Montag, 27. Juli 2015

wie man nicht politikerin wird

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es ist schon ein paar jahre her, da rief mich im büro eine manuela s. an. was sie denn wolle, verriet sie unserer im allgemeinen doch recht neugierigen sekretärin nicht.

ob ich mich an sie erinnere, wir seien doch gemeinsam in die wasagasse ...? ja, ich erinnerte mich. an eine große, ein wenig ungeschlachte pubertierende mit "schlafzimmerblick" und reichlich schwierigkeiten dem damals gar nicht so anspruchslosen unterricht zu folgen.

sie hätte eine wunderbare tochter, die sei grad 12, ob ich denn auch kinder ...? ja, hätte ich auch, bisschen älter, damals noch nur einen buben.

sie wäre glücklich geschieden, ob ich denn auch ...? ja, wäre ich auch, und sogar auch in frieden - das sei ja auch für die kinder viel besser ...

wäre gar nicht so leicht gewesen, mich zu finden, ich hätte ja gar nicht mehr meinen mädchennamen, aber sie hieße ja jetzt auch ...

was will die denn? fragte ich mich. denn befreundet waren wir nie, und mein jetziger name ist so ziemlich das anonymste, wie man in d oder ö heißen kann.

ich bin auch nur sehr bescheiden berühmt, wenn sie nicht gerade arbeitsunfälle oder berufskrankheiten ausgewertet brauchen, werden sie mich nicht kennen. außer sie kennen mich wirklich.

frau manuela tat das nicht. denn ihre nächste frage haute mich um.

"weißt du, ich hab jetzt einen superjob!", erzählte sie ungefragt weiter. "ich arbeite für die fpö!" richtig stolz war sie da drauf. und sie setzte ansatzlos fort: "und - magst du auch bei uns mitmachen?"

das gespräch war beendet. mir scheint, mit ihr ist es ein wenig niedergegangen. und mit der fpö geht es hoch. wenigstens ohne mich.
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die sommerlektüre

ich geb ja seit neuestem immer schlagwörter beim suchen neuer e-books ein, eine erstaunliche art, neue bücher zu entdecken.

"persien" bescherte mir gleich zwei ausgezeichnete sommerbücher:

eine gut erzählte fiktive geschichte über das erwachsenwerden eines übriggebliebenen zwillings aus einer christlichen familie
und

die noch viel traurigere version dazu, die zwar auch fiktiv ist, aber auch sehr realistisch ....

herrn goolrick hat wiederum eher die frau testsiegerin entdeckt, aber das da hat mir gerade gefallen:


"ddr" war wiederum auch kein uninteressantes suchwort - war da mein favorit in den ergebnissen, das gefällt erwiesenermaßen auch leuten, die nicht so schnell und viel lesen wie ich ...

und ein ganz besonders schönes, das ich ja eigentlich auch ordentlich rezensieren sollte (der ischw, sie wissen schon, der hat mich bis gerade abgehalten) war das da:


und morgen geh ich meinen bibliotheksausweis verlängern. sonst wird der entzug zu lang;-)
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Sonntag, 19. Juli 2015

französisch für anfänger

il était une fois ...


il était une fois en chine un jeune homme qui ramait dans une petite rivière. soudain trois oiseaux noirs se sont assises sur son bateau. "nous pouvons réaliser tes désirs lui s´adressa le plus grand. "qu´est-ce que tu veux?" le jeune homme n´a pas hesité á repondre "une longue vie". "écoute moi", le plus grand oiseau lui dit, "je suis ta mort. tu ne sauras pas quand je rentrerai - passe chaque jours comme s´il s´agit de ton dernier. ainsi ta vie ne sera pas trop bref. " et il s´est levé.
le deuxième oiseau lui demanda ce qu´il devait faire pour lui. "je ne veux pas être seul!" le jeune homme soupira. "ah oui, c´est ne pas un problême! nous, les oiseaux, sommes partout - au revoir!" et il s´est levé aussi.
il restait le plus petit oiseau en attendant ses mots. "je veux être heureux!" le jeune homme s'exclama. l´oiseau hocha sa tête. "je pourrais devenir ton bonheur... mais tu sais bien: c´est très difficile de tenir un oiseau! veux-tu choissis une alternative?" "c´est possible? je n´ai pas perdu ma chance?""non, pas du tout, nous sommes dans un conte moderne." "alors, je souhaite que je sois content!" "C´est mieux!" et l´oiseau expliqua au jeune homme de prendre toujours un panier pour tous ses soucis et de le mettre derriére lui.

Soixante dix ans plus tard un vieil homme ramait dans un grand fleuve, quand un petit oiseau s´approchait. "Eh bien, ton panier est vide" il remarqua "est-ce que tu me reconnais?" Le vieil homme lui confirma qu´il l´avait reconnu déjà souvent, quand il a recontré sa femme la première fois, quand ses six enfants sont nés .. mais il n´avait pas essayé de le retenir et qu´il avait compris son conseil de ne voir pas ses soucis en face. "tu a fait bien", dit l´oiseau et "je m´assieds derrière ton dos maintenant".
Quelques minute plus tard le deuxième oiseau arrivait aussi. "je n´étais pas seul vraiment - jusqu´à mon épouse meure et mes enfants s´en aillent pour decouvrir le monde. mais je savais tout le temps: comme il y a des oiseaux innombrables, il y a des hommes." "Tu a bien pensé", le deuxième oiseau dit "moi, je t´accompagnerai à present pour que tu ne sois pas seul!"
Et le vieil homme sourit en saluant le dernier oiseau.china

*
ich bin ja immer noch ganz stolz auf diesen uralten beitrag, weil ich mir französisch mit über dreißig selber beigebracht hab. (ungefähr so fehlerhaft muss das da oben auch sein....)
jedenfalls passt es gut zum zehnten wort aus dem *.txt - projekt
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Donnerstag, 16. Juli 2015

Nackt – neun mal geschüttelt;-)

mir ist heut zu heiß für was sinnvolles. daher zur abwechslung (naja) geblödel zum neunten wort aus dem *.txt - projekt


im zirkus
Der Clown nach seinen Nasen fragt,
die Zirkusaffen fraßen nackt.

im büro
Statt zu den faden Fakten nicken,
würd ich lieber die Nackten ……

im spital
Der Chirurg, der sagt „Nähen!
Es wird sie keiner nackt sehen!“

beim schuster
Schuhe für Nacktzehen
sollte man gezackt nähen.

im schlafzimmer
Es war eine Prachtnackte,
die mich heute Nacht packte.

im nagelstudio
Die Fingernägel, nackte, lähmen -
viel lieber wir gelackte nehmen.

im supermarkt
Aus ihr spricht wieder nackte Häme,
weil ich das Fleisch gehackt nehme.

klingt sinnvoll, ist es aber nicht
Denk an ihre nackten Leiden,
dann wirst nix den Gelackten neiden!

noch sinnloser als alle vorigen
Wer heut mit Limonade backt,
für den gilt bald auch „Bade nackt!“
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Mittwoch, 8. Juli 2015

...

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Liebe Maria,

ich weiß gar nicht, wie lange wir beide einander schon kennen, Du bist wie eine Schwester für mich und ganz sicher einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.

Du bist auch diejenige, zu der ich immer das meiste Vertrauen hatte und habe, der Mensch, vor dem ich mich mit meinen Selbstlügen konfrontieren kann und bei dem ich am allermeisten von allen danach trachte, wahr zu bleiben. Früher warst du da auch durchaus die einzige, mittlerweile bin ich auch zu anderen ehrlicher geworden.

Aber ich hab es oft genug "gewagt zu lügen", ganz sicher nicht nur deshalb, weil mir die Gottesfurcht so gänzlich abgekommen ist.

Ich find es schön, dass Du mir als Kind gerade diesen Spruch da hinein geschrieben hast, in einer fast ernsthaft schönen Schrift, die sich in unseren unendlichen vielen Briefen während des Schuljahres im Lauf der Jahre doch ein wenig verschliffen hat.

Mit Dir hab ich die ersten Rätsel verfasst, die meine kleine Schwester, die wir nie dabei haben wollten (aber natürlich mussten) zu lösen hatte, mit Dir hab ich das erste Gedicht verfasst, das uns beim Bademeister (der sehr seltsam war und dessen Loblied wir leicht satirisch anstimmten) zwei Eis verschafft hat, geschrieben und Du hast mir 40 Jahre später (!) die Angst vorm ersten Auftritt mit einem eigenen Text (wie mittlerweile vielen anderen auch jegliches Lampenfieber) genommen.

So zwischendurch einfach auch einmal hier Danke.
Für alles.
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Freitag, 3. Juli 2015

unmerklich umständlich formuliert ...

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Donnerstag, 2. Juli 2015

nütz aus deine jugend

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Nichts kommt jemals wieder, also sollte man alle Zeit, die man hat nützen, oder?

Fragt sich nur womit …

In dem Spruch steht aber nicht nützen, sondern ausnützen. Und damit komm ich zu meiner Geschichte.

Mit der Michi hat mich wenig verbunden, außer dass sie von mir meine zweitbeste Freundin T „geerbt“ hat. Die wäre in der ersten Klasse nämlich eigentlich am liebsten meine beste Freundin gewesen. Seltsamerweise ist sie das, nachdem die Bettina weggezogen ist, und ich darüber auch sehr traurig war, nicht geworden. Vielleicht hab ich von der T deshalb nicht einmal einen Eintrag in mein Stammbuch bekommen.

Dabei hat sich die T ein Jahr lang wirklich bemüht. Wir hatten dreiviertel unseres Heimwegs gemeinsam – und dabei eine ganz feste Reihenfolge: Als erstes gingen wir zum Fleischhauer und die T kaufte uns jeder eine Wurstsemmel. Die hatten wir bis zur Straßenbahnstation aufgegessen. Im gegenüberliegenden Eissalon von T´s Großmutter bekamen wir dann jede eine Tüte spendiert, bevor wir eine Station mit dem Ringwagen fuhren.
Beim Umsteigen ließen wir dann mindestens 5 Straßenbahnen vorbeifahren, denn ich hätte beide Anschlusslinien nehmen können, die T aber nur eine davon. Wahrscheinlich wollten wir uns aber nur länger unterhalten.
Bei T´s Station stiegen wir manchmal noch beide aus, und aßen noch ein Eis aus dem dortigen Eissalon. Für die T war das das Mittagessen, denn sie musste ihre Nachmittage allein zu Hause verbringen. Deshalb hatte sie auch immer so viel Taschengeld. Ich fuhr weiter und aß – durchaus mit Appetit - alles, was meine Mutter gekocht hatte.

Der einzige Nachteil meines überlangen Heimwegs war, dass mich meine Mutter in der Früh entsprechend zeitig losschickte.

Die T ist mir zwar nicht persönlich, aber indirekt noch ein paar Mal wiederbegegnet. Als erstes hat mich ihr Vater, ein gar nicht so unberühmter Trainer seiner zufällig am selben Ort wie ich wohnenden gar nicht so unberühmten damaligen Fußballmannschaft vorgestellt. Das hat mich sehr erheitert, weil die Rollen da irgendwie vertauscht waren. Sympathischerweise war er nämlich sehr viel stolzer auf seine Tochter als auf die Kicker.
Wieder viel später ist mir ihr Name auf Unterlagen meines Exmanns aufgefallen. Der hatte sie dann als sehr nette Kollegin.
Nach weiteren zehn Jahren haben wir ein wenig hin- und hergemailt. Die T hat berufsbegleitend gleich zwei gar nicht einfache Studien absolviert. Ob sie noch mit der Michi befreundet ist, hab ich sie nicht gefragt.
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Samstag, 27. Juni 2015

rätsel 173*

nochgehälter

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Freitag, 26. Juni 2015

Acht

dieser text gehört zum achten wort aus dem *.txt - projekt - ich bin urlaubsbedingt ein bisschen hinten nach, aber ich will keines auslassen ...

Ich schicke voraus, dass ich an Astrologie, Homöopathie oder die Wahrscheinlichkeit eines Lottogewinns eher nicht glaube. Trotzdem (oder eher deshalb) ließ ich mich einmal von Freundin M. (oder sagen wir eher von Bekannter M.), die auch sonst mit unerbetenen Ratschlägen mit ihrer Hobbypsychologie nicht geizte, zum Ziehen einer Taro-Karte überreden.
Ganz erstaunlich, was sie damals aus der 8 machte.

Acht steht für Ausgleich, sagte sie mir – und traf (zufällig?) ins Schwarze. Das war immer schon so, dass ich gerne etwas ausgleichen möchte.

Als älteste Tochter die Familienzwistigkeiten.
Als PfadfinderIn die Rivalitäten der 10 bis 14-Jährigen mir Anvertrauten.
Als Studentin ein paar Wissensdefizite. Eh zu wenig;-)
Als Lehrerin die ungerecht verteilten Ausgangspositionen.
Als Ehefrau die auch recht ungleich verteilten Vermögensverhältnisse. (Und bevor jetzt wer was Falsches denkt – es waren viel Schulden dabei).
Als Chefin die Wasserglasstürme.
Und als Frau – o je.

Vor kurzem holte mich da meine Vergangenheit ein. Ich musste mir das ganz genau ansehen. Es ist nicht besser geworden. Überhaupt nicht. Vor allem beruflich nicht. Chancengleichheit darf bei mir gern zum Unwort des Jahres erklärt werden. Es gibt sie nicht. Niemand mag sie fördern, sobald der Hauch eines Nachteils für die derzeit Bevorteilten damit verbunden ist. Niemand will mit dem Thema ernsthaft in Verbindung gebracht werden, das schadet karrierretechnisch auch noch nachhaltig. Nicht, dass ich noch unbedingt eine machen wollte. Aber theoretisch …
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das mitbringsel für alle, die wien (nicht) kennen!


heinz szolarz
my vienna!

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