ehrlichkeit mal drei
frau araxe hat mich grad drauf gebracht, die geschichte meiner mehrfachen glücksfälle zu erzählen.
das erste mal: es gab bei uns ein eher berüchtigtes einkaufszentrum in einem eher scheußlichen bezirk, fragen sie mich nicht, warum ich vor x jahren ausgerechnet dort mit einem kollegen irgendwelche großeinkäufe tätigte. wir fuhren gemeinsam mit meinem auto, zum dank fürs mitnehmen gab es für mich noch einen kaffee vor dem supermarkt. erst vor meiner haustüre fiel mir auf, dass ich zwar sämtliche einkaufssackerl, nicht aber meine handtasche samt schlüsseln, geld und allem, was sich halt sonst so in einer damenhandtasche staut, mitgenommen hatte. da wir erst nach büroschluss aufgebrochen waren und ich wusste, dass sich ein zurückfahren bis vor geschäftsschluss wohl keineswegs ausgehen würde, bin ich in die firma gefahren, um wenigstens telefonieren zu können. (jaja, es gab eine zeit, da gab es keine handys). war nicht leicht, jemandem im supermarkt dazu zu bringen, die handtasche zu suchen - und gefunden wurde sie zunächst einmal auch nicht. ob ich nachher noch wo gewesen wäre? ja, im kaffeehaus davor. und die nummer hätten sie auch. und dort hatte die kellnerin meine tasche sicher gestellt ... wenn man weiß, wie überrannt dieses einkaufszentrum war, und wie viel los in diesem café davor war, eine echte leistung. einen finderlohn musste ich der kellerin am nächsten tag richtiggehend aufdrängen.
das zweite mal: kind_1 war so ungefähr vier, als wir einen der seltenen ausflüge mit dem kindsvater_1 in ein greifvogelzentrum in der nähe von wien machten. ich weiß nicht mehr, warum ich am heimweg unbedingt noch einmal ein foto machen mussten, jedenfalls stiegen wir alle aus dem auto aus, erledigten das, stiegen alle wieder ein - samt fotoapparat natürlich - aber leider nicht samt meiner handtasche samt schlüsseln, geld und allem, was sich halt sonst so in einer damenhandtasche staut. das mit dem aufsperren war diesmal einfacher, allerdings sind wir dann sofort zruück gefahren - und da stand keine handtasche mehr. zwei stunden später läutete das telefon: die herrschaften entschuldigten sich (!), dass sie noch essen gegangen waren, aber sie hätten sich gedacht, dass es besser wäre, die von ihnen gerade gefundene handtasche nach wien mitzunehmen und über meine visitkarten seien sie jetzt zu meiner telefonnumer ... - ob ich die tasche gleich holen wolle, es wäre eh nicht so weit? diesmal kam ich gleich mit blumenstrauß hin, was gut war, denn diese unglaublich netten leute ließen sich wirklich keinen finderlohn aufdrängen.
das dritte mal: kind_1 und ich fahren gerne autodrom. das ist so ziemlich das einzige vergnügen (außer mich in labyrinthen zu verirren), das ich im prater überhaupt aushalte. diesmal kam ich mit meiner handtasche samt fast allem, was sich halt in einer damenhandtasche so staut, nach hause, brachte das kind zu bett und ging am nächsten tag wie gewohnt zur arbeit. mitten am vormittag ein anruf der "vergnügungsbetriebe xy". bei mir rufen ständig irgendwelche firmen an , meine frage, womit ich helfen könnte, wurde etwas ungewöhnlich beantwortet. "vermissen sie nix?" "äh nein". "sie sind frau l-m oder? wir hätten da eine geldbörse ...". die war mir herausgerutscht - im autodrom - und ich hatte es bis dahin noch nicht einmal bemerkt. der mann, der die autos zusammenschiebt, hatte es gesehen - und sichergestellt. einen finderlohn musste ich auch ihm richtiggehend aufdrängen. das sei doch selbstverständlich gewesen, sagte der mann, der die autos zusammenschiebt, in eher gebrochenem deutsch. nein, das war es nicht. ganz und gar nicht, finde ich.
das erste mal: es gab bei uns ein eher berüchtigtes einkaufszentrum in einem eher scheußlichen bezirk, fragen sie mich nicht, warum ich vor x jahren ausgerechnet dort mit einem kollegen irgendwelche großeinkäufe tätigte. wir fuhren gemeinsam mit meinem auto, zum dank fürs mitnehmen gab es für mich noch einen kaffee vor dem supermarkt. erst vor meiner haustüre fiel mir auf, dass ich zwar sämtliche einkaufssackerl, nicht aber meine handtasche samt schlüsseln, geld und allem, was sich halt sonst so in einer damenhandtasche staut, mitgenommen hatte. da wir erst nach büroschluss aufgebrochen waren und ich wusste, dass sich ein zurückfahren bis vor geschäftsschluss wohl keineswegs ausgehen würde, bin ich in die firma gefahren, um wenigstens telefonieren zu können. (jaja, es gab eine zeit, da gab es keine handys). war nicht leicht, jemandem im supermarkt dazu zu bringen, die handtasche zu suchen - und gefunden wurde sie zunächst einmal auch nicht. ob ich nachher noch wo gewesen wäre? ja, im kaffeehaus davor. und die nummer hätten sie auch. und dort hatte die kellnerin meine tasche sicher gestellt ... wenn man weiß, wie überrannt dieses einkaufszentrum war, und wie viel los in diesem café davor war, eine echte leistung. einen finderlohn musste ich der kellerin am nächsten tag richtiggehend aufdrängen.
das zweite mal: kind_1 war so ungefähr vier, als wir einen der seltenen ausflüge mit dem kindsvater_1 in ein greifvogelzentrum in der nähe von wien machten. ich weiß nicht mehr, warum ich am heimweg unbedingt noch einmal ein foto machen mussten, jedenfalls stiegen wir alle aus dem auto aus, erledigten das, stiegen alle wieder ein - samt fotoapparat natürlich - aber leider nicht samt meiner handtasche samt schlüsseln, geld und allem, was sich halt sonst so in einer damenhandtasche staut. das mit dem aufsperren war diesmal einfacher, allerdings sind wir dann sofort zruück gefahren - und da stand keine handtasche mehr. zwei stunden später läutete das telefon: die herrschaften entschuldigten sich (!), dass sie noch essen gegangen waren, aber sie hätten sich gedacht, dass es besser wäre, die von ihnen gerade gefundene handtasche nach wien mitzunehmen und über meine visitkarten seien sie jetzt zu meiner telefonnumer ... - ob ich die tasche gleich holen wolle, es wäre eh nicht so weit? diesmal kam ich gleich mit blumenstrauß hin, was gut war, denn diese unglaublich netten leute ließen sich wirklich keinen finderlohn aufdrängen.
das dritte mal: kind_1 und ich fahren gerne autodrom. das ist so ziemlich das einzige vergnügen (außer mich in labyrinthen zu verirren), das ich im prater überhaupt aushalte. diesmal kam ich mit meiner handtasche samt fast allem, was sich halt in einer damenhandtasche so staut, nach hause, brachte das kind zu bett und ging am nächsten tag wie gewohnt zur arbeit. mitten am vormittag ein anruf der "vergnügungsbetriebe xy". bei mir rufen ständig irgendwelche firmen an , meine frage, womit ich helfen könnte, wurde etwas ungewöhnlich beantwortet. "vermissen sie nix?" "äh nein". "sie sind frau l-m oder? wir hätten da eine geldbörse ...". die war mir herausgerutscht - im autodrom - und ich hatte es bis dahin noch nicht einmal bemerkt. der mann, der die autos zusammenschiebt, hatte es gesehen - und sichergestellt. einen finderlohn musste ich auch ihm richtiggehend aufdrängen. das sei doch selbstverständlich gewesen, sagte der mann, der die autos zusammenschiebt, in eher gebrochenem deutsch. nein, das war es nicht. ganz und gar nicht, finde ich.
la-mamma - 18. Dez, 13:40
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1207 mal angeklickt. oder gar gelesen?
C. Araxe - 18. Dez, 19:48
Man könnte jetzt meinen, dass es in Ö bzw. Wien grundehrlich zugeht. Meine Erfahrung sieht allerdings aus und so stand ich damals nur mit dem da, was ich auf dem Leib trug. (Am Leib trug ich zumindest immerhin die allerwichtigsten Sachen.) Ich glaube eher, dass Sie einfach sehr viel Glück haben und habe diesbezüglich ja auch schon meine Vermutungen.
la-mamma - 19. Dez, 15:20
ich hoffe, ihre kümmernisse sind jetzt endgültig verjährt! PS: und mir tut es heute noch leid, dass ich mich bei der letzten wiederholung (also nicht des unbills, sondern des aufenthalts) am anderen ende von ö befunden habe!
rosenherz - 21. Dez, 20:15
Glück gehabt, würde ich sagen.
Ich muss bei der Geschichte an die öst. Schriftstellerin Renate Welsh denken. Die schrieb ein Kinderbuch mit dem Titel "Vor Dieben wird gewarnt". In dem Zeitraum, in dem sie für das Buch recherchierte und am Manuskript arbeitete, wurde ihr 5 x die Geldbörse gestohlen. Worauf sie beschloss, nie wieder ein Buch zu so einem Thema zu schreiben, bei dem sie selbst zum Opfer werden könnte.
Ich muss bei der Geschichte an die öst. Schriftstellerin Renate Welsh denken. Die schrieb ein Kinderbuch mit dem Titel "Vor Dieben wird gewarnt". In dem Zeitraum, in dem sie für das Buch recherchierte und am Manuskript arbeitete, wurde ihr 5 x die Geldbörse gestohlen. Worauf sie beschloss, nie wieder ein Buch zu so einem Thema zu schreiben, bei dem sie selbst zum Opfer werden könnte.
la-mamma - 22. Dez, 10:23
ui, meinen sie, ich hab´s jetzt verschrien?;-)
bonanzaMARGOT - 22. Dez, 08:54
und wie oft hast du handtasche und/oder geldbörse liegen lassen oder verloren, ohne sie so einfach zurückzubekommen?
la-mamma - 22. Dez, 10:26
genau nie!
aber ein super-ps dazu:
genau einmal wurde mir meine geldbörse gestohlen. da traf ich mich mit einer freundin, wir wollten essen gehen und dann ins casino. erst beim zahlen im lokal hab ich bemerkt, dass meine geldbörse weg war. wir gingen damals öfter ins casino - mit der eisernen regel, keine bankomat- oder kreditkarte dabei zu haben. meine freundin hat mir dann geld geborgt - fürs essen und fürs spielen. am ende des abends hatte ich nach rückzahlung meiner schulden 800 schilling mehr als beim fortgehen;-)
aber ein super-ps dazu:
genau einmal wurde mir meine geldbörse gestohlen. da traf ich mich mit einer freundin, wir wollten essen gehen und dann ins casino. erst beim zahlen im lokal hab ich bemerkt, dass meine geldbörse weg war. wir gingen damals öfter ins casino - mit der eisernen regel, keine bankomat- oder kreditkarte dabei zu haben. meine freundin hat mir dann geld geborgt - fürs essen und fürs spielen. am ende des abends hatte ich nach rückzahlung meiner schulden 800 schilling mehr als beim fortgehen;-)
bonanzaMARGOT - 22. Dez, 11:40
aber den gewinn hättest du auch ohne das von deiner freundin geborgte geld mit deinem eigenen bekommen können. freilich waren die 800 schilling ein schöner trost für den gestohlenen geldbeutel.
ich bin immer skeptisch, wenn man zu viel glück hat. das könnte dann auch mal in eine phase kippen, wo man nur noch pech hat.
ich bin immer skeptisch, wenn man zu viel glück hat. das könnte dann auch mal in eine phase kippen, wo man nur noch pech hat.
la-mamma - 22. Dez, 12:09
lach, natürlich, aber so will ich das nicht sehen!
und ich hab natürlich auch schon schlimme zeiten (oder eher jahre) gehabt, allerdings war da nie geld das problem ...
und ich hab natürlich auch schon schlimme zeiten (oder eher jahre) gehabt, allerdings war da nie geld das problem ...
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