Sonntag, 11. September 2005

vom sinne der wiederholungen ...

"there is much joy in repetition" zitiert h. manchmal und da gibt es schon einen nicht ganz unwichtigen lebensbereich, wo ich dem hundertprozentig zustimmen kann. ich stell mir im moment aber eher die theoretische frage: wieso können wir nicht nicht immer dasselbe kommunizieren? vor allem in "innerfamiliären" zusammenhängen.
ich kann alles voraussagen:
bei meinen eltern gibt es folgende wichtigen themen: die nachbarn, der nächste urlaub, die großmutter, die mangelnde orthographie von a., das rauchen und meine frisur.
bei seiner familie schaut die liste so aus: die nachbarn, der letzte urlaub samt essen dort, aufenthalte auf flughäfen, der lottogewinn von herrn x., das trinken und seine frisur.
früher wars auch nicht viel anders.
bei den eltern meines ex-manns: die nachbarn, herr stromaier (ein bürokollege meines ex-schwiegervaters), das bundesheer und die frisur der großmutter.
*
eigentlich ist das sehr praktisch. ich ertappe mich dann auch, dass mir zum selben dasselbe einfällt. um die zeit herumzubringen, erzähle ich es dann einfach auch wieder. quasi als ruhepause für die anderen.
*
irgendwann hab ich einmal aufgeschnappt, dass eine breite untersuchung über kommunikation ergeben hat, dass mehr als 90 prozent mit trivialitäten verbracht werden. wundert mich nicht...
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Dienstag, 6. September 2005

ziemlich frech ...

gleich nach dem urlaub müssen natürlich die bilder hergezeigt werden. auf besonderen wunsch ihrerseits gab es auch ein paar großaufnahmen von den mit mir urlaubenden turteltäubchen -
h. fassungslos über den freund meiner freundin: is der schirch! (stimmt eigentlich gar nicht, aber bitte)
a. zu h.: na glaubst du, ich weiß, was die mama an dir findet?
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Sonntag, 28. August 2005

Balance? oder das übliche Dilemma ...

Heuer hab ich schon dreimal Urlaub gemacht (zweimal mit H. und einmal mit H. und A.) – und die nächste Woche wird/soll eigentlich meinem Sohn gewidmet sein. Eine ganz liebe Freundin mit fast 10jähriger Tochter und wir beide (A. und ich) werden uns ein Appartement in Kärnten teilen – und weil es die Ferienverplanung unserer Kinder nur nächste Woche zulässt, fahren wir eben da. Ich sagte gleich zu meiner Freundin, das sei aber blöd, weil ich am Samstag vierzig werde – und ein bisschen sentimental bin ich da ja schon, also da hätte ich gerne mit H. gefeiert. Sie meinte, ihre Tochter würde ja auch in der Woche zehn – wir machen dort eine Minifeier, und ich dachte, ok – mit H. kannst du einen Tag später in Wien feiern, das ist ja eigentlich nicht so schlimm.
*
Vorige Woche fragt mich meine Freundin, ob es mir was ausmachte, wenn ihr Freund am Wochenende nachkäme. Meine Spontanreaktion war „nein, natürlich nicht!“ – erstens weiß ich, wie verliebt die beiden sind, zweitens ist er sehr nett und drittens schränke ich andere Leute höchst ungern ein. Dann hab ich drüber nachgedacht, und befunden, dass das aber kein sehr schöner Geburtstag werden wird – die beiden turteln und ich kann mich wohl nur taktvoll zurückziehen. Auch recht unüberlegt hab ich den H. gefragt, ob er unter diesen geänderten Umständen nicht etwa auch nachkommen wolle. Ursprünglich wollte er nicht, und nur für ein Wochenende sind 400 km hin und her ja ziemlich weit, und viel zu tun hat er eigentlich auch. Seine erste Antwort war einmal „Wenn ich von der Arbeit wegkomm …“, also zumindest ein wahrscheinlich.
Dann hab ich drüber (ein bisschen) geschlafen, und ihm mitten in der Nacht eröffnet, dass er aus zwei Gründen doch nicht kommen solle. Erstens weil ich wüsste, dass es ihn nicht sonderlich freut, und zweitens, weil ich ja die Woche für den A. alleine geplant hab (und annehme, dass er das auch wieder einmal genau so braucht). H. sagte leicht verschlafen „mhmm, aber der erste Grund ist Scheiße“ – die Bemerkung hat mich einmal grundsätzlich erfreut, und ich hab dann recht gut weitergeschlafen.
Am nächsten Tag bekomme ich ein e-mail von meiner Freundin: Ihr Freund hätte nun doch keine Zeit. Ich denke mir – hätte ich eigentlich nur abwarten brauchen, und teile dem H. postwendend mit, dass dieser Kelch an ihm vorübergegangen sei.
Am übernächsten Tag das nächste e-mail von meiner Freundin: Ihr Freund könne nun wahrscheinlich doch – sie warte jetzt einfach ab.
Status: Ich sagte zu H., erstens müsse ich es mit A. abklären, ob seine Anwesenheit kein Problem sei und zweitens, werde ich, was immer er tue, „kein Theater“ machen. Und schickte ihm die Adresse.
Und jetzt hab ich das Dilemma immer noch: Ich kann zu A. sagen, dass ich mir H. herzhaft herwünsche. Das wäre die Wahrheit, da nehme ich an , dass er „kein Problem“ sagen wird. Ich kann zu A. sagen, dass er´s sich aussuchen soll, ob ich H. einlade oder nicht. Da bin ich mir nicht so sicher, was die Antwort sein wird. Und selbst wenn er dann zustimmt, werde ich nicht wissen, ob er es nur mir Recht machen will.
*
Und weil ja die erweiterte Großfamilie es liebt, sich bei mir einzumischen, kann ich mir die Kommentare meiner Mutter und meiner Schwester auch schon denken. Verbringst eh so wenig Zeit mit deinem Kind (stimmt sonst überhaupt nicht, ergab sich aber heuer in den Ferien so), musste das sein?, usw. usf. Nicht dass mich das irgendwie beeinflussen würd …
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Sonntag, 21. August 2005

schlagen

seit einer woche zieht mich h. damit auf, dass ich auf ihn hingehaut hab ...natürlich hab ich mich siebzehnmal entschuldigt und ich weiß, dass er es mir nicht wirklich nachträgt ... aber ich denk gerade über meine diesbezügliche vorgeschichte nach.
meine mutter hat uns eigentlich täglich geschlagen, ich denke, erst als ich zehn war, hat es zumindest bei mir aufgehört. ich versuche schon lange, ihr zu verzeihen, aber ich kann nicht. auch weil ich ihre besondere art bis heute als entwürdigend empfinde. als ich mich einmal auf ein familienaufstellungsseminar verirrte, wollte ich dort nur weg - es reichte mir, den anderen zuzusehen und dort mitzuweinen, ich fand eigentlich alles dort furchtbar und habe aber trotzdem bis heute nicht aufgehört, darüber nachzugrübeln, was dort eigentlich mit mir passiert ist. aber der eine satz "eltern haben rechte, kinder haben pflichten" - der stößt mir immer wieder auf, und ich laviere halt mit dem gestörten verhältnis zu meiner mutter herum und herum ...
jedenfalls hab ich ihr erziehungskonzept grundsätzlich verworfen - auch dort, wo sie natürlich auch gute sachen gemacht hat (bei der konsequenz zum beispiel ...)
a. war zweieinhalb, orderte ein butterbrot bei mir, das ich ihm auch gleich herrichtete. er nahm das brettchen, auf dem es lag, und warf es samt dem brot auf den boden. da hab ich ihm seine erste und einzige ohrfeige gegeben - und das war eine reflexbewegung.
a. war fünf und hatte größtes interesse am feuerlöscher, der bei uns im stockwerk im stiegenhaus montiert war. jeden tag erklärte ich ihm, dass er da nicht herumspielen dürfe, und wozu der diente. eines nachmittags kamen wir vom kindergarten heim und er setzte das ding in betrieb. mir war klar, dass er in voller absicht schon in der früh die plombe entfernt haben musste - denn sonst wäre der schaum nicht sofort herausgekommen. ich rief unseren hausmeister, der schimpfte auch gleich mit ihm und dann passierte folgendes. ich nahm ganz ruhig zwei finger und legte (sic!) sie ihm auf die wange und sagte sehr ernst: das ist die ohrfeige, die du dafür verdienst. a. rannte davon, verbarg sich laut schluchzend in unserem schrankraum - und hatte es auch so verstanden ...
und die anderen beiden male?
meiner schwester hab ich an meinem dreißigsten geburtstag eine geklebt. wir verstehen uns sehr gut - und ihr späterer kommentar dazu war, sie hätte noch nie eine "watschn" so verdient, wie da ... (falls es das doch gibt, dass man so was verdient ...)
und ein einziges mal hab ich meinen ex geboxt - das war allerdings eher eine reichlich hilflose geste - was schlagen sowieso fast immer ist - der gute war einssechsundneunzig und wir waren immerhin zwölf jahre und einen tag verheiratet.
    also ich glaub ich kann mir das letzte woche doch verzeihen.
ps: auf die idee, mich zu schlagen, ist schon sehr, sehr lange niemand gekommen. das wird auch so bleiben.
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Samstag, 20. August 2005

sziget oder: wie mach ichs allen recht?

sziget 05 - wir waren da!
für alle die nicht wissen, was das ist: das donauinselfest in budapest heißt sziget(=insel). im unterschied zu wien:
  • es kostet was
    es wird ununterbrochen aufgeräumt
    die leute sind supernett und auch aufgeräumter als bei uns
    die musik ist sehr vielfältig und sehr gut
    man lernt fünf worte ungarisch .. (minimal und maximal)


ganz ganz vorher (sziget 04: eigentlich könnte es dem a. da gefallen ...)

vorher:
a: ich mag nicht mitfahren ...
ich zu a: ich lass dich keinesfalls dort allein! wenn es dir nicht gefällt, wenn du müde bist, ich geh mit dir ins hotel
h zu mir: du - es ist heuer unser viertes festival, da müss ma nicht alles mitmachen ..

erster tag:
a. ist müde, wir beide legen uns ins zelt. h. ist nicht müde, ich schlaf einmal vor ... (und das hotelbett wär so viel weicher-wärmer ...)
h. ist müde, ich bin wach - zwei schlafsäcke sind für drei zu wenig ...
lass ihn schlafen - geh du ins hotel
nein - ich hab versprochen, ich lass ihn nicht allein
ich bin doch bei ihm
das ist nicht dasselbe
wieso nicht?
eine stunde hin und her ....
a. wird wach - und will natürlich im zelt weiterschlafen
ich geh ganz allein den weiten weg zurück zum hotel und komm mir so dämlich vor. weil ich keinen orientierungssinn habe. weil ich nicht allein sein wollte. weil nicht immer alles ganz einfach ist ...
in der früh stehen sie beide quietschvergnügt um sieben vor meinem bett.
aber die stunde diskussion hatte es in sich ... was hat mich eigentlich so aufgebracht? wieso hab ich sogar hingehaut? ...(das tue ich so selten, dass ich die letzten fünf mal auf die letzten fünfzehn jahre und auf vier personen verteilt ganz genau und einzeln weiß ...)
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Freitag, 19. August 2005

gestatten - wir ...

*
kurz und bündig
A will CSI Miami im Fernsehen sehen, H schaltet auf Universum um. Das ergibt lautstarken Protest. Darauf H: "Schön langsam könntest du dich daran gewöhnt haben, dass du hier in einer semi-intellektuellen Patchwork-Familie heranwächst".
*
Ich debattiere irgendwas mit H am Frühstückstisch. H wendet sich an A: "Deine Mutter kann manchmal ganz schön mühsam sein!" Sagt A drauf: "Und das merkst du erst jetzt?"
*
A zu H: "Der Mann im Haus bin hier immer noch ich!"

Die Protagonisten
A .. ist gerade einmal zehn Jahre alt. Wenn ihm jemand sagt, er sei etwas klein für sein Alter, kontert er mit "dafür bin ich aber sehr gescheit!"

H .. ist doch schon bald siebenunddreißig und benimmt sich fallweise auch so.

Und ich bin die Älteste und benehme mich fallweise auch so. So viel zu dem.

Die Vorgeschichte
kommt irgendwann. Am besten scheibchenweise.

Und wie es weitergeht – ab jetzt!
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hier fehlt was;-)

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