ganz ruhig
gar nicht so selten fahren polizeiautos auf dem gehweg neben der donau, gleich da, wo ich wohne. beim spielplatz hat allerdings noch nie eins angehalten. die polizistin kam zu uns, einer zufälligen ansammlung von eltern und kindern, die den warmen abend noch nutzten. ob wir mitkommen und schauen könnten, wurden wir gebeten, vielleicht kenne ja einer das kind da.
ein wirklich noch sehr kleiner bub, sicher noch keine drei jahre alt, saß am rücksitz, schaute uns auch alle ganz ruhig an, sagte kein wort. nein, niemand hatte ihn je zuvor gesehen, wieso?
auf der brücke gleich daneben hätten sie ihn gefunden, aber schon vor stunden, anscheinend vermisse ihn keiner. und er hätte nichts gesagt, vielleicht wenn jemand in einer anderen sprache?
das kind sah uns weiterhin ruhig und ernst an. nicht einmal einen namen, nichts.
wenn jemand suchen würde, der solle den notruf wählen, ob wir das bitte ausrichten würden. gern hätten wir, aber es kam auch in der nächsten halben stunde keine mutter, kein vater, kein bruder.
unsere würden weinen und schreien, sagten die anderen eltern und ich. unsere würden wir aber auch nicht aus den augen lassen. der hätte auch noch keine zwei jahre alt sein können, meinte eine.
am ganzen heimweg hab ich alle in der umgebung angesehen, ob vielleicht jemand verzweifelt wirkte oder offensichtlich ein kind suchte. was machen die jetzt mit dem kind, fragte ich den h. glaubst du, dass ihn jemand absichtlich ausgesetzt hat? gleich neben der schnellstraße? fürsorge, pflegeeltern, die werden schon einen platz für ihn finden. vielleicht hat ja auch ein geschwister nicht aufgepasst und traute sich nicht, daheim gleich die wahrheit zu sagen.
das bild von dem stillen kleinen, das geht mir seither nicht aus dem kopf.
ein wirklich noch sehr kleiner bub, sicher noch keine drei jahre alt, saß am rücksitz, schaute uns auch alle ganz ruhig an, sagte kein wort. nein, niemand hatte ihn je zuvor gesehen, wieso?
auf der brücke gleich daneben hätten sie ihn gefunden, aber schon vor stunden, anscheinend vermisse ihn keiner. und er hätte nichts gesagt, vielleicht wenn jemand in einer anderen sprache?
das kind sah uns weiterhin ruhig und ernst an. nicht einmal einen namen, nichts.
wenn jemand suchen würde, der solle den notruf wählen, ob wir das bitte ausrichten würden. gern hätten wir, aber es kam auch in der nächsten halben stunde keine mutter, kein vater, kein bruder.
unsere würden weinen und schreien, sagten die anderen eltern und ich. unsere würden wir aber auch nicht aus den augen lassen. der hätte auch noch keine zwei jahre alt sein können, meinte eine.
am ganzen heimweg hab ich alle in der umgebung angesehen, ob vielleicht jemand verzweifelt wirkte oder offensichtlich ein kind suchte. was machen die jetzt mit dem kind, fragte ich den h. glaubst du, dass ihn jemand absichtlich ausgesetzt hat? gleich neben der schnellstraße? fürsorge, pflegeeltern, die werden schon einen platz für ihn finden. vielleicht hat ja auch ein geschwister nicht aufgepasst und traute sich nicht, daheim gleich die wahrheit zu sagen.
das bild von dem stillen kleinen, das geht mir seither nicht aus dem kopf.
la-mamma - 2. Apr, 11:15
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