Samstag, 19. Juli 2008

hell over paradise

oder warum das metalcamp in tolmin
eines meiner lieblingsfestivals ist

-) es ist klein und fein - aufs line-up komm ich noch chronologisch, und tausende statt zigtausende sind eine recht überschaubare menge. außerdem sieht man von überall ausgzeichnet zur hauptbühne, auch wenn man einmal zu faul zum stehen ist und sich am seitenhang etwas gemütlicher niederlässt.

-) das campingareal ist groß und die "einhaltung der campingordnung" ist großzügig ... wer also gern gar keinen weg vom auto zum zelt hat, wird da auch kein problem haben. es soll ja auch leute geben, die nicht so gern schleppen.

-) es ist in einer der schönsten umgebungen - das motto lügt nicht. an der mündung der tolminka in die soca - wobei dieser fluß später in italien unter dem namen isonzo vielleicht den geschichtskundigen schon eher ein begriff ist. jedenfalls ist der fluß smaragdgrün, eiskalt und trotzdem zum baden geeignet.

-) es ist international besucht - wir sahen slowenen, kroaten, serben, österreicher, deutsche, italiener, ungarn, franzosen, schweizer, engländer, rumänen, belgier, niederländer und wir haben sicher ein paar leute nicht gesehen.

-) es gibt jede menge infrastruktur (lokale) im ort und dinge, die man dort sonst so tun kann - die tolminkaschlucht hinaufgehen, die soca entlang raften, in irgendwelchen nebenflüsschen bergab steigen (canyoning) oder gar mit einem minibrett durch die gewässer (hydrospeed - das mach ich allerdings nie mehr wieder, aber ich bin ja auch etwas feig;-)). wer´s kann, kann sich auch ein kanu ausborgen, die schwierigkeitsgrade der soca gehen von 1-2 (das kann praktisch jeder) bis zu 5,6 (das kann nicht jeder). leicht erheiternd, dass der lokale anbieter - mit ermäßigung für metalcamp-besucher - immer zunächst die kindertour beim raften vorschlägt. er lässt sich aber - vielleicht je nach "zustand" der besucher auch zu was anderem überreden ...

-) und dann ist da noch die musik ...
und damit endlich meine höchst subjektiven, selektiven anmerkungen dazu

day 1: six feet under, carcass, in extremo, in flames
carcass kannte ich nicht - grindcore/death-metal klingt eigentlich härter als sie waren, aber sie waren gut ... und auf jeden fall heavy genug;-)
ein in flamesfan wird aus mir nicht mehr werden, die sind mir einfach schon zu "glatt".
während ich die show, die in extremo abzieht, wiederum sehr mag - zu denen hab ich auch schon meinen sohn mitgeschleppt, als sie das vorletzte mal in wien waren und sie waren die entdeckung für mich am novarock 2005, wo sie ihren auftritt noch am helllichten nachmittag hatten ...

day 2: apocalyptica, iced earth, amon amarth
apocalyptica hab ich zum ersten mal am exit in novisad gehört - dem anderen festival mit genialer kulisse aber etwas dürftigerem metal-anteil. jedenfalls versuche ich immer mit apocalyptica leuten, denen die "härtere gangart" ein wenig fremd ist, sie ein wenig näherzubringen. vier chelli und ein schlagzeug sind jetzt vielleicht nicht gerade so typisch, aber als einstiegshilfe;-) jedenfalls rissen sie die leute noch bei tageslicht mit -
etwas, das iced earth im anschluss absolut nicht gelang, die waren zum gähnen und sonst nix.
aber dann: amon amarth, die band mit dem so gar nicht hübschen sänger - und wegen der nicht nur wir im regen ausharrten, um dann wirklich eine wirkluch gute lektion in wir-sind-nicht-viking-sondern-death-metal zu erhalten. leider hab ich die drei keltischen worte für "hol mir ein bier" vergessen, aber hier der kleine einschub über die halbwegs moderaten bierpreise (3 euro für den halbliterbecher) und das ein wenig überarbeitungsbedürftige kuponsystem. warten musste man allerdings mit dem system an den getränkeständen nie.

day3: helloween, opeth, ministry
schwerstregenbedingt fing das programm damit für uns erst so um 23 uhr an - und ausgeharrt haben wir wir bis 5 -
helloween waren die mit dem höchsten spaßfaktor, aber durchaus ernstzunehmender musik
opeth wurde im zuge der regenverschiebungen auf die zweitbühne verschoben - die aber diesmal für den eher lustlosen auftritt durchaus ausreichte. opeth hab ich bisher nur in hallen gehört - vielleicht war das ein vorteil.
eine wohltat danach dann jedenfalls ministry , ganz erstaunt hab ich grad gelesen, dass sie im juni ein konzert in hamburg wegen der publikumsreaktionen abbrechen mussten. in tolmin hatten sie das publikum eindeutig auf ihrer seite - und ich persönlich fand die art ihrer videopräsentation durchaus zum nachdenken und recht originell.

day 4:tja wie soll ich sagen - wir hatten ein fünf-tages-ticket und da ich nicht gerade frisch und munter angereist bin, reichte es an dem tag bei mir gerade zum auftritt von soilwork und ich geb jetzt einfach zu, dass ich mich da auch an nichts außergewöhnliches erinnern kann. wenn sie außergewöhnlich schlecht gewesen wären, könnte ich mich bestimmt erinnern. sagen wir, sie waren ok;-)

day5: eluveitie, subway to sally, arch enemy
vor einem schon recht ausgedünnten publikum waren für mich eluveitie die erste überraschung des abends und eine sehr nette einstimmung auf die folgenden subway to sally. irgendwie fand ich sie sogar besser, aber das darf ich meinem sohn nicht sagen, der ist außer für slayer und slipknot einfach auch noch für sts zu begeistern ..
und dass der h. bei arch enemy schon nach einer viertelstunde ein wenig ratlos feststellte, dass der sänger ja einen busen hätte, lässt durchaus auf ihre - sagen wir - leicht ungewöhnliche stimmlage für eine frau, aber sicher nicht auf ihre attraktivität schließen. die band gefiel jedenfalls und wir befanden sie einen schönen abschluss.

bandeln nicht aus plastik wären nicht schlecht gewesen, und wenn wir - aus faulheitsgründen wie im vorjahr ab und zu die abkürzung hinter der hauptbühne nehmen hätten dürfen, wären wir ein paar schritte weniger gegangen. irgendwie hab ich das gefühl, dass es bei diesem festival einfach nicht wirklich was zu kritteln gibt;-)

ein ps hab ich noch aber nur für mädels: wenn man fünf tage kein wirklich grausliches klo findet, ist das ja auch nicht das schlechteste.
2029 mal angeklickt. oder gar gelesen?

hier fehlt was;-)

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