Sonntag, 11. Mai 2008

40:60

sei da das risiko, sagte der lehrer f. zu schülerin b. in seinem bett, in dem sie nicht zum ersten mal lagen. natürlich war die b. da schon fast erwachsen, und der f. unterrichtete sie auch gar nicht, also keinerlei abhängigkeitsverhältnis. 60 für mich, 40 für dich, fragte die b. ein wenig neckisch, und wie er da drauf überhaupt käme. nein, umgekehrt meinte der f., schließlich hätte er schon ein bisschen mehr zu verlieren. die b. verstand nicht, was hätte er zu verlieren, wo ihre liebe, oder eher ihre bedingungslose anbetung, obwohl ihr sogar seine eitelkeit schon ein wenig auf die nerven ging, doch der hauptgewinn im lotto des lebens für ihn sein müsste. redete der etwa gar nicht vom schwangerschaftsrisiko? wovon redete er dann?
*
mit dem braunen kostümchen da hinten sei er verheiratet, sagte der f. fünfzehn jahre später zur b., die ihm nicht sehr interessiert am rande einer veranstaltung zuhörte. das kostümchen müsste dann wohl die fünfzehnjährige schülerin gewesen sein, deren eltern auf der heirat bestanden hatten, schloss die b., andernfalls hätten sie - was auch immer, mehr wurde nicht erzählt.
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ach, der skandallehrer, ja bei dem sei sie fast durchgefallen, erzählte mir die viel jüngere kollegin l. vorige woche, als wir drauf kamen, dass wir in dieselbe schule gegangen waren,also der f., der habe sich nicht gebessert. ich fragte nicht, wie sie das denn meinte und wie betroffen sie denn gewesen sei.
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keine sagt, was alle wissen. es wird dann auch keiner schuld gewesen sein.

Dienstag, 6. Mai 2008

überwindung der (höhen)angst

seit ich mit dem h. zusammen bin, lebe ich ein wenig gefährlicher. ich bin in den letzten vier jahren mit dem kleinen finger an einem briefkasten hängengeblieben, hab mir einen stock reichlich tief ins bein gerammt, mir eine richtig große brandwunde am unterarm zugezogen, bin einmal fast ertrunken, hab mich unzählige male verirrt oder verfahren, musste im november eine furt durchwaten, oder im mai so was unnötiges wie "hydro-speed" erlernen und mich durchaus auch am schihang zu tode fürchten. kleinere blessuren lasse ich weg, mittlerweile ist meine umgebung gewöhnt, dass meine knie gerne ein wenig verschrammt sind ...
*
kein wunder, dass ich vorigen samstag freiwillig und trotz meiner höhenangst richtig gerne mit den kindern im m hochseilklettergarten im gänsehäufel herumgeturnt bin (- für eltern mit teenies übrigens eine schwere empfehlung) und dem h., der außer vor spritzen anscheinend vor nichts angst hat, täglich mit stiller freude lovenox verabreiche.

Samstag, 3. Mai 2008

aufklärung;-)

subway to sally ist bei a. und seinem freund m. momentan so schwer angesagt, dass ich bald auch jeden text auswendig kann. m. - ein wenig jünger - versteht bei weitem noch nicht alle texte ...
gestern im auto:
m: du a., kannst du mir erklären, was die da eigentlich singen?
a: na da gehts um zwei kröten, die im sumpf fi*** (ausgesprochen)
ich: a., das kann man auch anders sagen!
a: ok, also da haben zwei vornehmen geschlechtsverkehr!
da ich mir mein auto gerade erst am vorigen samstag in der garage ein wenig beschädigt habe, konnte ich meinen lachanfall diesmal im zaum halten ...

Montag, 28. April 2008

an der zielgruppe vorbei?

mama, du solltest einmal in deinem dingsda - äh weblog? - ja genau, also du solltest da in deinem weblog auch so lustige alltagsgespräche und kleine konversationen schildern, finde ich.
aha.

(wörtlich herr http://bartagamenfreak.twoday.net/)

Samstag, 26. April 2008

bilder im kopf

eine alte dame müht sich über drei stufen, die tochter stützt sie. unendlich langsam verlagert sie ihr gewicht, krücken an beiden seiten, zuerst hinauf dann hinunter, behindertengerechtes bauen würde ich das nicht nennen. viele mütter mit erwachsenen töchtern sind mir aufgefallen, mit einander sehr ähnlichen gesichtszügen, alle nicht so besonders attraktiv, aber auch die alten damen immer gepflegt und mit weit mehr eleganz als bei uns.

Bild-1

in die hübschen, alten, gelben straßenbahnen hieven sie sich genauso wie wir, alle werden beim ständigen auf und ab durchgerüttelt, freie sitzplätze sind rar. es gab einmal billigere nachkriegsmodelle, die hielten den hügeln nicht stand und wurden wieder gegen die alten ausgetauscht, wird mir erzählt. der lift des herrn eiffel von der unterstadt zur oberstadt hingegen wird wohl nur mehr von fremden benutzt.

kaum ist der erste sonnenstrahl heraußen, rennen die brasilianerinnen praktisch ohne gewand herum, meint meine freundin r. das würden die portugiesinnen auch im sommer nicht tun, und weil april ist, gehen anscheinend alle noch im wintergewand. außer den halbstarken am strand natürlich, die die wellen und die plötzliche hitze sofort zum surfen nützen.

r.´s wohnung ist groß, gemütlich und eingerichtet, als ob meine urgroßmutter stilberaterin gewesen wäre. eines abends bringt sie eine borte mit, die will sie an ihr bügelbrett zur verschönerung nähen. wir kennen uns nicht gut genug, als dass ich in schallendes gelächter ausbrechen könnte. es macht ihr aber offensichtlich spaß, und umgeben von lauter gleich aussehenden schlafsiedlungen in lauter gleich aussehenden schlafvorstädten kann ich den wunsch, irgendetwas anders zu machen, dann doch verstehen.

und ich will r. nicht in einem falschen licht erscheinen lassen, ich kann mit ihr auch über saramoga reden, über die politsche situation in portugal, und über alles mögliche andere - von männern bis kindern - natürlich auch.

es ist nur eine halbe stunde mit der fähre nach lissabon, vorausgesetzt man findet die fähre. auf dem ortsplan ist ein hafen eingezeichnet, den es noch nicht gibt. die, die wir befragen, können wenig englisch und wollen uns partout immer zum bus schicken. da wir aber schon so lang vergeblich auf den ersten bus gewartet haben, gehen wir weiter zu fuß. nach drei kilometern außerhalb des städtchens erbarmt sich ein autofahrer und führt uns bis zum pier.

die letzten drei tage übe ich mich im mietwagen im straßenschilderlesen, nachdem wir uns darauf geeinigt haben, kreisverkehre grundsätzlich zumindest eineinviertelfach zu umrunden, verfahren wir uns deutlich seltener.

weil wir jetzt mobiler sind, kommen wir in die malerischsten fischerdörfchen, in wunderschöne küstengebiete, zu königspalästen und windmühlen. obidos ist von den pfadfindern überschwemmt, die durch den ort rennen müssen, um ihre rätsel zu lösen. eine gruppe von schwarz beanzugten mädchen spielt uns auf, ob das jetzt was mit dem nationalfeiertag zu tun hat, ist mir nicht klar. am vortag war im fernsehen ein ehemaliger terrorist zu wort gekommen. das tue er jedes jahr um die zeit - viel zu ausführlich - meint r., so ein gefängnisaufenthalt mache sich in gewissen kreisen anscheinend gut im cv.

alles ist nicht ganz so blank geleckt, dass es zu viel wäre, und überall noch erfreulich wenige touristen, schließlich ist ja vorsaison.

Samstag, 19. April 2008

herr zeh ist ein physiker,

während frau zeh eine autorin ist, und gar keine schlechte. eigentlich hielt ich diesen namen für einen kleinen scherz in ihrem raffinierten kriminalroman schilf, es war aber keiner, auch wenn der herr zeh in wikipedia (noch) nur ein stub ist, während für frau zeh schon eine längere biografie existiert.

schuld an meiner entdeckung von herrn und frau zeh ist unsere stadtbücherei, wobei der h. und ich gerade die überaus wichtige debatte geführt haben, ob man auch eine solche einrichtung auch bibliothek nennen kann.
in der mir nächstgelegenen filiale versieht ein leihbibliotheksmitarbeiter seinen dienst, der sehr stark in seine chefin verschossen zu sein scheint. sowohl bei meinem ersten als auch bei meinem zweiten besuch erklärte er mir ausführlich verschiedene ihrer qualitäten in ihrer abwesenheit, und seine von mir beobachteten blicke auf sie in ihrer anwesenheit waren dann ebenfalls recht deutlich.

währenddessen suchte ich mir einen neuen stapel bücher aus, schließlich bin ich nächste woche schon wieder eine woche auf urlaub, und - anders als die leute, die glauben, dass sie ebenda oder in ihrer pension oder eben irgendwann endlich zum lesen kommen werden, brauche ich da einfach nur die mindestens dreifache lektüremenge.

wobei mir ein geschätzter autor einmal erklärt hat, er lese selber fast nichts mehr, das verbilde nur seinen stil. insofern ist mir klar, warum es von mir nicht so bald ein buch geben wird, da ich weder weiß, was noch wie ich schreiben könnte.

Freitag, 18. April 2008

bisschen feig

auch wenn ich nicht glaube, dass die verbrechensrate in luxembourg besonders hoch ist, wollte ich partout nicht allein in mein diesmal aus versehen gebuchtes, erlesen scheußliches hotel im rotlichtviertel abends zu spät allein zurückkehren.
die a. aus slowenien und die r. aus portugal erzählten mir beide am nächsten tag, dass sie den vorabend vorm fernseher verbracht hatten, da sie jede jeweils partout nicht allein in ihr erlesen scheußliches hotel im rotlichtviertel zurückkehren hatten wollen. blöd, dass genau wir drei im selben hotel logierten.

Sonntag, 13. April 2008

8 grad und regen -

wieso ist der wetterbericht für luxemburg so besch ..? voriges jahr um die zeit wurden wir mit einem herzlichen "welcome to our mediterranean country" begrüßt! auf nix ist verlass;-)

übermütig

sollte man auf einem neuen rennrad nicht werden. (was es halt beim hofer nicht schon alles gibt;-)) so stolz war ich drauf, dass ich mit den clips zumindest rechts schon recht flott aus der halterung komme - nur als dann am ende der abfahrt der holzbrücke beim milleniumstower zwei kinderwägen mit vier erwachsenen nebeneinander und einem buben, der wirklich viel, viel kleiner war als ich, und der auf meiner rechten seite nach links abbog, vor bzw. gleichauf mit mir waren - mit einem wort als dann eben alle miteinander mir endgültig jeden weg absperrten, genau da kam ich das erste mal nicht aus der halterung und so schaut mein linkes knie und mein linker ellbogen jetzt auch aus. achtung schreien nützt übrigens auch recht wenig.

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sei da das risiko, sagte der lehrer f. zu schülerin...
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Hm... love nox...? Was bitte ist denn ein nox ;)...? Viele...
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bin ich natürlich auch schwer allergisch;-)
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