MadProfessor - 8. Jul, 09:17

mmhh

ist ja ein ziemlich vielschichtiges Thema, wo mehrere Bücher damit locker gefüllt werden können.
Auf persönlicher Ebene: wenn ich je ein erziehungskonzept hatte, dann am ehesten überzeugen statt überreden - na Bitte, das ist schon mehr, als was die meisten von uns haben. Ich gestehe - ich versuche es bei den Kindern allzuoft mit der Brechstange. Natürlich auch aus Inkonsequenz. Wurde zuvor vieles "gutgeheissen" (oder wurde der "gewisse" Punkt überschritten), dann muss später schon sehr "bestimmt" darauf hingewiesen werden, dass jetzt Schluss sei.

Zum Konzept antiautortäre Erziehung: ist das andere Extrem von dem wir und die Generationen davor zu leiden hatten (800 Jahre Habsburger-Katholiszismus steckt praktisch in unseren Genen - brrr).
Ich glaube Kinder sind schon dankbar, wenn es eine "Ordnungsmacht" gibt, die den Weg vorgibt.
Im Grossen und Ganzen - aber selbst da gibt es nicht unbedingt ein allgemeingültiges Konzept. Was für ein Kind gut ist, muss für ein anderes nicht gelten. Gilt auch z.B. für die Montessori - und Waldorfpädagogik.

Im allgemeinen: die meisten von uns reagieren bei bestimmten Autoritätsfiguren gleich. Nichts ist lächerlicher, als eine Person, die sich auf eine Autorität "ohne Basis" beruft. Nichts ruft mehr eine Rebellion hervor als ein starres Autoritätskonstrukt. Dazu wurden bestimmte "Ventile" entwickelt und zugelassen. Dazu gehören der Karneval, der Kasperl, die Comedia dell Arte und der Supersheriff von den Dradiwaberl.

Zum Arbeitsstil: Ich weiss nicht, ob das ein gutes Konzept ist - mein Vorgesetzter beruft vor wichtigen Entscheidungen eine Sitzung ein, fragt in die Runde um Meinungen und entscheidet dann meistens (wenn nicht gewichtige Argumente fallen) nach einer schon im Voraus gebildeten Meinung ;-).

Thema Autorität in Beziehungen:
Egal ob in Zweier- oder grösseren Beziehungen (z.B. ein Bandgefüge oder in Grossfamilien) - vielleicht stammt der Mensch nicht vom Affen sondern vom Wolf ab ? Wobei die Hackordnung sogar innerhalb der Geschlechter unterschiedlich abläuft.
Interessanterweise gibt bei Grossfamilien oft die Grossmutter das Kommando. In klassischen Kleinfamilien gibt innerhalb der Familie die Frau ebenso das Kommando, ausserhalb dessen repräsentiert der Mann die Familie (also bei einem orientalischen System).
Oft gibt es den Wunsch, dass diese alten Strukturen wieder gelten sollten, damit überhaupt irgendwelche Strukturen da sind (damit Machtkämpfen vermieden werden können).
In der Kriegsgeneration wie auch z.B. bei meinen Schwiegereltern fügt sich der Mann der Frau, obwohl sie eigentlich ziemlich von Ihm abhängig ist (vielleicht eine kluge psychologische Entscheidung ?).
In unserer Generation ist es wesentlich schwieriger: schliesslich soll ja ein wesentlich demokratischeres Konzept als Basis dienen, die Frau hat zumeist ein eigenes Einkommen - kurz und gut, es gibt zwei gleich starke Partner.
Das kann dazu führen (kenn ich aus Schilderungen), dass ein Paar beim Einkauf von Möbeln Monate braucht, da alle Gedanken abgewogen werden, alles durchargumentiert wird und dann wieder alles verworfen wird. Also so ähnlich wie bei endlosen Plenumsdiskussionen in den 70-er WG`s.
Auch in meiner Beziehung gibt es unaufhörliche Machtkämpfe. Bis jetzt haben wir es nicht geschafft, eine Struktur zu bilden bzw. Einflussbereiche festzulegen, was zu wem gehört. Oft kommt es da zu Verletzungen eines "unausgesprochenen Einflussbereichs", was dann wieder zu Konflikten führt.
Klassisch wäre: die Technik gehört dem Mann, die Wohnungsausstattung zur Frau - verdammt - funktioniert auch nicht bei uns. Wir mischen uns einfach überall ein ...


la-mamma - 8. Jul, 22:01

ad beziehungen:

ob aufteilen von einflußbereichen hilft, bezweifle ich irgendwie auch, das klingt so nach regeln, die einer aufstellt, und die der andere dann nicht einhält ...
und die endlosdiskussionen, die hab ich auch einmal kennengelernt - in meiner katastrophalsten beziehung überhaupt. dass das heute schon das zweite mal, dass ich mich an die erinnere, gibt mir jetzt schon irgendwie zu denken;-)
creature - 8. Jul, 22:06

ordnung und struktur hat mit autorität meiner meinung wenig gemeinsam.
im verkehr gibts regeln, ohne diese hätten wir chaos auf den strassen. diese art von struktur und regeln finde ich hilfreich und ebenso die autorität der polizei über ihre einhaltung.
was ich nicht mag sind die machtspielchen unter menschen, das ist die falsche autorität, eine autorität die auf angst aufbaut und gewalt darf nicht einfach hingenommen werden.

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