so was ähnliches wie märchen

Montag, 31. Dezember 2007

märchen ohne titel

„Morgen fängt ein neues Jahr an“, sagte die Schwalbenmutter zu ihren neun Jungen. „Ich will, dass ihr euch nun in alle Richtungen aufmacht – die Augen, Ohren und Herzen offen haltet, mit denen lebt, die ihr treffen werdet und erst am nächsten Silvester zurückkommt!“
Die kleinen Schwalben sahen einander an: „Was, wir ziehen heuer nicht mit euch, wir sollen alleine zurecht kommen?“ „Die meisten von euch werden nicht alleine bleiben,“ tröstete der Schwalbenvater, „vertraut uns, ihr werdet schon sehen.“
Am Ende des Jahres kamen sie alle wieder – bis auf die neunte Schwester.
„Wo ist unsere kleinste Schwester?“ wollten die acht anderen wissen. „Gemach, gemach, erst erzählt, was euch widerfahren ist!“
„Ich war bei den Spatzen“, begann das erste. „Anfangs war ich ganz begeistert – sie sangen fast die ganze Zeit so schön im Chor. Es klang so friedlich und harmonisch und weil sie so viele waren, auch ziemlich kräftig. Irgendwann fiel mir auf, dass sie immer dasselbe sangen. Niemand durfte abweichen. Niemand durfte alleine singen.“
„Ich war bei den Gänsen“, rief das zweite, „ das war ziemlich mühsam. Jeden Tag musste mindestens ein Ei gelegt werden. Alle Eier wurden sorgsam gewogen und geprüft, gezählt und verkauft. Und alle Gänse mühten sich, ein goldenes Ei zu legen. Niemandem ist das im letzten Jahr gelungen, aber reich wurden sie alle trotzdem, da sie sich fast nichts gönnten.“
„Bei mir war es auch anstrengend,“ folgte das dritte, „ich war bei den Adlern. Die veranstalteten ununterbrochen Wettkämpfe. Wer fliegt schneller? Wer kommt höher hinaus? Wer schlägt rascher zu? Es war das reinste Trainingslager! Und die langsamen, die hatten gar kein Ansehen mehr. Ich glaube, die wurden sogar verstoßen!“
Das vierte setzte fort: „Also bei den Hühnern wurden auf jeden Fall welche verjagt! Die hatten die Regel, dass sie eigentlich nicht fliegen wollten. Und eigentlich keine Würmer mehr essen wollten. Und eigentlich nicht mehr so viel Dreck hinterlassen wollten. Es gelang ihnen nur irgendwie nicht so richtig. Aber die, die besonders gern flogen oder Würmer aßen oder sich überhaupt nicht mehr um ihren Dreck kümmerten, die mussten dann doch den Hof verlassen.“
„Bei den Eulen war es da wohl interessanter,“ erzählte das fünfte Junge. „Ich bekam eine Menge dicke Bücher, und ich musste sie alle lesen. Zunächst dachte ich, das schaffe ich nie, aber nach den ersten zwanzig, merkte ich, dass ich schon viel schneller verstand. Am Ende schien mir, ich lese gar nichts Neues mehr. Ich bin jetzt wohl unser Klügstes!“
„Auf jeden Fall bist du unser Arrogantestes“, antwortete das sechste, „du weißt ja gar nicht, was du alles nicht gelesen hast!“ Und dann schlug es sich auf den Mund. „Entschuldige bitte, bei den Kolibris, da hab ich was anderes gelernt. Die sind so klein, dass sie nie auffallen. Und so leise, weil sie fast immer nur zuhören.“
Das siebte Junge wollte zunächst nicht erzählen, wie es ihm ergangen war. Es saß in der Ecke und zitterte. „Das wollt ihr gar nicht wissen,“ meinte es leise, „ich kann noch immer nicht glauben, dass wir mit den Geiern irgendwas gemein haben sollen.“ „Aber das sind doch auch Vögel?“, meinten die anderen, „was kann denn schon so Schlimmes mit denen sein?“ „Das dachte ich am Anfang auch, ich da hab ich die vielen Vogelknochen, die in einer Höhle lagen, noch nicht gesehen. Das seine keine richtigen Vogelknochen, behaupteten sie, das seien Pseudovögel gewesen. Die hätten einander alle plötzlich gegenseitig zerfleischt. Und weil sie nun einmal Geier seien, hätten sie danach natürlich alles abgefressen. Später gaben aber ein paar zu, dass es gar keine Pseudovögel gegeben habe, sondern dass das alles Lämmergeier gewesen wären. Und dass die sich nicht gegenseitig umgebracht hätten. Mehr wollten sie aber nicht dazu sagen. Das verstünde nur, wer dabei gewesen wäre, waren ihre am häufigsten wiederholten Worte.“
Das achte Junge schüttelte langsam seinen Kopf, „dann bin ich wohl das einzige, das niemandem begegnet ist – das war auch nicht immer einfach! Ich konnte niemand anderem abschauen, was denn zu tun oder nicht zu tun sei, ich konnte niemanden fragen und niemandem die Schuld geben, wenn mir etwas nicht passte. Jetzt weiß ich, dass ich nicht besonders gerne allein bin.“
„Und wo ist jetzt unsere neunte Schwester? Die fehlt doch noch!“
Die Eltern sahen einander an. „Was sollen wir euch nur erzählen? Eure neunte Schwester scheint etwas gefunden zu haben, was ihr nicht gefunden habt. Und dort ist sie nun wohl auch geblieben. Wir glauben nicht an ihre Rückkehr, obwohl wir das gerne täten. Wir glauben, dass es ihr gut geht, aber sicher sind wir auch nicht. Wir denken oft an sie, denn wir wissen gar nichts! Aber ihr, ihr seid jeder einen anderen Weg gekommen und alle wieder hier – und so können wir jetzt gemeinsam weiterfliegen!“

Samstag, 23. Juni 2007

ist wieder einmal zeit für ein titelloses märchen ..

Es war einmal eine Prinzessin, die bekam von ihrem Vater ein paar goldene Armreifen, schon als sie noch ganz klein war. Was soll sie mit all dem Schmuck, gib ihr etwas anderes, sagte die Mutter, sie starb wenig später. Nein, rief die Prinzessin, ich will die Reifen tragen, und ich will noch viel mehr! Der König konnte seiner Tochter sowieso keinen Wunsch abschlagen, er überhäufte sie mit goldenen Armreifen. Viele Untertanen dachten, wenn sie dem kleinen Mädchen auch Armreifen brächten, so würde ihnen der König schon eines Tages eine Gunst erweisen. Aus dem Nachbarland reiste ein Gesandter mit dem ersten Fußreifen für die Prinzessin an. Auch das wurde bald Mode als Geschenk.

Die kleine Prinzessin aber fand, sie müsse alle diese Reifen nun auch tragen. Am Anfang waren sie noch nicht so schwer, Gold kann ja auch recht zart verarbeitet werden. Später kamen immer massivere Gebilde dazu, die meisten ließ sich die Prinzessin gleich anschmieden, damit sie nicht so lange zum An- und Ablegen brauchte. Die Handwerker sagten ihr, so sei dem Gold an ihrem Körper praktisch keine Grenze mehr gesetzt, die Prinzessin verschwieg, dass sie nun nicht mehr so gut schlief wie früher, da das ganze Gold ein wenig drückte. Die Prinzessin kam ganz alleine auf die Idee, sich den ersten Bauchreifen anschmieden zu lassen, und wenn die Schmiede schon da wären, könnten sie gleich alle Verschlüsse der alten Reifen entfernen und durch fixe Konstruktionen ersetzen, sie würde sich ohnedies nie von irgendeinem Stück trennen wollen.
Manchmal sah die Prinzessin andere Mädchen laufen oder spielen, das konnte sie schon längst nicht mehr. Egal dachte sie, ich war auch vorher nicht wie die, schließlich bin ich eine Prinzessin.

Als sie im rechten Alter war, lud der König alle auf seinen Hof ein, die um ihre Hand anhalten wollten. Es gab hunderte Bewerber, alle geblendet vom Glanz der Prinzessin, ein paar wollten vielleicht auch nur das Gold haben. Die Prinzessin wusste zuerst nicht recht, wen sie nehmen sollte, die meisten hatten mehr oder weniger Gold mit, manche ganze goldene Käfige. Viele sahen selbst auch fast so vergoldet aus wie die Prinzessin, es waren ja doch hauptsächlich Königssöhne, die sich die Anreise leisten hatten können. Nur einer hatte gar nichts mit und auch kein Gold am Körper.

„Wie wagst du dich hierher?“, fragte die Prinzessin, „du bietest mir gar nichts?“ “Nicht gar nichts“, sagte der Jüngling, der nicht einmal hässlich war, „meine Sorge und mein Mitgefühl gebe ich dir schon!“ „Pah“, sagte die Prinzessin, „dir geht´s wohl nicht gut, mir geht es ausgezeichnet, ich habe sowieso ausgesorgt, niemand kann mehr Gold tragen als ich!“ „Kannst du noch alleine aufstehen?“, fragte der Jüngling unbeirrt weiter. „Natürlich nicht! Aber ich habe 210 Diener und ich werde bald heiraten! Aber sicher nicht dich, sondern den, der das meiste Gold bringt. Danke für deine Hilfe bei der Entscheidungsfindung!“ Und damit warf sie diesen Kandidaten hinaus und heiratete genau den, dessen Gold am schwersten wog.

Eine Zeit lang schien es gut zu gehen. Das Paar glänzte allenthalben, und wenn neue Goldlieferungen kamen, stritten sie nur ein bisschen, wie es denn aufzuteilen wäre. Irgendetwas stimmt trotzdem nicht, fiel der Prinzessin eines Tages auf. Ihr Mann konnte sie gar nicht berühren, sie war ja nur mehr von Gold umgeben. Umgekehrt war es genau so, und sie hatte den Verdacht, dass ihrem Gatten sein Gold sowieso wichtiger war als sie. Das war ein komischer Gedanke für eine junge Dame, die bisher auch immer nur an Gold, woher sie neues Gold bekommen würde, wo sie neues Gold tragen könnte und noch nie an einen anderen Menschen als sich selbst gedacht hatte.
„Befreit mich!“ rief die Prinzessin, aber keiner der Schmiede kam. Wieso hilft mir jetzt keiner, dachte die Prinzessin weiter, die Leute können mich ja gar nicht mehr sehen, sie sehen nur die goldene Hülle! Als sie merkte, dass sie sich nur selber helfen könnte, fing sie ganz frohgemut an. Ein paar Reifen streifte sie ab, das ging relativ einfach. Wie aber sollte sie aus all dem Angeschmiedeten herauskommen ohne Schmiede?
Es dauerte Jahre, bis die Prinzessin von allein dünn genug geworden war, aus dem letzten Reifen herauszuschlüpfen. Aber als sie das geschafft hatte, lächelte sie ihrem immer noch goldenen Gatten kurz zu und konnte sich ganz langsam entfernen, da er sich ja sowieso nicht besonders gut rühren konnte. Und sie begann den einzigen Jüngling, der ihr damals gar nichts mitgebracht hatte, zu suchen. Oder zumindest jemanden, der ihm recht ähnlich schaute.

Samstag, 3. Februar 2007

il était une fois ...


il était une fois en chine un jeune homme qui ramait dans une petite rivière. soudain trois oiseaux noirs se sont assises sur son bateau. "nous pouvons réaliser tes désirs lui s´adressa le plus grand. "qu´est-ce que tu veux?" le jeune homme n´a pas hesité á repondre "une longue vie". "écoute moi", le plus grand oiseau lui dit, "je suis ta mort. tu ne sauras pas quand je rentrerai - passe chaque jours comme s´il s´agit de ton dernier. ainsi ta vie ne sera pas trop bref. " et il s´est levé.
le deuxième oiseau lui demanda ce qu´il devait faire pour lui. "je ne veux pas être seul!" le jeune homme soupira. "ah oui, c´est ne pas un problême! nous, les oiseaux, sommes partout - au revoir!" et il s´est levé aussi.
il restait le plus petit oiseau en attendant ses mots. "je veux être heureux!" le jeune homme s'exclama. l´oiseau hocha sa tête. "je pourrais devenir ton bonheur... mais tu sais bien: c´est très difficile de tenir un oiseau! veux-tu choissis une alternative?" "c´est possible? je n´ai pas perdu ma chance?""non, pas du tout, nous sommes dans un conte moderne." "alors, je souhaite que je sois content!" "C´est mieux!" et l´oiseau expliqua au jeune homme de prendre toujours un panier pour tous ses soucis et de le mettre derriére lui.

Soixante dix ans plus tard un vieil homme ramait dans un grand fleuve, quand un petit oiseau s´approchait. "Eh bien, ton panier est vide" il remarqua "est-ce que tu me reconnais?" Le vieil homme lui confirma qu´il l´avait reconnu déjà souvent, quand il a recontré sa femme la première fois, quand ses six enfants sont nés .. mais il n´avait pas essayé de le retenir et qu´il avait compris son conseil de ne voir pas ses soucis en face. "tu a fait bien", dit l´oiseau et "je m´assieds derrière ton dos maintenant".
Quelques minute plus tard le deuxième oiseau arrivait aussi. "je n´étais pas seul vraiment - jusqu´à mon épouse meure et mes enfants s´en aillent pour decouvrir le monde. mais je savais tout le temps: comme il y a des oiseaux innombrables, il y a des hommes." "Tu a bien pensé", le deuxième oiseau dit "moi, je t´accompagnerai à present pour que tu ne sois pas seul!"
Et le vieil homme sourit en saluant le dernier oiseau.china

ps: dieser beitrag soll ja eigentlich nur meine neue nebenbeschäftigung dokumentieren, übersetzung gibt es auch einmal.
wer mir fehler ausbessert, den schließ ich mindestens in drei nachtgebete ein;-)

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Kuckst du hier: http://www.immigrat ion.govt.nz/migrant/stream /live/
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