morgensport
ich kenne wirklich viele sportliche behinderte. das ist gar nicht so selbstverständlich - schließlich stellen die - insbesondere bei wettkämpfen - ihren versehrten körper förmlich zur schau und das will auch nicht jeder oder jede. nicht einmal unversehrt.
auf einer messe habe ich einmal drei tage lang einen preis ausgesetzt für den ersten nicht-behinderten, der aus einem sportrollstuhl und aus dem sitzen einen basketball im korb versenkt. den preis nahm ich am ende wieder mit. jedenfalls ist der prozentsatz derer, die sport regel- oder sogar wettkampfmäßig betreiben nicht extrem hoch. egal ob behindert oder nicht behindert.
die stadt wien und insbesondere die wiener verkehrsbetriebe dürften das aber ganz anders sehen. zum beispiel bauen sie gerne u-bahn-stationen ohne jede rampe. eigentlich prinzipiell. dafür gibt es in den meisten - auch ganz neuen stationen - dann auch einen lift (genau einen, genau am anderen ende). oft genug ist ebendieser einzige aufzug auch noch außer betrieb.
es ist auch sehr fein, eine fußgängerbrücke, die recht bequem war, für zwei jahre ersatzlos abzureißen. dort ist der oder die behinderte dann nur auf einen allgemein zugänglichen lift, der ständig von irgendwelchen idioten demoliert wird, angewiesen.
das sind nicht etwa die erfahrungen der letzten drei jahre oder monate, nein, das hab ich alles gestern in einer halben stunde erlebt. und obwohl ich doch gar nicht behindert bin, ist mir das irgendwie auch recht unangenehm aufgefallen.
ps: und was sagt man zu einem offensichtlich physisch gesunden herren, der - auf einer leider recht wenig frequentierten u-bahn-station - beim anblick einer den kinderwagen treppab zu schleppen beginnenden altmutter gerade noch nicht schreiend, aber auf jeden fall schleunigst davon läuft? für den können die wiener linien aber nichts.
auf einer messe habe ich einmal drei tage lang einen preis ausgesetzt für den ersten nicht-behinderten, der aus einem sportrollstuhl und aus dem sitzen einen basketball im korb versenkt. den preis nahm ich am ende wieder mit. jedenfalls ist der prozentsatz derer, die sport regel- oder sogar wettkampfmäßig betreiben nicht extrem hoch. egal ob behindert oder nicht behindert.
die stadt wien und insbesondere die wiener verkehrsbetriebe dürften das aber ganz anders sehen. zum beispiel bauen sie gerne u-bahn-stationen ohne jede rampe. eigentlich prinzipiell. dafür gibt es in den meisten - auch ganz neuen stationen - dann auch einen lift (genau einen, genau am anderen ende). oft genug ist ebendieser einzige aufzug auch noch außer betrieb.
es ist auch sehr fein, eine fußgängerbrücke, die recht bequem war, für zwei jahre ersatzlos abzureißen. dort ist der oder die behinderte dann nur auf einen allgemein zugänglichen lift, der ständig von irgendwelchen idioten demoliert wird, angewiesen.
das sind nicht etwa die erfahrungen der letzten drei jahre oder monate, nein, das hab ich alles gestern in einer halben stunde erlebt. und obwohl ich doch gar nicht behindert bin, ist mir das irgendwie auch recht unangenehm aufgefallen.
ps: und was sagt man zu einem offensichtlich physisch gesunden herren, der - auf einer leider recht wenig frequentierten u-bahn-station - beim anblick einer den kinderwagen treppab zu schleppen beginnenden altmutter gerade noch nicht schreiend, aber auf jeden fall schleunigst davon läuft? für den können die wiener linien aber nichts.
la-mamma - 3. Mär, 12:28
12 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
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walküre - 3. Mär, 15:31
Verflucht habe ich während meiner Kinderwagenschiebezeit auch jene Autofahrer, die halb auf der Straße, halb auf dem Gehsteig zu parken pflegen - genau so, dass mit dem Kinderwagen (oder auch einem Rollstuhl) kein Durchkommen mehr ist.
Sternenstaub - 3. Mär, 18:08
aber ich hab die grad gesponsert, vielleicht wird ja mit dem Geld endlich der eine oder andere Lift repariert ;)))
la-mamma - 4. Mär, 09:07
das war sehr edel von dir. und in anbetracht der höhe auch sehr großzügig!
Jossele - 3. Mär, 19:15
Kinderwagen ist ja nicht gleich Behinderung!
Nichtsdestoweniger haben zu viele Stadtplaner die Möglichkeit einen solchen vor sich her zu schieben sowas von komplett aus den Möglichkeiten ausgeblendet, dass es schon ein bisserl weh tut.
Nichtsdestoweniger haben zu viele Stadtplaner die Möglichkeit einen solchen vor sich her zu schieben sowas von komplett aus den Möglichkeiten ausgeblendet, dass es schon ein bisserl weh tut.
la-mamma - 4. Mär, 09:05
natürlich ist kinderwagen nicht gleich behinderung!
im gegenteil - da musst du schon ein sehr sportlicher rollifahrer sein, um so lange, steile treppen alleine bewältigen zu können. und genau deshalb sieht man auch praktisch keine alleine in den öffis. und auch das ist absolut nicht in ordnung. (ich bin halt auch deshalb ein bisschen bei dem thema sensibilisiert, weil der erste satz zutrifft - meine vereinsfunktionen (...) hab ich zum großteil im behindertensport ausgeübt)
das da oben war auch bitterböser humor - aber irgendwie drück ich mich im moment (siehe diskussion beim vorigen zugegebenerweise besonders kryptisch formulierten beitrag) ned recht klar aus ...
das da oben war auch bitterböser humor - aber irgendwie drück ich mich im moment (siehe diskussion beim vorigen zugegebenerweise besonders kryptisch formulierten beitrag) ned recht klar aus ...
schreiben wie atmen - 3. Mär, 22:19
Oh yeah...
dazu kann ich hier nur den Spruch meiner Rollstuhl fahrenden Freundin beisteuern: "Behindert ist man nicht, behindert wird man". Wo sie recht hat, hat sie recht...
la-mamma - 4. Mär, 09:09
so ist es - und
da gab es auch einmal eine superkarikatur dazu - die ich leider verloren habe - ein im rollstuhl sitzender, der von lauter tauen und seilen "gehalten" wird - mit genau dem spruch darunter.
kraM - 7. Mär, 11:23
ich muss ja zugeben, dass ich jeder 10. kinderwagenfahrerin auch mal keine hilfe anbiete, weil ich mir vorkomme, als wäre ich immer der einzige unter den 1000leuten da und meine zeit es auch nicht immer erlaubt. aber ich gebe mir mühe. ;) bei uns an der ubahn ist der lift nämlich auch grundsätzlich außer betrieb. die station wird nun umgebaut und interessanterweise bei dem riesigen umbauvorhaben nichtmal voll behindertengerecht. dabei wäre es doch so einfach. Oo
la-mamma - 7. Mär, 19:10
bist du etwa in köln daheim?;-)
kraM - 7. Mär, 22:28
nein hamburg. ;)
kraM - 13. Mär, 16:10
also wenn ich infos über freie wohnungen in hamburg hätte, würde ich sie meistbietend verkaufen. das wäre ein riesengeschäft. ^^ (nein sorry, ich wüsste da nichts.
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