nicht intim ...
Sehr geehrter Herr Dr. Bartl,
ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen überhaupt schreiben soll, aber da ich mich immer noch über Sie ärgere, möchte ich Ihnen nun doch gerne ein Feedback zu meinem letzten Besuch bei Ihnen geben:
Sie haben natürlich das Recht, Ihre Ansichten zu vertreten – die fanatische Art, in der Sie das tun, ist allerdings einer vertrauensvollen Kommunikation zwischen einem Arzt und einer Patientin – zumindest was mich betrifft - sehr abträglich. Ich wollte Sie nämlich etwas ganz anderes (in Bezug auf meinen aktuellen Gesundheitszustand) fragen, und dadurch, dass Sie Ihre Tirade gegen die Pille begonnen haben, ließen Sie mich gleich gar nicht mehr zu Wort kommen. Die gesamte Art Ihrer Argumentation halte ich auch immer noch für sehr fragwürdig. Was genau hätte ich zum Beispiel aus Ihrem Nebensatz über die aus wirtschaftlichen Gründen bei den Türkinnen beliebteren Methoden schließen sollen? Oder wozu haben Sie mir die illegalen Beschaffungsmöglichkeiten noch extra beschrieben – wenn Sie doch so dagegen sind? Ich hätte das vorher gar nicht gewusst … Auch dass Sie ernsthaft glauben, jemanden durch drei verschieden farbige Striche auf einer A4-Seite überzeugen zu können, wundert mich – auch wenn nicht jede Patientin so wie ich Statistikerin sein wird. Andere mögen es für erstrebenswert halten, extrem alt zu werden – ich persönlich sehe darin keinen besonderen Anreiz. Und als letzten Kritikpunkt – der überhaupt nichts mit Ihrer Einstellung und deren seltsamer Vermittlung zu tun hat, aber Ihnen selbst wohl ganz und gar nicht bewusst ist: Es ist mir richtig unangenehm gewesen, jedes einzelne Wort, das Ihre Gattin im Ordinationszimmer an die Patientin vor mir gerichtet hat, zu verstehen.
Ich würde mir also demgemäß wünschen, dass nur die Bitte um einen leiseren und behutsameren Umgang mit Ihren Patientinnen bei Ihnen beiden ein wenig ankommt – das allein wäre schon viel. Ich selber werde natürlich nicht wieder kommen, einer der Vorteile der freien Arztwahl. Andere sind aber vielleicht auch schon in dieser Weise von Ihnen beiden "behandelt" worden – und schweigen einfach darüber.
Mit freundlichen Grüßen,
die lamamma
ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen überhaupt schreiben soll, aber da ich mich immer noch über Sie ärgere, möchte ich Ihnen nun doch gerne ein Feedback zu meinem letzten Besuch bei Ihnen geben:
Sie haben natürlich das Recht, Ihre Ansichten zu vertreten – die fanatische Art, in der Sie das tun, ist allerdings einer vertrauensvollen Kommunikation zwischen einem Arzt und einer Patientin – zumindest was mich betrifft - sehr abträglich. Ich wollte Sie nämlich etwas ganz anderes (in Bezug auf meinen aktuellen Gesundheitszustand) fragen, und dadurch, dass Sie Ihre Tirade gegen die Pille begonnen haben, ließen Sie mich gleich gar nicht mehr zu Wort kommen. Die gesamte Art Ihrer Argumentation halte ich auch immer noch für sehr fragwürdig. Was genau hätte ich zum Beispiel aus Ihrem Nebensatz über die aus wirtschaftlichen Gründen bei den Türkinnen beliebteren Methoden schließen sollen? Oder wozu haben Sie mir die illegalen Beschaffungsmöglichkeiten noch extra beschrieben – wenn Sie doch so dagegen sind? Ich hätte das vorher gar nicht gewusst … Auch dass Sie ernsthaft glauben, jemanden durch drei verschieden farbige Striche auf einer A4-Seite überzeugen zu können, wundert mich – auch wenn nicht jede Patientin so wie ich Statistikerin sein wird. Andere mögen es für erstrebenswert halten, extrem alt zu werden – ich persönlich sehe darin keinen besonderen Anreiz. Und als letzten Kritikpunkt – der überhaupt nichts mit Ihrer Einstellung und deren seltsamer Vermittlung zu tun hat, aber Ihnen selbst wohl ganz und gar nicht bewusst ist: Es ist mir richtig unangenehm gewesen, jedes einzelne Wort, das Ihre Gattin im Ordinationszimmer an die Patientin vor mir gerichtet hat, zu verstehen.
Ich würde mir also demgemäß wünschen, dass nur die Bitte um einen leiseren und behutsameren Umgang mit Ihren Patientinnen bei Ihnen beiden ein wenig ankommt – das allein wäre schon viel. Ich selber werde natürlich nicht wieder kommen, einer der Vorteile der freien Arztwahl. Andere sind aber vielleicht auch schon in dieser Weise von Ihnen beiden "behandelt" worden – und schweigen einfach darüber.
Mit freundlichen Grüßen,
die lamamma
la-mamma - 27. Dez, 17:51
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