mal was andres (14)
Manchmal behaupte ich beim Fortgehen, ich sei Schriftsteller. Nie will dann jemand etwas von mir, im Gegenteil, die Leute benehmen sich sogar besser. Anscheinend fühlen sie sich beobachtet.
Nur um einen kleinen Gefallen für einen Freund, es müsse sich um eine Lappalie handeln, bat mich Philipp am Telefon. Leider weiß Philipp, dass ich Anwalt bin.
Und dann schickt er mich zu diesem völlig abgedrehten Typen.
- Mit mir können Sie doch offen reden!
- Das tu ich doch.
- Also nochmals von vorne: Sie sind am Flughafen von einer Unbekannten angesprochen worden?
- Ja, das hab ich Ihnen doch schon erzählt.
- Und Sie fanden es normal, dass Sie mit Ihnen ins Auto gestiegen ist.
- Ja, fand ich. Eigentlich fand ich es aufregend.
- Sie haben die Nacht mit ihr im Haus Ihres Bruders verbracht und sind dann weiter nach Italien gefahren?
- Ja, hab ich, bin ich.
- Und dann ist sie Ihnen davon gelaufen? Ohne jede Erklärung?
- Ich dachte, ich hätte sie gekränkt.
- Und Ihr Auto war auch weg?
- Das habe ich angezeigt.
- Sie wissen also nicht, was die Dame transportiert hat?
- Nein, das weiß ich nicht.
- Und Sie wissen auch nicht, woher die Million Euro in Ihrem Kofferraum kommt?
- Nein, das weiß ich auch nicht.
- Die fehlt aber jetzt wahrscheinlich jemandem, oder?
Nachdem die italienische Polizei das Auto beschlagnahmt hat ...
- Muss wohl so sein.
- Und die Dame fehlt vielleicht auch jemandem, oder? Aber Sie kennen die Dame ja nicht und wissen nichts über das Geld?
- GENAU!
- Uff. Ich würde sagen, Sie bekennen sich einfach schuldig.
- WAS soll ich? Ich hab doch nichts getan!
- Ja stimmt, Sie haben nichts getan.
- Sie glauben mir auch nicht ... Könnten Sie nicht die Frau suchen?
- Ich bin Ihr Anwalt, kein Privatdetektiv. Mal davon abgesehen, dass ich nicht wüsste, wie ich die Gute finden sollte.
Das alles hat auch schon dem Untersuchungsrichter genauso erzählt. Und wieviel er so unterwegs ist. Und vor allem wo. Das kann ja heiter werden.
- Obwohl - ok, eines kann ich für Sie tun: Versuchen wir, uns das restliche Gepäck zu schicken zu lassen.
- Das war noch im Auto?
- War es nicht, aber jemand in Neapel hat im Müll zwei Koffer gefunden. Und abgegeben.
- In Neapel?
- Ja, ein pensionierter Staatsanwalt. Und der Müll liegt dort seit Wochen auf der Straße. Zuerst war er neugierig, dann war er korrekt. Und Sie haben Ihr Köfferchen ja sorgfältig beschriftet.
- Sagen Sie, sehen Sie eine Chance, dass ich hier bald herauskomme?
- Nicht wirklich, aber lassen Sie den Kopf nicht hängen.
Eigentlich ist er mir gar nicht unsympathisch.
Nur um einen kleinen Gefallen für einen Freund, es müsse sich um eine Lappalie handeln, bat mich Philipp am Telefon. Leider weiß Philipp, dass ich Anwalt bin.
Und dann schickt er mich zu diesem völlig abgedrehten Typen.
- Mit mir können Sie doch offen reden!
- Das tu ich doch.
- Also nochmals von vorne: Sie sind am Flughafen von einer Unbekannten angesprochen worden?
- Ja, das hab ich Ihnen doch schon erzählt.
- Und Sie fanden es normal, dass Sie mit Ihnen ins Auto gestiegen ist.
- Ja, fand ich. Eigentlich fand ich es aufregend.
- Sie haben die Nacht mit ihr im Haus Ihres Bruders verbracht und sind dann weiter nach Italien gefahren?
- Ja, hab ich, bin ich.
- Und dann ist sie Ihnen davon gelaufen? Ohne jede Erklärung?
- Ich dachte, ich hätte sie gekränkt.
- Und Ihr Auto war auch weg?
- Das habe ich angezeigt.
- Sie wissen also nicht, was die Dame transportiert hat?
- Nein, das weiß ich nicht.
- Und Sie wissen auch nicht, woher die Million Euro in Ihrem Kofferraum kommt?
- Nein, das weiß ich auch nicht.
- Die fehlt aber jetzt wahrscheinlich jemandem, oder?
Nachdem die italienische Polizei das Auto beschlagnahmt hat ...
- Muss wohl so sein.
- Und die Dame fehlt vielleicht auch jemandem, oder? Aber Sie kennen die Dame ja nicht und wissen nichts über das Geld?
- GENAU!
- Uff. Ich würde sagen, Sie bekennen sich einfach schuldig.
- WAS soll ich? Ich hab doch nichts getan!
- Ja stimmt, Sie haben nichts getan.
- Sie glauben mir auch nicht ... Könnten Sie nicht die Frau suchen?
- Ich bin Ihr Anwalt, kein Privatdetektiv. Mal davon abgesehen, dass ich nicht wüsste, wie ich die Gute finden sollte.
Das alles hat auch schon dem Untersuchungsrichter genauso erzählt. Und wieviel er so unterwegs ist. Und vor allem wo. Das kann ja heiter werden.
- Obwohl - ok, eines kann ich für Sie tun: Versuchen wir, uns das restliche Gepäck zu schicken zu lassen.
- Das war noch im Auto?
- War es nicht, aber jemand in Neapel hat im Müll zwei Koffer gefunden. Und abgegeben.
- In Neapel?
- Ja, ein pensionierter Staatsanwalt. Und der Müll liegt dort seit Wochen auf der Straße. Zuerst war er neugierig, dann war er korrekt. Und Sie haben Ihr Köfferchen ja sorgfältig beschriftet.
- Sagen Sie, sehen Sie eine Chance, dass ich hier bald herauskomme?
- Nicht wirklich, aber lassen Sie den Kopf nicht hängen.
Eigentlich ist er mir gar nicht unsympathisch.
la-mamma - 11. Aug, 08:00
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