Sonntag, 18. Mai 2008

Nennen wir sie S.

S. ist attraktiv, charmant und witzig. S. hat ihren Beruf, der sie immer noch begeistert, und lebt in einem kleinen, entzückenden Appartement, in das eigentlich eher eine Studentin passen würde. S. reist gerne und viel und hat eine Menge Freunde und Freundinnen. S. hat keine eigenen Kinder und keinen eigenen Mann, dafür hat sie jede Menge fremde Kinder als Taufpatin und genau einen fremden Mann als Quell ewiger Qual.
Soviel Masochismus traut der S. eigentlich gar niemand zu, denn sie könnte es ganz sicher wesentlich leichter haben. Der M., der H., der F., der A. und der C. wollten ihr Leben gern verschönern – und die S. hat ihnen durchaus eine theoretische Chance gegeben – bis sie halt leider jedes Mal feststellen musste, dass keiner, aber auch wirklich keiner, dieser nicht gebundenen, nicht verheirateten, nicht unehrlichen, nicht egoistischen dem in jeder Hinsicht einzigen, einzigartigen, aber leider doch gebundenen, verheirateten, egoistischen X. auch nur annähernd das Wasser reichen konnte. Der F. hatte einen zu kleinen, der H. war selber auch noch verbandelt, der M. war nicht schön genug, der A. nicht klug genug und der C. besaß die Frechheit außer ihr auch noch sein Kind zu lieben. Außerdem waren auch der H. nicht klug genug, der A. nicht reich genug, der C. hatte zu viel zu tun und der F. war auch zu anderen Frauen freundlich.
Und der X? Der lacht sich immer noch ins Fäustchen, dass dieselbe Leier Jahr um Jahr funktioniert. Kaum denkt die S. ernsthaft ans Beenden der Beziehung, schon setzt er einen neuen mutigen Schritt. Er fährt ganze zwei Wochen auf Urlaub mit der S! Welche Freude für jemanden, der sonst nur im Verborgenen ausgeführt wird. Dass Auslandsaufenthalt auch eine gewisse Tarnung sein könnte, entgeht der S. Er beichtet „daheim“. Dummerweise schmeißt ihn die Ehefrau nicht sofort hochkant hinaus, nein – sie verzeiht – zumindest das, was sie überhaupt gehört hat. Wie kann der X. da gehen? Er zieht aus, aber nicht zur S. Und die S. weint und wartet. Ein Jahr. Zwei Jahre. Vier Jahre. Acht Jahre wartet sie schon. Auf ein gemeinsames Leben. Auf ein Ende dieser Farce. Auf den nächsten Urlaub. Auf einen Anruf.
Manche meinen, die S. sei ein wenig unleidlich geworden in der letzten Zeit
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stöckchen - 20 dinge, die ich mag

hergeworfen von dada: pagalakala/barbara
1. kann ich nicht herschreiben
2. in der badewanne liegen
3. schwimmen
4. schönes wetter
5. spannendes buch
6. mit einer freundin reden
7. kochen
8. ein verzwicktes problem lösen
9.tränen lachen
10. füße massiert kriegen
11. mit dem rad bergab fahren
12. bootfahren
13. barfuß gehen
14. träumen
15. zeichnen
16. schreiben
17. musik hören
18. yoga
19. scooter fahren
20. fotos machen

und ich werf´s zu meinem: "mitbewohner", der war eh schon lang sehr schreibfaul;-)
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Freitag, 16. Mai 2008

1000

tausend tage hab ich also hier durchgehalten. damit hat auch meine patchwork-family schon deutlich mehr als tausend tage gehalten, das ist ja schon einmal ein grund mir zu gratulieren.
so ganz beim thema bin ich natürlich nicht geblieben, speziell seit sowohl der a. als auch der h. mitlesen. ein eigenes blog zum nicht-mit-lesen scheint mir aber nun doch übertrieben.
mein ich und mein zwich (cr steppenhund) sind dafür recht einig geworden, ich schreib hier nichts mehr hinein ich lasse hier nichts mehr stehen, was nicht auch meine bürokolleginnen lesen dürften. nicht dass sie es täten, aber vorsichtshalber;-)
in dem zusammenhang geht ein ganz spezieller dank an die frau testsiegerin, ich nehm fast an, du weißt, wofür.
und dem herrn wvs danke für die allerlängste lesertreue, ich kann mich erinnern, dass du auch noch im fantasia-blog, das ich schon längst eingestellt hab, kommentiert hast.
warum grad dieser beitrag meine zugriffsstatistik mit abstand anführt, ist mir ein rätsel, genauso wieso ich manchmal so wenig kommentare krieg;-)
im moment schreib ich zwar auch wenig, insofern haben die "durchhalteparolen" durchaus ihre berechtigung, wobei ich allerdings wert drauf lege, dass ich mich noch nie verabschiedet habe.
das wenig schreiben scheint mir allerdings gerade weit verbreitet, denn viele der von mir gern gelesenen blogs scheinen auch grad andere sorgen als ein tägliches launisches update zu haben. was immer grad los ist, vielleicht tröstet es euch ja, dass "es eines eurer besten achtzig jahre werden wird" - nochmal zitiert aus dem im vorigen eintrag zitierten buch.
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bist du es oder bist du es nicht

liebe k., wenn du es bist, würde ich mich freuen. bist du es nicht, solls halt nicht sein. ich war wohl ein unfall und wärs gern nicht gewesen. jedenfalls hab ich oft an dich gedacht, wenn dus denn bist. deine texte würden so zu dir passen. ich bin mittlerweile zum australier/schweden mutiert und meine daseinsberechtigung ist eineinhalb und fünf jahre alt. eigentlich kein leben, das wühlen in vergangenen tagen zulässt. jetzt will ich es trotzdem versuchen. bist du es nicht bitte ich tausendmal um entschuldigung.
g.


das ist schon jetzt mehr als fünf jahre her, dieser mein ganz persönlicher nordwind, dem ich damals zurück geschrieben habe, wie hätte ich auf dieses mail nicht antworten können? ob ich das weiter erzähle, weiß ich noch nicht.
*
dem autor von "gut gegen nordwind" hab ich auch ungefähr damals (oder eher noch früher) mein erstes und letztes fan-mail geschrieben. allerdings wegen eines anderen buches, dieses hab ich erst gestern gelesen. durch dieses e-mail bin ich auf seinem e-mail verteiler für nicht persönliche massen-e-mails gelandet.
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Dienstag, 13. Mai 2008

das übliche gesudere

vorigen mittwoch sind der h. und ich beim portugiesischen wein am balkon versumpert, ein bisserl kühl war´s noch, aber am donnerstag war ich nicht krank.
vorigen donnerstag abend hab ich sieben leute verköstigt, als sie fast alle weg waren, bin ich mit meiner schwester am balkon versumpert, ein bisserl kühl war´s noch, aber am freitag war ich nicht krank.
vorigen freitag bin ich extra früh aufgestanden, um für mein kind und seine freunde apfeltorte zu backen, die hab ich ihnen dann beim trampolinspringen im donaupark serviert. ein bisserl kühl war´s, als die sonne weg war, aber am samstag war ich nicht krank.
vorigen samstag sind wir noch weit früher aufgestanden, da die neuen angelsachen eindeutig zum angeln verwendet werden mussten. ein bisserl sehr kühl war´s um sieben in der früh im waldviertel, aber am sonntag war ich nicht krank.
vorigen sonntag haben wir unser neues schlauchbootkanu im mühlwasser eingeweiht, ein bisserl kühl war es noch, aber am montag war ich nicht krank.
gestern mussten wir das bootfahren, radfahren und schwimmen wiederholen, eigentlich war mir den ganzen tag ordentlich heiß.
und heute bin ich krank.
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Sonntag, 11. Mai 2008

40:60

sei da das risiko, sagte der lehrer f. zu schülerin b. in seinem bett, in dem sie nicht zum ersten mal lagen. natürlich war die b. da schon fast erwachsen, und der f. unterrichtete sie auch gar nicht, also keinerlei abhängigkeitsverhältnis. 60 für mich, 40 für dich, fragte die b. ein wenig neckisch, und wie er da drauf überhaupt käme. nein, umgekehrt meinte der f., schließlich hätte er schon ein bisschen mehr zu verlieren. die b. verstand nicht, was hätte er zu verlieren, wo ihre liebe, oder eher ihre bedingungslose anbetung, obwohl ihr sogar seine eitelkeit schon ein wenig auf die nerven ging, doch der hauptgewinn im lotto des lebens für ihn sein müsste. redete der etwa gar nicht vom schwangerschaftsrisiko? wovon redete er dann?
*
mit dem braunen kostümchen da hinten sei er verheiratet, sagte der f. fünfzehn jahre später zur b., die ihm nicht sehr interessiert am rande einer veranstaltung zuhörte. das kostümchen müsste dann wohl die fünfzehnjährige schülerin gewesen sein, deren eltern auf der heirat bestanden hatten, schloss die b., andernfalls hätten sie - was auch immer, mehr wurde nicht erzählt.
*
ach, der skandallehrer, ja bei dem sei sie fast durchgefallen, erzählte mir die viel jüngere kollegin l. vorige woche, als wir drauf kamen, dass wir in dieselbe schule gegangen waren,also der f., der habe sich nicht gebessert. ich fragte nicht, wie sie das denn meinte und wie betroffen sie denn gewesen sei.
*
keine sagt, was alle wissen. es wird dann auch keiner schuld gewesen sein.
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Dienstag, 6. Mai 2008

überwindung der (höhen)angst

seit ich mit dem h. zusammen bin, lebe ich ein wenig gefährlicher. ich bin in den letzten vier jahren mit dem kleinen finger an einem briefkasten hängengeblieben, hab mir einen stock reichlich tief ins bein gerammt, mir eine richtig große brandwunde am unterarm zugezogen, bin einmal fast ertrunken, hab mich unzählige male verirrt oder verfahren, musste im november eine furt durchwaten, oder im mai so was unnötiges wie "hydro-speed" erlernen und mich durchaus auch am schihang zu tode fürchten. kleinere blessuren lasse ich weg, mittlerweile ist meine umgebung gewöhnt, dass meine knie gerne ein wenig verschrammt sind ...
*
kein wunder, dass ich vorigen samstag freiwillig und trotz meiner höhenangst richtig gerne mit den kindern im m hochseilklettergarten im gänsehäufel herumgeturnt bin (- für eltern mit teenies übrigens eine schwere empfehlung) und dem h., der außer vor spritzen anscheinend vor nichts angst hat, täglich mit stiller freude lovenox verabreiche.
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Samstag, 3. Mai 2008

aufklärung;-)

subway to sally ist bei a. und seinem freund m. momentan so schwer angesagt, dass ich bald auch jeden text auswendig kann. m. - ein wenig jünger - versteht bei weitem noch nicht alle texte ...
gestern im auto:
m: du a., kannst du mir erklären, was die da eigentlich singen?
a: na da gehts um zwei kröten, die im sumpf fi*** (ausgesprochen)
ich: a., das kann man auch anders sagen!
a: ok, also da haben zwei vornehmen geschlechtsverkehr!
da ich mir mein auto gerade erst am vorigen samstag in der garage ein wenig beschädigt habe, konnte ich meinen lachanfall diesmal im zaum halten ...
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Montag, 28. April 2008

an der zielgruppe vorbei?

mama, du solltest einmal in deinem dingsda - äh weblog? - ja genau, also du solltest da in deinem weblog auch so lustige alltagsgespräche und kleine konversationen schildern, finde ich.
aha.

(wörtlich herr http://bartagamenfreak.twoday.net/)
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Samstag, 26. April 2008

bilder im kopf

eine alte dame müht sich über drei stufen, die tochter stützt sie. unendlich langsam verlagert sie ihr gewicht, krücken an beiden seiten, zuerst hinauf dann hinunter, behindertengerechtes bauen würde ich das nicht nennen. viele mütter mit erwachsenen töchtern sind mir aufgefallen, mit einander sehr ähnlichen gesichtszügen, alle nicht so besonders attraktiv, aber auch die alten damen immer gepflegt und mit weit mehr eleganz als bei uns.

Bild-1

in die hübschen, alten, gelben straßenbahnen hieven sie sich genauso wie wir, alle werden beim ständigen auf und ab durchgerüttelt, freie sitzplätze sind rar. es gab einmal billigere nachkriegsmodelle, die hielten den hügeln nicht stand und wurden wieder gegen die alten ausgetauscht, wird mir erzählt. der lift des herrn eiffel von der unterstadt zur oberstadt hingegen wird wohl nur mehr von fremden benutzt.

kaum ist der erste sonnenstrahl heraußen, rennen die brasilianerinnen praktisch ohne gewand herum, meint meine freundin r. das würden die portugiesinnen auch im sommer nicht tun, und weil april ist, gehen anscheinend alle noch im wintergewand. außer den halbstarken am strand natürlich, die die wellen und die plötzliche hitze sofort zum surfen nützen.

r.´s wohnung ist groß, gemütlich und eingerichtet, als ob meine urgroßmutter stilberaterin gewesen wäre. eines abends bringt sie eine borte mit, die will sie an ihr bügelbrett zur verschönerung nähen. wir kennen uns nicht gut genug, als dass ich in schallendes gelächter ausbrechen könnte. es macht ihr aber offensichtlich spaß, und umgeben von lauter gleich aussehenden schlafsiedlungen in lauter gleich aussehenden schlafvorstädten kann ich den wunsch, irgendetwas anders zu machen, dann doch verstehen.

und ich will r. nicht in einem falschen licht erscheinen lassen, ich kann mit ihr auch über saramago reden, über die politsche situation in portugal, und über alles mögliche andere - von männern bis kindern - natürlich auch.

es ist nur eine halbe stunde mit der fähre nach lissabon, vorausgesetzt man findet die fähre. auf dem ortsplan ist ein hafen eingezeichnet, den es noch nicht gibt. die, die wir befragen, können wenig englisch und wollen uns partout immer zum bus schicken. da wir aber schon so lang vergeblich auf den ersten bus gewartet haben, gehen wir weiter zu fuß. nach drei kilometern außerhalb des städtchens erbarmt sich ein autofahrer und führt uns bis zum pier.

die letzten drei tage übe ich mich im mietwagen im straßenschilderlesen, nachdem wir uns darauf geeinigt haben, kreisverkehre grundsätzlich zumindest eineinviertelfach zu umrunden, verfahren wir uns deutlich seltener.

weil wir jetzt mobiler sind, kommen wir in die malerischsten fischerdörfchen, in wunderschöne küstengebiete, zu königspalästen und windmühlen. obidos ist von den pfadfindern überschwemmt, die durch den ort rennen müssen, um ihre rätsel zu lösen. eine gruppe von schwarz beanzugten mädchen spielt uns auf, ob das jetzt was mit dem nationalfeiertag zu tun hat, ist mir nicht klar. am vortag war im fernsehen ein ehemaliger terrorist zu wort gekommen. das tue er jedes jahr um die zeit - viel zu ausführlich - meint r., so ein gefängnisaufenthalt mache sich in gewissen kreisen anscheinend gut im cv.

alles ist nicht ganz so blank geleckt, dass es zu viel wäre, und überall noch erfreulich wenige touristen, schließlich ist ja vorsaison.
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hier fehlt was;-)

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