weit entfernt davon, überhaupt zu wissen, wer gestern wo eingenetzt haben könnte, hab ich ein viel damenhafteres programm absolviert:
seit ungefähr einem jahr als vages vorhaben geplant, hab ich gestern - ganz ohne hilfreichen arm einer freundin - ganz einfach ganz allein eine veranstaltung eines frauennetzwerkes aufgesucht.
also dort war ich natürlich nicht ganz allein: die mir bis gestern ebenfalls nicht bekannte vortragende, scheint eine art zugpferd zu sein, jedenfalls hat sie - wenn auch nix besonders neues oder dramatisches - selbiges höchst professionell und amüsant vor zahlreich erschienenem publikum vorgetragen.
ich weiß jetzt zum beispiel, dass man arbeit nicht als "milde krankheit" betrachten sollte - so nach dem motto: es tut ja ned wirklich weh, aber so recht angenehm ist es wiederum auch ned ...
und wieviel cm ikea-band mir von meiner lebenszeit übrig bleiben, um ab morgen zufriedener als zufrieden zu werden ...
meine sitznachbarin wollte ich in unmittelbarem anschluss an die präsentation mit der IMMER zutreffenden bemerkung erheitern, dass die zweite wortmeldung "danach" immer vollkommen unnötig ist. ich bin mir nicht sicher, ob sie mich gleich verstanden hat, aber nachdem eben dieser herr (ja - es gab auch ungefähr fünf männliche wesen!) für seine nichtssagende aussage auch noch besonders lange brauchte, hatte ich dann schon die erste nicht mehr ganz so unbekannte.
nach dem vortrag haben einander vielleicht am nicht-stallgeruch erkennbar noch ein paar andere - durchaus extravertiertere - novizinnen und ich (gestern in mittelschüchtern gestimmt) so spontan zusammengefunden, dass ich mich
a) aufrichtig freue, wenn ich genau die - jetzt aber geplanterweise - wiedersehe
und
b) nach dem gelungenen einstand ziemlich sicher wieder in dieses docht recht reale netz begeben werde. man kann ja nie wissen;-)
la-mamma - 18. Sep, 20:46
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diese woche habe ich warten geübt:
im unfallkrankenhaus.
im allgemeinen krankenhaus.
an der busstation, deren verlegung mir entgangen ist.
außerdem eingestreut:
warten aufs (wieder) einschlafen.
warten aufs essen.
waren auf einen anruf.
warten auf einen aufzug.
warten an der supermarktkassa.
warten auf die netzwerkverbindung.
warten auf eine entschuldigung.
la-mamma - 17. Sep, 17:05
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hab ich den zollwachebeamten an der tschechisch-österreichischen grenze heute mit solcher inbrunst und in derartig entrüstetem tonfall erklärt, dass die einerseits sofort annahmen, dass es sich bei mir quasi um eine militante nichtraucherin von geburt an handelt, andererseits umgehend von einer durchsuchung des wagens absahen.
wenn ich das schon früher so überzeugend gekonnt hätte!;-)
la-mamma - 13. Sep, 19:39
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fand ich übrigens in letzter zeit
"inglorious basterds". es waren ja schon die kritiken höchst widersprüchlich, hier mein senf dazu: ich fand den film weder witzig, noch spannend, noch besonders intelligent. das schien aber irgendwie die intention des ganzen gewesen zu sein. ausgezeichnet waren die schauspielerInnen - nur - das reicht (mir) schlicht nicht.
wer´s nicht kennt und wer sich etwas viel besseres, lustigeres und klügeres ansehen will, dem sei stattdessen
"sein oder nicht sein( - heil hamlet)" aus dem jahr 1942(!) ans herz gelegt.
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ich sudere jetzt nicht darüber, dass ich beim greißler ums eck gerade 4 euro 40 für einen liter milch und 10 dag schinken bezahlt habe. ich lasse auch niemanden ausrechnen, was somit ein blatt schinken, zieht man die 1,29 für die milch ab, in schilling gekostet hätte. nein, das wird ein ganz ernsthafter, subjektiver beitrag zum schulanfang.
wir waren in der siebten und achten klasse ganze 16 schülerInnen, wir galten als äußerst kreativ und angenehm - kurz und gut: wenn bei uns ein lehrer schwierigkeiten hatte, dann handelte es sich definitiv um eine berufsverfehlung. wir diskutierten etwa mit solcher freude im religionsunterricht, dass die abgemeldeten allen ernstes wieder da blieben, weil es so spannend war.
fünf von den sechzehn hatten auf jede mathematikschularbeit mindestens ein gut, meistens eher ein sehr gut. der rest hatte ein knappes genügend und jedes zweite mal genügte es eher nicht. die mathematikprofessorin verzweifelte: fünfen reichten ihre erklärungen immer, fünf versuchten den anderen elf in liebevoller kleinarbeit den nachhilfeunterricht zu ersparen.
es nützte alles nichts, unsere hochbegabung für alte sprachen, unsere besten aufsatzschreiberInnen, unsere begnadetsten theaterspielerInnen, die eine unserer zwei späteren universitätsprofessorinnen, die drei, die musiker wurden, die bestens von ihrem beruf leben können, die drei späteren ärzte und der jurist - sie alle hatten einfach kein talent für mathematik.
zwei ließen sich allerdings nicht davon abhalten, mathematik zu studieren - in der anscheinend doch wiederum nicht immer unbegründeten hoffnung, dass es auch auf gute erklärungen und motivation ankommen könnte. teils, teils, würde ich sagen, zwanzig jahre und vier berufswechsel später;-)
ps - weil´s grad passt - ein leicht lösbares rätsel:
die mutter wird in fünf jahren fünf mal so alt sein wie das kind. wie alt sind die beiden heute - und was macht der vater im moment?
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der gitarrist hat mir den abend gerettet. wenn er nicht gespielt hat, hat er mir nämlich zuvorkommenderweise seinen stuhl gebracht. jedesmal wieder. musiziert haben alle miteinander/hintereinander auch nicht schlecht, wobei ich mich nur an den bandnamen "neuro" erinnern kann. die klangen auch eher so.
erfreulich gut besucht war die veranstaltung, am besten allerdings zu dem zeitpunkt, als wir uns schon verabschiedeten. mit leggins unterm kleid hab ich mich sogar fast in den allgemeinen dresscode gefügt. nur das häkelhauberl muss ich erst produzieren.
der etwas unbeholfene moderator quälte sich durch die auktion, immerhin - kaum ein winziges bild, das nicht weggegangen wäre. aber schließlich handelte es sich ja auch um lauter "hochgradigste kunst" für den guten zweck.
und ich bin jetzt stolze besitzerin von "wing of freedom", leinen 5*5 cm, feder (krähe) und aluklebefolie, hergestellt von matthäus urch/loonyplanet, der sich trotz angegebener hp nicht so leicht finden lässt. dem allfälligen verleih sowie der veröffentlichung des werks hab ich auch noch extra zugestimmt ...
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frag ich mich, bei der traurigen frequenz an beiträgen und kommentaren nicht nur hier ...
na schau mer mal, ich bin ja eine treue seele, so im großen und ganzen, vielleicht wird´s ja wieder.
eins hab ich noch: morgen ist im fluc am abend eine versteigerung zugunsten von ute bock, bei der wir sozusagen zwangsläufig anwesend sein werden. vielleicht traut sich ja der ein oder unbekannte auf ein blind date?
ich wär die langhaarige brünette, die nix raucht und nix trinkt und schon ein bisschen schwanger aussieht;-)
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auf höhe westbahnhof vom ampelnachbarn am gürtel angegrinstlächelt, schaue ich ungefähr gleich freundlich retour. bisschen jung, aber durchaus ansehnlich scheint mir der junge mann im grauen mazda.
wir werden vom gleichen idioten geschnitten, haben die gleiche grüne welle, bleiben wieder nebeneinander stehen, möglicherweise schiele ich dieses mal sogar zuerst hinüber.
wir fahren den gürtel zu ende, wir queren beide in ungefähr gleichem tempo in den zwanzigsten. als der graue mazda dort, wo ich abbiege, auch abbiegt, denke ich: zufall. dann biege ich nochmal links ab, er nicht. als der graue mazda vor mir in MEINE garage einfährt, denke ich: blöder zufall. aber ich hab jetzt eh schon zeit zum bloggen;-)
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