Freitag, 1. Mai 2015

ich gehör nur mir

dieser text gehört zum sechsten wort "dein" aus dem *.txt - projekt


Heute hab ich seit langem wieder einmal einen Brief geschrieben. Und ihn mit „Deine Schwester“ unterschrieben. Auch dieser Brief ist mir nicht leicht gefallen.

In meinem ganzen Leben habe ich weniger Liebesbriefe als Gedichte verfasst. Meine lyrischen Ergüsse sind sehr überschaubar. Noch weniger dieser Briefe hab ich mit „Deine …“ unterschrieben. Weil es nicht wahr gewesen wäre. Weil ich es nicht so gewollt hätte.

Als einmal jemand dachte, ich wäre sein, bin ich im Krankenhaus gelandet. Wahrscheinlich hab ich uns beide zu ernst genommen.

Manche definieren sich ja geradezu über die Ihren, Menschen, die in jedem zweiten Satz, mein Mann oder meine Frau sagen, sind mir suspekt.

Schon der A. hatte ein Kinderbuch, das nannte sich „Alles meins“. Ich glaube, einem kleinen Pinguin wurde sein Egoismus ein wenig ausgetrieben. Oder vielleicht war es ein Rabe.

Eine weise alte Dame, die zufällig auch die Großmutter meines Sohnes X. (da geht´s anscheinend doch) ist, sagt gern: Mach die Augen zu, dann siehst Du, was Dir gehört!



PS: Als die Eisenbahn noch vier Klassen hatte, gab es ein Bonmot über deren unterschiedliche Fahrgäste: In der vierten Klasse sitzen die Handarbeiter, in der dritten die Kopfarbeiter, in der zweiten die Leute, die nicht zwischen mir und mich unterscheiden können und in der ersten die, die den Unterschied zwischen mein und dein nicht kennen.
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Mittwoch, 29. April 2015

schon wieder weg - der schöne freitag...

i hob grod ka zeit, die anderen 9 sieger mögen die kürze der huldigung verzeihen ...

es war glanz in meiner hütte, ganz verwaist wird die vitrine, die ich ihm zu ehren angekauft hab, wirken, mein WAP* muss weg -

freitagstexter1

ich geb ihn weiter, und zwar der frau sternenstaub, die soll auch mal wieder was anderes als liederlinks posten**.

* wochenabschnittspartner
** stimmt gar nicht, sie hat eh auch wieder mal was geschrieben
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Freitag, 24. April 2015

ffffffffffffffffffreitag ....

ich hätt ja nicht gedacht, dass ich mit einem so österreichlastigen beitrag eine chance hatte, aber herr gulogulo sah das irgendwie anders.

irgendwas andres hab ich diesmal so auf die schnelle nicht gefunden, und außer dass ich nächsten dienstag irgendwen andres nominieren werde, selbst wenn ich dann vor lauter arbeit gern irgendwo anders wäre, ist eh klar.

übrigens hab ich mich mal über einen zukünftigen ex-freund alteriert, der in JEDEM satz irgendwie verwendet hat. aber es wird euch auch diesmal schon irgendwas einfallen ...




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imm021
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Samstag, 18. April 2015

GLEICH?

Ich hab eine kleine Schwester und wir sind nicht gleich. Nie gleich gewesen und wollen es auch nicht sein. Vielleicht wollte sie es mir als Kind noch gleich tun, aber mittlerweile hat sie schon längst jede Latte - und die Latten waren hoch - die ich gelegt habe, übersprungen.

Meine Mutter zog uns gerne gleich an, was wir beide nicht ausstehen konnten. Aber die Oma nähte uns halt aus dem gleichen Stoff das Gleiche, was hätten wir tun können?

Wir sind beide keine Balletttänzerinnen geworden, obwohl ich da zweifellos mehr Talent hatte und die Ballettlehrerin mich ungleich mehr geschätzt hat.

Wir sind beide auch keine Pianistinnen geworden, obwohl sie da zweifellos länger geübt hat, aber wir eher gleich unmusikalisch sind.

Sie spielte nicht gleich gut Tennis wie ich, und ich kann bis heute nicht gleich gut Schifahren wie sie.

Wir studierten zumindest am Anfang teilweise das Gleiche, zu Anfang durchaus mit unterschiedlichem Einsatz und Ehrgeiz, aber wir waren gleich schnell fertig. Zwei Jahre hatten wir den gleichen Beruf.

Meine Schwester hat sich in ihrer ersten Ehe ein bisschen meinen Eltern gleich verhalten, ich hab es anders gemacht. Unsere Beziehungen haben ungefähr gleich lang gehalten.

Meine Eltern sagen, dass sie uns immer gleich behandeln woll(t)en. Dabei stehen ihnen ihre Urteile ein wenig im Weg: Sie ist die Ordentliche und ich bin die Schlampige. Sie ist die Verantwortungsvolle und ich bin der Hallodri. Sie tut was für die Menschheit und ich arbeite für die falschen Leute. Sie ist die Sparsame und ich bin die Verschwenderin. Sie ist die Arme und ich bin die Verrückte.

Und ich schätze einmal, wir sind auch nicht so gleich glücklich. Und das tröstet mich jetzt ein wenig.

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Sonntag, 12. April 2015

ich bin jetzt aufgeklärt ...

fragt mich der x in der badewanne:
mama, wie heißt das lulu bei den mädchen?
ich: vagina
x: aha, das ist wie penis.
ich: ja, das sind die korrekten ausdrücke.

kurze nachdenkpause.

x: mama, weißt du, penis ist gut für die menschen.
ich: irgendwie schon.

x: weißt du, was die mädchen glauben?
ich: nein, was glauben sie denn?
x: die glauben, penis ist ein medikament!

und er lacht ...
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Donnerstag, 9. April 2015

es reimt sich nix auf sex.

für herrn trithemius oder goethe;-)

früher gab´s noch eine sechs
wegen jedes tintenklecks.
weint man heute weg´n des flecks.*

nie erraten wird´s die hex,
ist nur da weg’n des schrecks.
brave kinder kriegen keks -
na dann mahlzeit, bitte schmeck´s!

kriegst im lotto eine sechs,
freust dich madengleich des specks.
hast du geld, na dann versteck’s!

dieses schönen reimens zwecks
greife ich auch noch zur flex.
dieses ei, jaja ich leg´s,
schrieb ich jetzt wegen des gags.

* keine ahnung, ob das in d auch gebräuchlich ist, aber bei uns heißen die fünfer in der schule meist so. fetzn ist auch sehr gebräuchlich ...
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Dienstag, 31. März 2015

darf man im krankenstand lachen?

„hallo, ich bin der student“
„aha“
„wo ist denn die naht?“
„da, am bauch“
„ah gut, das haben wir gleich!“
*
„ist das in bruck gemacht worden?“
„nein in wien“
„und da kommen sie extra zu uns die nähte ziehen?“
„ja, sind sie da nicht berühmt dafür?“

wir lachen.

„wieso ist es nicht schön?“
„naja“
„he, der chirurg ist mir extra wegen seiner schönen nähte empfohlen worden!“

*
„machen sie da lehrpraxis?“
„ja, ist mein letztes praktikum“
„was wollen sie nachher werden“
„anästhesist“
„auch nicht ganz einfach“
„wenigstens sterben einem da die leute nicht weg!“
„aha“
„also, sie sollten es zumindest nicht tun!“

wir lachen.

*
„sagen sie, wann darf ich denn wieder tanzen?“
„bauchtanzen?“

wir lachen.

„bringen´s mich nicht dauernd zum lachen, das tut weh!“
„´tschuldigung“
„ ich meinte normal tanzen“
„zwei, drei wochen“

*
„tut´s weh?“
„nein, sie machen das sehr vorsichtig“
„tut mir leid, manche sind eingewachsen“
„kein problem. ist wie wimpernzupfen. also fast.“

wir lachen.
*
„ jetzt brauch ich einen schnaps!“
„braucht den nicht eher mein bauch?“
„na ich brauch keinen, ich bin ja kein chirurg!“
„ah ja, sie werden ja anästhesist.“
„da hab ich zugang zu viel besseren sachen …“

wir lachen.

*
„so, das pflaster lassen sie jetzt oben, bis es von allein runterfällt!“
„darf ich damit duschen?“
„auf gar keinen fall!“
„wie lang bleibt denn das oben?“
„na ein paar tage schon!“
„ich pflege aber täglich zu duschen!“
„es darf nur heut nicht nass werden, morgen dürfen´s wieder!“

wir lachen.

*
„sie wären sicher ein guter chirurg!“
„glaub ich nicht, ich bin linkshänder.“
„ah! sie sind doch patschert!“
„nein, aber es gibt keine scheren“.
„sicher gibt´s scheren für linkshänder“
„aber keine für chirurgen“

schad.
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Donnerstag, 19. März 2015

@bild

Und du stehst vor dem Spiegel
und du siehst dein Gesicht.
Und du bist dieses Wesen,
und du bist es doch nicht.
Weil der Spiegel nie sagt,
was du wirklich denkst,
welchen Dingen du,
welchen Werten du
Beachtung schenkst …


Den Rest weiß ich nicht mehr (es waren mindestens noch drei Strophen), aber ein Klassenkollege hat dieses höchst philosophische Produkt (von mir mit höchstens 15 verfasst) vertont und mit vielen anderen Eigenkompositionen tatsächlich auch zur Aufführung gebracht, wofür ich ihm bis heute Respekt zolle.

Was ich damals offensichtlich schon ahnte: Wir haben ein Bild von uns, dem wir natürlich nie entsprechen, auch wenn wir es so gerne würden. Und wehe, wer anderer kratzt daran – dann werden wir böser, als wenn er oder sie uns sonstwie misshandelte.

Um dem Bild zu entsprechen, nehmen wir gar nicht wenige Opfer auf uns, bleiben in kaputten Ehen, reden uns alles Mögliche schön, verlieren nicht die Geduld, wo Hopfen und Malz verloren ist, trösten uns mit den Aussagen derer, die uns wider besseres Wissen auch noch Recht geben, weil sie unsere Eitelkeit (oder Verletzlichkeit?) ganz genau einschätzen können.

Einmal hab ich mein Spiegelbild zerschlagen. Dabei hab ich mir ziemlich weh getan.

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das mitbringsel für alle, die wien (nicht) kennen!


heinz szolarz
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