er nur traurig. Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters, sagte er. Die Beobachterin hat nicht gewusst, was sie nicht gesehen hat
Ich zog die Leidenschaft der Liebe vor. Was immer das zweite ist. Ich verwechsle es noch immer. Leider. Manchmal. Oder es wechselt. Wenige halten das aus. Wahrscheinlich niemand. Ich bin mir meiner Suchtgefährdung bewusst. Deshalb verzehre ich mich, ich werde immer dünner. Warum ich einen Mann suche, weiß ich gar nicht. Warum ich immer wieder aufstehe, manchmal auch nicht.
Ein schönes neues Jahr, Klara. Wirst du dazu beitragen, Andreas? Glaub ich nicht. Du bist unheimlich nett. Du bist großartig. Kommst du diese Woche? Ja-nein-vielleicht? Wahrscheinlich nicht. Ich kann so nicht. Sorry.
Ich würd gern wissen, was so ist. Zu einer Partnerschaft gehören zwei. Und wie die beiden miteinander können - wenn sie es denn wollen – definieren sie miteinander. Wenn sie nicht drüber reden, entsteht „so“ irgendwie, und die Unzufriedenheit mit dem Zustand „so“ lässt sich gar nicht so leicht artikulieren. Ich hab es ihm so einfach gemacht, weil es für mich einfach war, und weil ich noch nie eine große Taktikerin war. Anscheinend habe ich sein Misstrauen geweckt. Oder ihn erschreckt. Ich dachte, er käme damit zurecht. Mit meiner direkten Art. Mit meiner Impulsivität. Mit meiner Zärtlichkeit. Ich dachte, ich sei ein Geschenk. Für ihn und sein Kind.
Klara, ich habe dir deutlich zu verstehen gegeben, dass ich mich nicht auf dich einlassen will. Ich habe mich richtig entschieden. Ich kann und will nicht in eine Beziehung hineinstolpern, weil ich so das Gefühl habe, dass du das für dich nicht ausschließt, und das eine Dynamik annehmen kann, die ich nicht will. Geschenke kann man auch ablehnen. Einem One-Night-Stand strickt man keine Pullover, Andreas, ich hätte dich so gern zum Lachen gebracht.
Ich hab mich so zurückgenommen, ich war einfach nicht ich selbst. Und darauf wäre es wohl angekommen.
Wahrscheinlich nicht.
Mädchen, willst du mir nichts kochen?
Einfach so wie abgesprochen?
Mag was essen, reden, lachen,
komm mir nicht mit ernsten Sachen.
Mädchen, willst du hier nicht putzen?
Einfach mal den Besen nutzen?
Mag was ordnen, schlichten, räumen,
komm mir nicht mit deinen Träumen.
Mädchen, willst du mich verführen?
Einfach nur die Körper spüren?
Mag dich kosen, halten, küssen,
aber dich nicht lieben müssen.
Mädchen, willst du hier nicht bleiben?
Einfach so zum Zeitvertreiben?
Du sagst zu allem JA?
Mädchen, wenn ich dir das glaube,
wirst du niemals meine Taube,
bist zu nett und zu gerade,
und das ist dann doch recht fade.
Darüber konnte er schmunzeln. Ansonsten war er nur traurig. Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters, sagte er. Die Beobachterin hat nicht gewusst, was sie nicht gesehen hat
la-mamma - 8. Jul, 22:19
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