Freitag, 28. September 2007

kauf dir einen hund ...

phase 1 - das kategorische nein

mama, ich hätt sogern einen hund!
der ist den ganzen tag allein mein kind, das geht doch nicht.
kann ich nicht eine katze halten?
du weißt doch, dass ich auf die allergisch bin!
einen hasen?
auf hasen bin ich sicher auch allergisch!

phase2 - die faulen kompromisse

unzählige schnecken, die unter anderem mit auf schreibtischlampe gewärmter gurke genährt wurden.
marienkäferchen, für die wir quasi im embryonalen stadium verantwortlich waren.
flusskrebschen, die irgendwie nie so richtig sichtbar wurden.
eine grille, die ganz allein in unser basilikum in der küche eingezogen ist.

phase3 - die bodenaufbereitung

meine drei besten freunde haben schlangen!
ja, aber nur zum trost wegen der scheidung!
wir sind auch geschieden!
das ist aber sechseinhhalb jahre her!
ich füttere sie ganz alleine!
deine großmutter betritt nie wieder unsere wohnung! (ok, das ist nicht wirklich ein gegenargumnent.)
wenn nicht schlange, dann andere echsen?
lassen wir uns einmal in der tierhandlung beraten ...

phase4 - der ernstfall

zuerst musst du ins andere zimmer übersiedelt sein!
dafür muss deine tante das klavier abtransportiert haben!
und wir müssen geklärt haben, wer sich um die bartagame kümmert. wenn du nicht da bist!
wenn du ausziehst, musst du sie mitnehmen!
wenn du wirklich welche hast, musst du das terrarium putzen!
wenn du wirklich welche hast, musst du ihnen das lebendfutter geben!

der herr erziehungsberater und ich haben uns das bartagamen-pärchen schon ohne a. in der tierhandlung angesehen.
prognose: ich werde diesen krieg verlieren. fragt sich nur, wann ...
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Mittwoch, 26. September 2007

touristical attraction ...

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schon erstaunlich, was frau sich für so einen bildband in spe alles antutzieht ...
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Samstag, 22. September 2007

mach was du willst,

hab ich als kind oft von meinen eltern gehört - und das war als entschiedenes nein gemeint.
weil ich grad viel darüber nachdenke, was ich eigentlich will, ist mir ein lied wieder eingefallen, das ich schon als kind sehr gemocht habe, fast so sehr wie das surabaya johnny auf der gleichen platte ...

*

Jenny made her mind up when she was three
She herself was going to trim the Christmas tree
Christmas Eve she lit the candles, tossed the tapers away
Little Jenny was an orphan on Christmas day

Poor Jenny, bright as a penny
Her equal would be hard to find
She lost one dad and mother, a sister and a brother,
But she would make up her mind


ich wollte damals eigentlich nur meine kleine schwester loswerden. unsere mutter beantwortete meine diesbezüglichen fragen etwas ratlos. die ausdemfensterwerfendamitsiewiederinskrankenhauskommt-option hat sie mir eindeutig ausgeredet, aber auf die frage, was den passiere, wenn ich sie in den müll stopfe, war sie so vage, dass ich meine allerkleinste puppe leider auf grund eines bestimmten tests nie mehr wiedergesehen habe.


Jenny made her mind up when she was twelve
That into foreign languages she would delve
But at seventeen to Vassar, it was quite a blow
That in twenty-seven languages she couldn't say no
Poor Jenny, bright as a penny
Her equal would be hard to find
To Jenny I'm beholden, her heart was big and golden
But she would make up her mind


ich wollte balletttänzerin werden. das schien meinen eltern nicht gerade die ideale berufswahl. leider ist man mit zehn noch ein wenig abhängig. ohne eislaufmutter wird man keine primaballerina. das erinnert mich daran, dass ich die einzige primaballerina, die ich persönlich kenne, jetzt ruhig einmal googlen, anrufen und aufsuchen könnte. schließlich dürfte sie mittlerweile pensioniert sein, also sich vielleicht freuen.

Jenny made her mind up at twenty-two
To get herself a husband was the thing to do
She got herself all dolled up in her satins and furs
And she got herself a husband--but he wasn't hers

Poor Jenny, bright as a penny
Her equal would be hard to find
Deserved a bed of roses, but history discloses
That she would make up her mind


heiraten - das wollen wir ja insgeheim irgendwann ja doch alle? komisch, in meiner erinnerung hat der text da noch mehr text vor dem refrain - irgendwas mit "and worse for jenny he never divorced" ... genau, irgendwann wollte ich mich dann unbedingt scheiden lassen oder wollte das auch nicht und ab da wurde es ein wenig schwierig.

Jenny made her mind up at fifty-one
She would write her memoirs before she was done
The very day her book was published, history relates,
There were wives who shot their husbands in some thirty-three states


und was will ich jetzt? einiges ist schon so in ordnung, da find ich´s besser, nichts zu wollen. das könnt sonst ganz schnell ein fordern werden, das will ich nicht.
ich könnt ein buch schreiben wollen.
ich könnt schlanker werden wollen.
ich könnt ...


Jenny made her mind up at seventy-five
She would live to be the oldest woman alive
But gin and rum and destiny play funny tricks,
And poor Jenny kicked the bucket at seventy-six
Jenny points a moral with which you cannot quarrel,
Makes a lot of common sense--
Jenny and her saga prove that you're gaga
If you don't keep sitting on the fence

Jenny and her story point the way to glory
To all man and womankind
Anyone with vision comes to this decision--
Don't make up your mind


genau. viel leichter zu sagen, was man nicht will.
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rammstein und soad

seien die muskalischen vorbilder der band "ballrock". da kann eigentlich nimmer viel schiefgehen, wenn sie heute im 7stern 7 demnächst ihr debut(?) geben, ich überleg noch, ob wir als gänzlich fremde das publikum verstärken sollen. die bandmitglieder sind zwischen zehn und vierzehn jahre alt, das gefällt mir.

apropos sinnvolle freizeitgestaltung für "jugendliche": wir hingegen spielen seit dienstag auch wieder tennis. samt freund b.- der jetzt doch nicht gitarre lernt.und a. lernt schon lange doch nicht klavier.

apropos sinnvolle freizeitgestaltung: das 7stern als veranstaltungsort ist mir jetzt schon zum zweiten mal positiv aufgefallen, das letzte mal erst gestern - ein konzert mit definitiv mehr als 4 leuten im publikum.
für die phone3phone. wieso wir uns nachher noch in die camera verirrt haben, fällt jetzt allerdings eher unter nicht sinnvolle freizeitgestaltung.
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Dienstag, 18. September 2007

artfremd???

Meistens ist mein Blog ja politikfrei – die diesbezüglichen Tageszeitungskommentare mag ich weder wiederholen, noch widerlegen, je nach Format und Weltanschauung fallen mir meist auch keine noch nicht irgendwo gelesenen Ergänzungen ein.

Heute im Büro – und ich lebe und arbeite im 20. Wiener Gemeindebezirk – war ich allerdings zum ersten Mal von manchen MitarbeiterInnen positiv überrascht, als auch die überraschend klare Worte zu den kolportierten Äußerungen des französischen Außenministers fanden.
Insbesondere als ich selber ebendiese unmittelbar nach der Verabschiedung unseres iranischen Gastes hörte – und mir da auch wieder erschreckend bewusst wurde, wie sehr wir alle Pauschalurteile aus Überfluss an Information und aus Zeitmangel gar nicht mehr vermeiden können.

Dass es Frauen in islamischen Ländern nicht gerade leicht haben, ist durchaus Allgemeingut. Dass ein männliches Erstsemester, das in Jeans an die Teheraner Uni kommt, daraufhin schriftlich bestätigen muss, dass es am soundsovielten soten Jeans angehabt habe und dies niemals, niemals wieder tun werde, ist eine nicht wirklich heitere Anekdote. Genauso wenig, wie dass es im Prinzip nicht sehr einfach ist, irgendeine Art von Opposition zu bilden, wenn alle wissen, dass jegliche Gegner – und zwar völlig unabhängig davon, welcher Religion sie angehören – bis hin zum Sohn des berüchtigten ersten Revolutionsführers – umgebracht werden.

Viele Menschen dort seien innerlich irgendwie in Opposition, den Frauen würden die Kopftücher gern hinunterrutschen und die mutigsten gingen auch im Iran unverschleiert. Die seien aber wirklich sehr mutig, finde er, sagte unser Gast, und in einem Land, in dem sogar Musizieren verboten sei, wäre es auch nicht gerade einfach, zwar Moslem zu sein, aber im Grunde nicht gläubig. Im Grunde sei das permanente „Sich-Selber-Zensieren“ das am wenigsten leicht Auszuhaltende für ihn gewesen. Es sei für die Bevölkerung generell auch in keiner Weise nachzuvollziehen, warum es nicht einmal die Idee von Sozialleistungen gebe, dafür massive Unterstützung von Terroristen, Syrien oder Palästina oder wem auch immer …
Und dass und warum die Schulen nur „unengagierte“ Lehrer hätten, sodass jeder, der eine Fremdsprache lernen wolle, das privat tun würde.

Bei uns herrscht ja bekanntlich mehr Freiheit, die will ich gar nicht schlecht reden. Traurig nur, was in ihr passiert: Da sehe ich unsere Politiker, die sich im Grunde bis auf die Grünen alle mehr oder weniger deutlich auf keinen Fall Stimmen durch „Ausländerfreundlichkeit“ verscherzen wollen. Das unsägliche Wort „artfremd“ aus dem Mund konservativer Populisten. Die Unterstützung der Demonstration gegen eine Moschee im Zwanzigsten (die soweit ich das mitgekriegt habe, ohnedies überhaupt nicht geplant war – in Wirklichkeit ging es um einen Ausbau von zwei Stockwerken eines bestehenden Gebäudes) nicht nur von den üblichen Verdächtigen, sondern auch vom diesbezüglich wohl von allen guten Geistern verlassenen Bezirksobmann der ÖVP. Das zähe Ringen um das dringendst für alle verpflichtend einzuführende Vorschuljahr. Völliges Desinteresse an den einzelnen Personen und Schicksalen, und ausdauernde Ignoranz gegenüber nicht zu widerlegenden Fakten, wie etwa dass „die Ausländer“ mehr an Steuern und Sozialabgaben leisten, als sie lukrieren. Diffuse Ängste vor allem Fremden. Und letztlich die Gemeinheit, alle Muslime in einen Topf zu werfen. Das war für mich in der Sonntagabenddiskussion im ORF eine der sinnvollsten Bemerkungen: Ich tät mich auch schön bedanken, wenn der Herr Schönborn für mich spräche.

Deshalb koche ich auf der nächsten Party Dürüm. Versprochen.
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Dienstag, 11. September 2007

full metal village

viennale ist, und ich war noch nie zuvor in meinem leben innerhalb von 5 tagen auf zwei premieren. die heutige hat die freitägliche noch übertroffen, die charmant-witzige regisseurin stellte sich nachher den publikumsfragen.
völlig richtig ist, dass man nicht einmal metal mögen muss, um diesen film zu lieben, da geht es irgendwie auch um etwas ganz anderes. ein heimatfilm der ganz besonderen art, oder die lustigste doku, die ich seit langem gesehen habe. die leute werden nicht vorgeführt, obwohl es schon so eine art t.spira-film in südkoreanisch-deutscher version ist ... clash of cultures sei ihr thema, sagte die regisseurin, und wie gelungen sie das umsetzt - ab nächster woche dann in allen möglichen wr. kinos ... HINGEHEN, ANSEHEN!!!

http://www.flyingmoon.com/deutsch/wacken_test.html
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Samstag, 8. September 2007

american way?

irgendwo jenseits von klassik und heavy metal muss country liegen, bis gestern hätte ich maximal zwei bis drei bands namentlich benennen können. wenn ich den film vorgeschlagen hätte, wäre mir der h. womöglich in der hälfte davon gelaufen, aber so: nicht schlecht! die geschichte der dixie chicks funktioniert aus mehreren gründen - die frauen können singen und spielen und sind hübsch und witzig. eine woche vor dem einmarsch im irak sagte die leadsängerin in london, dass sie sich schäme, dass ein gewisser herr bush auch aus texas sei. was sich danach jahrelang(!) abspielte, ist der durchaus lehrreiche und teilweise erschütternde inhalt des films shut up and sing. hingehen, ansehen!
*
danach waren wir seit langem wieder einmal im hawelka - eigentlich nur um es zu fotografieren. am nebentisch ein pärchen aus amerika. ansonsten auch: touristen in der überzahl - wird es im lonely planet erwähnt? den von wien kenn ich nämlich nicht.
zurück zu den nachbarn, die ungefähr gleichzeitig eintrafen: the menu, orderten sie, wurden aber recht freundlich aufgeklärt, dass es so was im hawelka nicht gibt. dann wenigstens bier? ja, das sei möglich. als ich dann buchteln und der h. würstel verspeisten, wurde ihnen ihr hunger wieder bewusst. als der kellner mit zwei tellern frankfurter wieder zu ihnen kam, stellte sich heraus, dass sie nur zwei würstel (also nur einen teller) haben hätten wollen, der kellner räumte mit einem feinen lächeln den zweiten weg.
*
obwohl aschenbecher auf den tischen vorhanden waren, rauchte niemand. ein schwarzafrikaner im anzug fing an, eine rede zu halten. ich hielt ihn für leicht betrunken, aber nicht unangenehm. die meisten gäste verstummten und hörten zu. andere amerikaner fotografierten, einer umarmte ihn gar und ließ sich mit ihm abbilden, ohne dass die beiden einander vorher gekannt hätten.
+
ich las unterdessen das datum- ganz nett. sogar einen artikel aus dem blog der frau monique chantal huber haben sie da drin. die flegeljahre ihrer majestät hab sogar ich verlinkt. anscheinend ist auch bei uns "alles möglich".
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Donnerstag, 6. September 2007

s*x sells?

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das ist die jugendfreieste variante von "bevor ich so richtig blöd hingefallen bin";-)
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Dienstag, 4. September 2007

heut hab ich bessere fragen ...

wie kommt es, dass frau sich über fußtritte freuen kann?
wenn es pedale sind;-)

wie kommt es, dass der zwölfjährige a. so hilfsbereit und freundlich ist?
wenn er offensichtlich schon wieder frisch verliebt ist;-)

wie kommt es, dass man sich über zwanzig zeilen unbändig freuen kann?
wenn es die nettesten sind, die frau seit vier jahren gelesen
hat. und eigentlich die ersten dieser art von diesem verfasser;-)
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hier fehlt was;-)

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