Samstag, 2. Mai 2009

nichts bleibt

der h. wohnt in einem gemeindebau aus den vierziger jahren im zweiten stock. weil der so alt ist, sind die wände aus wiederverwerteten ziegeln, was recht angenehm ist, und sind die aufzüge nachträglich eingebaut und halten nur in den zwischenstockwerken, was mit schweren dingen eher weniger fein ist.
die längste zeit hat unter dem h. ein schwer behinderter alter mann gewohnt, der sich nur sehr mühsam zu seinem elektrischen rollstuhl, den er neben der lifttür geparkt hat, über die paar stufen hantelte. wenige male hab ich ihn selber gesehen, gehört haben wir immer nur seinen fernseher, da der arme auch schon sehr schwerhörig war.
wenn ich besuchern den weg zum h. beschreiben sollte, hab ich immer gesagt, dass sie am rollstuhl vorbei gehen müssen, danach seien sie im richtigen stockwerk.
unlängst hab ich mit der m. eine ihrerseits erfolgreich abgelegte prüfung gefeiert, und bin recht spät zum h. gekommen. vor seiner tür hab ich mich kurz gewundert, dass er ein türschild angebracht hat, bis mir auffiel, dass da ja gar nicht sein nachname draufstand. beim hinuntergehen hab ich gemerkt, dass ich nicht nur ein, sondern sogar zwei stockwerke zu hoch war.
dabei steht der rollstuhl schon mindestens ein halbes jahr nicht mehr neben dem lift.
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Freitag, 1. Mai 2009

mal was anderes,

hätten sie mir auch sagen können, aber zu mehr hat´s vorige woche nicht gereicht;-)
schaedel
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Dienstag, 28. April 2009

irgendwie charmant

finde ich exmillionäre, die jetzt den taxischein machen. schließlich wisse man nie;-)
wobei der plan, von österreich nach indien mit dem fahrrad zu fahren ja eigentlich noch viel mehr charme aufweist. der macht das schon. glaub ich halt;-)
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Sonntag, 26. April 2009

niederschwellig ..

schien mir der einstieg ins theaterleben am freitag abend angelegt. menschen, die sich garantiert nicht (und vielleicht oft auch zu recht) ins burgtheater wagen, dafür in bestem abendgewand zu "frauen morden besser" pilgerten. ein ausverkaufter saal irgendwo in gersthof in einem anscheinend ehemaligen spö-parteilokal in einem gemeindebaukomplex. nachbarinnen, die in anbetracht der bewaffneten darstellerin x im hof ein lautstarkes "oba des is eh nua theata, oda?" beim fenster runterriefen. ein mit viel liebe erprobtes und ausgestattetes klamaukstück, bei dem sich das publikum reihenweise (wörtlich) in der pause den weiteren fortgang überlegen durfte - was zumindest zu kurzfristig intensiver kontaktaufnahme mit den wildfremden sitznachbarn führte. obwohl - den direkten nachbarn war man schon näher gekommen, es war ein wenig eng. ein schwächelnder männlicher und eine menge grandiose weibliche hauptdarstellerinnen. ein unergründliches drama, das sich zwischen ersterem und einer der letzteren während der proben abgespielt haben soll. irgendwie fast wie im richtigen leben.
*
niederschwellig auch der einstieg ins anglerleben im waldviertel,nach einer berechtigung oder so was ähnlichem fragt dort netterweise niemand. die einzigen hindernisse, die sich mir und dem h. dort gestern und heute entgegenstellten, waren die sanften hügel beim radfahren und der enorme gegenwind.
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Donnerstag, 23. April 2009

kein gekochtes erlebnis

so toll sei es gewesen, alle - auch die männer hätten entzückende schürzen umbekommen, die ungeschicktesten hätten sich gleich freiwillig in die gemüsegruppe gemeldet, während sich die ambitioniniertesten teilnehmerinnen dem souffle zuwandten. und alles sei wunderbar gelungen, mit ein bisschen hilfe oder ungefähr 95% vorbereitung der reizenden dame aus dem kochstudio.

dafür würde ich auch ein bisschen werbung in kauf nehmen, dachte ich mir, den verzückten schilderungen unserer sekretärin zum dritten mal lauschend. besser ich hör´s mir aus erster hand als aus zweitem mund an. dachte ich mir halt. und dass das auch dem h. und dem a. gefallen könnte, meinen beiden ebenfalls sehr ambitionierten, kreativen kochkünstlern, denen ich zuhause auch jederzeit die kochlöffel überlasse.

als mich die netten herrschaften auf meine e-mail-anfrage anfang februar zurückriefen, erklärten sie mir, der nächste freie termin mit den geräten der firma a sei im juli. das sei mir ein wenig zu langfristig und mitten in den ferien, meinte ich. sie hätten da einen termin im april, allerdings mit geräten der firma b. aber auch mit dampfgaren. dass mich das besonders interessiere, hatte ich nämlich frech behauptet. irgendeine begründung schien mir einfach notwendig. dachte ich halt.

als wir heute ein wenig zu spät eintrafen, roch es zwar schon recht gut. leider erkannte der a. an den nicht vorhandenen vorbereiteten zutaten allerdings sofort messerscharf, dass er da jetzt keinesfalls selber kochen würde dürfen. nur zuhören, seine lieblingsbeschäftigung. der h. wiederum interessierte sich auffällig und ausschließlich für sämtliche neuesten gasherdmodelle in den weitläufigen ausstellungs-räumlichkeiten, dass ich ganz allein durch schwer konzentriertes zuhören die familienehre retten musste.

ich weiß jetzt genau, was der unterschied zwischen einem dampfkochgerät und einem kombigerät ist. ich weiß, mit welchem schwamm man das ganze ausschließlich trockenlegen darf und wie oft das wasser nachzufüllen ist. ich werde nie wieder speisen ordinär aufwärmen, sondern nur mehr höchst vornehm regenerieren. und ich weiß jetzt auch, dass man fisch und buchteln auch gerne auf einmal machen kann, während henderl (braun und knusprig) und gemüse (schonend) gemeinsam wiederum gar nicht geht. und ich weiß, dass mir leute, die auf granderwasser schwören, immer schon suspekt waren.

abkaufen werde ich das gerät weder in der einfachen, ziemlich teuren, noch in der kombinierten, empfindlich teuren variante übrigens weder der firma a, noch der firma b. gegessen haben wir allerdings ausgezeichnet.
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Montag, 20. April 2009

was machst du eigentlich in luxemburg?

fragte mich gestern meine mutter.
"ich brauch neue schuhe und ich treff meine portugiesische freundin!"
"und deshalb fliegst du nach luxemburg???"
"naja, eine sitzung hamma dort auch..."
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Mittwoch, 15. April 2009

einladung!

liebe alle,
wir müssen sowieso da sein:
beim atelierrundgang durch den zweiten und zwanzigsten hieb. da der h. (nummer 46) gar ein wenig abgelegen liegt - erstens: massivwerbung!!! und zweitens: wie wär´s wenn ihr euch samstag, den 18.4.2009 nachmittags/abends konzentriert dada einfindet?
anmeldungen sind grundsätzlich unnötig, aber wenn ihr die kommentarfunktion hier eventuell nützen mögt, auf dass wir einander vor dem 16. mai (da gibt´s voraussichtlich die nächste aktion) wiedersehen könnten und auf dass die einen wissen, welche anderen kömmen??? wir lassen euch auch ganz sicher nicht verhungern und verdursten;-)

edit1: einen tag hamma schon überlebt;-)
gestern ist mir aufgefallen, dass modenamen durchaus international sein können. gleichzeitig da waren zB. marco aus genua, marc aus new mexiko und markus aus simmering;-)

edit2: zwei tage hamma schon überlebt;-)) heute ist mir aufgefallen, dass es auch kunstsinnige hunde gibt. zumindest hat sie sich sehr gut benommen. die von ihr mitgebrachten auch.
außerdem ist mir aufgefallen, dass nicht nur wir ein wenig in randlage liegen. ich kenn jetzt ein russisches geschäft im vorgartenmarkt, die schneidernde frau eines naiven malers, eine entzückende kleine galerie im stuwerviertel, die sich auch für lesungen sehr gut eignen könnte, und ganz viele texte mit kexen. außerdem kann ich ab jetzt einen hund und den stephansdom backen.

edit 3: heute, sonntag, wieder - von 14 bis 21 Uhr!
es gibt noch kuchen.
es gibt noch kaffee.
es gibt noch wein.
es gibt noch wasser.
mir is fad.
also seit ungefähr drei minuten is mir fad;-)
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Sonntag, 12. April 2009

viva la musica!

beim h. gibt´s ein hauptkriterium: hautpsache live. und vielleicht noch ein zweites: nur kein pop.
deshalb waren wir in den letzten fünf jahren sicher auf mindestens fünfzehn festivals und leisten uns ein bis zwei konzerthausabos.

jetzt bin ich einerseits schon ein wenig festival-müde, ich schlaf neben fünfzigtausend betrunkenen einfach schlecht im zelt (was man durch dekadentes ausweichen allerdings verhindern kann, soweit überhaupt irgendwas in der nähe ist) und komm mir ab und zu im vergleich zum restlichen publikum so richtig zu alt vor.

der h. wiederum meinte andererseits erst kürzlich, dass wir vielleicht doch eines der abos aufgeben sollen, im letzten jahr waren wohl doch ein paar sachen dabei, die uns nicht unbedingt zur größten begeisterung hingerissen haben. vielleicht fühlt er sich auch einfach ab und zu beim rundblick durchs publikum so richtig zu jung.

unsere beiden eigenen musikerkarrieren haben wir anscheinend auch beendet, wobei ich betonen möchte, dass ich viel mehr geübt habe.

vielleicht höre ich auch deshalb so gern bekannten und freunden zu, wenn sie auftreten. irgendwie ist das schon immer was eigenes, und da hab ich als publikum ja praktisch immer direkten erfolgsanteil. und mehr davon würd ich ihnen allen gönnen!

deshalb nun meine wohlwollenden kurzkritiken in der umgekehrten reihenfolge der letzten auftritte:

die mozartbandits sind so neu, dass ich nicht einmal einen passenden link gefunden hab. den sollte es aber bald geben - schließlich wohnten wir da erst vorgestern einer videoaufzeichnung bei. hervorgegangen sind sie aus der mozartband, und ihre interpretationen höre ich sowieso total gern, ganz abgesehen davon dass sie ipod-tauglich sind.

die jazz:mess spielen wiederum laut eigendefinition "jazz in kleiner besetzung" laut meinen begriffen aber auch ganz ausgezeichnet, wobei der begriff jazz bei ihnen auch recht weit gefasst ist. sogar so weit, dass

es überschneidungen im repertoire mit der
die voice connection gibt, die wiederum selber die hälfte der band cumo darstellen und grundsätzlich w.u.s.g.* spielen.

bisschen jazz hab ich noch: ganz spannend bis hin zu großartig zu hören sind: freemotion und phone3phone, ich füchte, es lag an mir und nicht an ihm, dass der nicht nur dort wirkende schlagzeuger mir nicht mehr beibringen konnte.

nicht verlinken und nicht nennen werde ich jetzt nur noch die kommerzband, deren bandleader ich ab und zu ein wenig müde in meiner abteilung sitzen habe. die habe ich auch schon selber spielen gehört und das sind natürlich auch gute musiker. mir gefällt nur nicht viel von dem, was sie so bringen (müssen). aber die sind die einzigen, die, soweit ich das eben weiß, mit der musik auch wirklich geld verdienen. und das finde ich im manchmal ein bisschen schade.

* was uns so gefällt
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hier fehlt was;-)

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