Sonntag, 21. März 2010

die kritische größe

beim im sommer auf der wiese liegen, beim im winter auf der hütte sitzen, beim im herbst in einem seminar was lernen, beim im frühling im park picknicken -

die kritische größe muss irgendwo zwischen acht und zehn liegen - ab da ist der oder die nervensägerich sozusagen auch statistisch zwangsläufig inkludiert.

unser sommergneißer (männlich) stellt sich zum beispiel stundenlang reihum vor jeden anderen badegast und spricht mit dem aktuellen opfer so laut, dass es natürlich alle anderen auch hören. und verzapft dabei so viel blödsinn, dass der h. schon bei seinem anblick in hundert metern entfernung ziemlich hektisch nach dem ei-irgendwas kramt. manchmal hat er den aber vergessen.

die seminarexemplare sitzen wiederum immer ganz links vorne und tragen entweder die allerausgiebigsten nicht ganz passenden erfahrungsberichte ungefragt vor oder sprechen sozusagen mit jeder/m trainerIn permanent laut mit.

die heutige frühlingsdame wiederum gehörte zur kategorie derer, die jedes gespräch an sich reißen, wobei alle anderen immer viel zu hilflos-höflich sind, das in irgendeiner form zu unterbinden. ganz egal, wie uninteressant das ist, was da erzählt oder behauptet wird. besonderes kennzeichen: häufige verwendung von vornamen, die das bis vor drei minuten völlig unbekannte gegenüber keinesfalls irgendwie einordnen kann. und ganz viele moralische urteile ...

wobei ich das natürlich positiv sehe: von ungefähr zehn leuten sind können also neun wirklich nett sein.
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Samstag, 20. März 2010

seid ihr spontan?

vor zwei wochen hab ich das picknick im park ja wegen des letzten wintereinbruchs verworfen - aber heute hab ich meine meinung geändert!

wir planen morgen am späteren vormittag/gegen mittag einzutreffen!
und wer uns dort treffen mag:
ihr erkennt uns am schwarzgrauen kinderwagen mit den rosa streifen.
oder am h. mit den langen blonden haaren.
oder an mir mit den langen nicht ganz so blonden haaren.

oder ihr kennt uns eh schon;-)
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Freitag, 19. März 2010

auch eine sichtweise ...

unlängst saß ich bei meinen eltern (im alter von 70 und 80) und meiner tante (grad dazwischen mit 75) und lauschte ihren immer währenden klagen.
wobei ich mir durchaus zutraue, respekt und verständnis aufzubringen. zum beispiel wenn sie über ihre gar nicht angenehmen krankheiten sprechen.

andererseits ist es ja nun auch nicht so, dass bei uns in österreich die normalen "asvg-pensionisten" (also keine beamten im ruhestand, sondern "der rest") mit ihren pensionen (für d: renten) das reinste prasserleben führen könnten. deshalb folgten im anschluss ans krankheitsthema variierte klagen über die erhöhung der krankenversicherungsbeiträge für die senioren. und über die zu geringfügige erhöhung der pensionsbeträge.

auch wenn mir klar ist, dass nie wieder eine generation so lang und so viel pension beziehen wird können, konnte ich zumindest die lamentos ein wenig verstehen. bis dann meine mutter von sich gab: "und dabei erhalten wir ja schließlich das ganze system!"
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Donnerstag, 18. März 2010

der klarinettist kann nichts dafür,

der war ganz großartig gestern.
und nachdem ich mich davon erholt habe, dass er der zwillingsbruder meines fürchterlichsten exfreundes sein könnte, hab ich das konzert auch richtig genossen.

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Dienstag, 16. März 2010

sehr eigenartig

auf einem fest fragte mich eine mir unbekannte andere anwesende mutter eines etwas größeren ca. 2jährigen kindes, ob ihr kleiner nicht auch ein wenig an meiner brust saugen dürfte.
ich sagte ihr, dass ich das nicht wolle, sie insistierte aber darauf, dass sie erst am vortag eine andere "leistungsträgerin" um dasselbe gebeten hätte und die hätte sich nicht so angestellt wie ich.
ich blieb bei meinem nein, die frau wurde immer lauter. ich bekam ein richtig schlechtes gewissen, weil ich das gefühl hatte, der gastgeberin die party zu verderben, insbesondere als die frau dann ziemlich beleidigt hinaus und zu ihrem auto lief.

nach diesem doch eher albartigen traum las ich dann, dass wir im schlaf stark davon beeinflusst werden, was wir gerade riechen. muss ich den h. einmal fragen, was ER in letzter zeit so in der nacht erlebt ...
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Sonntag, 14. März 2010

anwar

mein beitrag zur integrationsdebatte, teil 3
anwar wurde als zehntes von zehn kindern in syrien geboren. er sei seinen eltern ausgesprochen dankbar, erzählte er uns bei einem ausgezeichneten wein und der wasserpfeife am späteren abend in seinem kleinen zimmer im studentenheim - seine eltern hätten es nämlich irgendwie geschafft, ihn als einziges ihrer kinder so lang wie möglich zur schule gehen zu lassen und seinen ersten universitätsabschluss hätte er auch schon in syrien gemacht.

in münchen hätte er dann das ganze technikstudium wiederholt, das sehe er natürlich ein, die inhalte seien einfach zu verschieden. in dresden sei er jetzt auch schon ein paar jahre, er forsche an irgendwas mit muttermilch* und habilitiere sich gerade darüber. leider in der medizin, da könne man das aber in deutschland nur, wenn man vorher auch medizin studiert hätte, das sehe er natürlich ein und das hätte er vor kurzem schnell erledigt.

wir lernten anwar kennen, als wir eine woche durch deutschland gondeln mussten. (aber das ist eine ganz andere geschichte). das ganze land im eurofieber - wir bekamen ein ausgezeichnetes syrisches abendessen und wurden gebeten uns doch bitte mit ihm das match (deutschland spielte an dem tag) mit ihm anzusehen. als unser aller gastgeberland verlor, war anwars trauer zwar nicht grenzenlos, aber deutlich merkbar.

nein, er sei kein moslem mehr, erklärte er uns - er verabscheue alle religionen zutiefst. bei ihm hätte das aber - abgesehen vom generellen unbehagen - noch einen sehr speziellen grund. er habe uns die sehenswürdigkeiten von dresden ja schon in seiner ausführlichen, liebevoll erstellten mappe gezeigt - die sei aber gar nicht von ihm angefangen worden, sondern von seiner deutschen ex-freundin, einer architektin. um die es ihm so unendlich leid täte, er habe sie vor über einem jahr verloren.

kennen gelernt hätte er sie als studentin, ihre eltern hätten ihn quasi schon als schwiegersohn behandelt, und sie seien sehr glücklich miteinander gewesen. es sei schwer für junge architektinnen einen job zu finden, sie hätte lange gesucht. bis sie ein angebot in frankfurt bekommen hätte - eines, das sie zunächst keinesfalls annehmen wollte. denn die auftraggeber wären zeugen jehovas gewesen. sie hätten lange drüber diskutiert, sie hätte sich über diese sekte noch richtig lustig gemacht - und irgendwann beschlossen, dass sie sich die ablehnung eigentlich nicht leisten konnte. also eine fernbeziehung - sie würden das schon schaffen. und sie würde ja wohl kaum als architektin den seltsamen glauben ihrer auftraggeber übernehmen müssen, blödelte sie noch.

monate später seien die telefonate schon sehr kurz ausgefallen, die wiedersehen seien sehr spärlich gewesen und irgendwann hätte sie ihm gestanden, dass sie sich einerseits in ein mitglied der zeugen jehovas verliebt hätte und andererseits nun auch ihr leben radikal im sinne dieser gemeinschaft ändern wolle. ab und zu sei er wenigstens noch bei ihren eltern eingeladen.




* die erklärung war natürlich viel exakter und ausführlicher, aber ich hab sie damals schon nicht genau verstanden und mittlerweile gründlich vergessen.
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Montag, 8. März 2010

meine neue enthaltsamkeit

ist noch ein wenig ungewohnt. aber im letzten monat habe ich ein buch nach fünf seiten verworfen und beim zweiten begonnenen - und deutlich besseren - bin ich immerhin bereits auf seite 20. es scheint übrigens sehr spannend zu werden.
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Samstag, 6. März 2010

adults only!!!

nix genaueres weiß ich nicht, aber rein nach dem bisherigen schaffen: soll ich in seinem nächsten film mitspielen? - ich erwäge noch;-)

Nude Not from Lundoxia on Vimeo.

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hier fehlt was;-)

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