würden sie wieder so leben, wie sie es getan haben?
eine frage, die ich grad beim herrn steppenhund aufgeschnappt habe.
würde ich nicht, weder würde ich gerne jede dummheit noch einmal machen, noch meine wirklich großen fehler wiederholen.
ich würde anderen gern das leid nicht zufügen, das ich ihnen zugefügt habe, ich würde weniger lügen und bei mir selbst damit anfangen. so im groben, fände ich das rückblickend sehr viel besser.
natürlich steht mir mein kleid aus erfahrung, wie sonst keiner, und die unterwäsche bleibt gern im verborgenen.
wenn ich aber beim vorausdenken jemals so gut wie beim nachdenken gewesen wäre, hätte ich durchaus schon beim ersten entwurf drauf kommen können, nur ist´s halt nie eine generalprobe - sondern immer gleich ernst, die geschichte mit dem leben, nicht wahr?
dass die frage also recht sinnlos ist, ist klar. aber wenigstens die frage, ob ich mein leben jetzt sofort ändern würde wollen, die kann ich verneinen, und mich ein bisschen zurücklehnen dabei ...
würde ich nicht, weder würde ich gerne jede dummheit noch einmal machen, noch meine wirklich großen fehler wiederholen.
ich würde anderen gern das leid nicht zufügen, das ich ihnen zugefügt habe, ich würde weniger lügen und bei mir selbst damit anfangen. so im groben, fände ich das rückblickend sehr viel besser.
natürlich steht mir mein kleid aus erfahrung, wie sonst keiner, und die unterwäsche bleibt gern im verborgenen.
wenn ich aber beim vorausdenken jemals so gut wie beim nachdenken gewesen wäre, hätte ich durchaus schon beim ersten entwurf drauf kommen können, nur ist´s halt nie eine generalprobe - sondern immer gleich ernst, die geschichte mit dem leben, nicht wahr?
dass die frage also recht sinnlos ist, ist klar. aber wenigstens die frage, ob ich mein leben jetzt sofort ändern würde wollen, die kann ich verneinen, und mich ein bisschen zurücklehnen dabei ...
la-mamma - 26. Okt, 18:26
14 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
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rinpotsche - 26. Okt, 19:21
Wenn ich mich beim zweiten Mal ans erste Mal nicht erinnern würde, dann ja. Wenn's ein ständiges Vergleichen wäre, würde ich wahrscheinlich andere Entscheidungen ausprobieren.
steppenhund - 26. Okt, 21:06
Das ist eine interessante Antwort. Sie zeigt die Aberwitzigkeit der Frage auf. Wenn die Frage nämlich gestellt wird, bleiben viel zu viele Nebenbedingungen unbeachtet.
la-mamma - 27. Okt, 17:13
ein bisschen erinnert mich dieser aspekt
an "dreimal leben", ein ganz ausgezeichnetes stück von yasmina reza. da werden die weichen je nach art des kennenlernens der protagonisten ganz anders gestellt - sie fällen dann zwar jedesmal die gleichen entscheidungen, fühlen sich aber völlig anders damit ...
steppenhund - 26. Okt, 21:07
Diese Einstellung ist sicher der vorzuziehen, bei der man grübeln muss, ob man auf dem richtigen Weg ist:)
Ich glaube, dass die meisten Menschen so denken, die in einer glücklichen Beziehung leben.
Ich glaube, dass die meisten Menschen so denken, die in einer glücklichen Beziehung leben.
kepkezkem - 27. Okt, 01:13
"wenn ich aber beim vorausdenken jemals so gut wie beim nachdenken gewesen wäre...."
Dachte ich mir (besonders die letzten 2-3 Monate) auch oft...
Leider ist man beim Nachdenken schon oft klüger, als beim Vorrausdenken......
"Im Nachhinein ist man immer gscheiter" Copyright by Mutter......
Wobei....all mein Handeln, das ich die ersten Monate nach der jeweiligen Handlung als "schlecht gehandlet" empfand, stellte sich Monate darauf als doch recht gut heraus - hoffentlich auch diesmal.
Dachte ich mir (besonders die letzten 2-3 Monate) auch oft...
Leider ist man beim Nachdenken schon oft klüger, als beim Vorrausdenken......
"Im Nachhinein ist man immer gscheiter" Copyright by Mutter......
Wobei....all mein Handeln, das ich die ersten Monate nach der jeweiligen Handlung als "schlecht gehandlet" empfand, stellte sich Monate darauf als doch recht gut heraus - hoffentlich auch diesmal.
rinpotsche - 27. Okt, 18:31
Naja, vielleicht leben wir schon zum x-ten Mal? Oder ein und dasselbe Leben in unendlichen Varianten. Der Dauerfragenbrenner: was passiert vor der Geburt und nach dem Tod. Und welches Ereignis oder welche Entscheidung hat tatsächlich eine Wendung herbeigeführt? Wahrscheinlich ist es gut, dass das keiner weiß.
rinpotsche - 27. Okt, 20:15
In einem ähnlichen Zusammenhang hatte ich vor Tagen ein kurzes Gespräch mit einem Archäologen, der einen von Menschen bearbeiteten Stein vor sich liegen hatte, das Gerät nicht einordnen konnte und es als Kultobjekt bezeichnete. Kult sagt man dann, wenn die Funktion nicht erkannt werden kann, erklärte er mir.
Ich fragte ihn, was er machen würde, wenn er die Möglichkeit einer Zeitreise von einer Stunde in die Steinzeit hätte mit dem Preis, das Erlebte danach vergessen zu haben. Er sagte daraufhin nichts mehr.
Wahrscheinlich denken wir beide seitdem darüber nach.
Ich fragte ihn, was er machen würde, wenn er die Möglichkeit einer Zeitreise von einer Stunde in die Steinzeit hätte mit dem Preis, das Erlebte danach vergessen zu haben. Er sagte daraufhin nichts mehr.
Wahrscheinlich denken wir beide seitdem darüber nach.
wvs - 27. Okt, 01:29
Unter bestimmten Bedingungen ....
wäre mir eine Wiederholung schon recht - allerdings erst so ab Mitte Dreissig, bitte .... auf all die Irrungen und Wirrungen zwischen 15 und 25 hätte ich keine Lust mehr und wenn ich es genau überlege (was ich vor dem Schreiben hier getan habe) war ich erst so ab Mitte Dreissig richtg erwachsen ....
kepkezkem - 27. Okt, 01:42
Also, so RICHTIG erwachsen würde ich gar nicht werden wollen..... meinen Unfug würde ich gern bis an mein Lebensende weiter treiben wollen.... wobei...es gibt bereits jetzt mit 23 Dinge, die ich mit 20 bis an mein Lebensende weiterführen wollte, von deren Weg ich inzwischen aber längst wieder abgekommen bin.....
la-mamma - 27. Okt, 17:14
das mit dem nicht richtig erwachsen sein
seh ich in meinem "hohen" alter durchaus schon so ähnlich - und gewisse einsichten kommen anscheinend gerne so mitte dreißig;-)
wvs - 27. Okt, 23:47
Da ....
ja die Grundüberlegung schon rein hypothetisch ist:
Einige Ideen, Wünsche, Handlungsweisen trägt man über all die Jahre mit sich und das, obwohl man genau weiß, daß es bessere, intelligentere und erfolgversprechendere Möglichkeiten gäbe ....
Aber ist es nicht genau das, was uns zu einer 'Persönlichkeit' macht?
Einige Ideen, Wünsche, Handlungsweisen trägt man über all die Jahre mit sich und das, obwohl man genau weiß, daß es bessere, intelligentere und erfolgversprechendere Möglichkeiten gäbe ....
Aber ist es nicht genau das, was uns zu einer 'Persönlichkeit' macht?
walküre - 28. Okt, 10:42
Würde ich im Wiederholungsfall anders leben als jetzt, käme ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht dorthin, wo ich jetzt bin (materiell vielleicht schon, menschlich eher nicht).
...
Doch, ich würde alles wieder so machen, wie ich es getan habe.
...
Doch, ich würde alles wieder so machen, wie ich es getan habe.
la-mamma - 28. Okt, 17:22
schön, wenn du das sagen kannst!
wobei ich schon bei dir bin, dass uns alles, was wir erleben/zulassen natürlich genau zu der/dem werden lässt, die/der wir sind.
an materielles hab ich bei der fragestellung eigentlich gar nicht gedacht, aber da tun mir "vergebene chancen" absoulut nicht leid.
an materielles hab ich bei der fragestellung eigentlich gar nicht gedacht, aber da tun mir "vergebene chancen" absoulut nicht leid.
Angela Hornbogen - Merkl - 29. Okt, 11:08
Insofern als ich mich
als nach Erkenntnis strebenden Menschen definiere und empfinde, würde ich genauso meinen Weg gehen und die notwendigen Erfahrungen machen wollen, wie auch immer sie geartet sind.
Denke ich jedoch daran, wie lange ich gebraucht habe um zu kapieren, dass es spirituell wirklich täglich, ja stündlich "um die Wurst" geht, dann würde ich mir freilich für mein nächstes Leben ein bissl mehr und früher anspringenden Grips und Durchblick in dieser Richtung wünschen.
Denke ich jedoch daran, wie lange ich gebraucht habe um zu kapieren, dass es spirituell wirklich täglich, ja stündlich "um die Wurst" geht, dann würde ich mir freilich für mein nächstes Leben ein bissl mehr und früher anspringenden Grips und Durchblick in dieser Richtung wünschen.



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