Freitag, 10. Februar 2017

der hahn ist tot …

also eigentlich ist er noch nicht tot, auch noch nicht woanders untergebracht, aber leider so gut wie. und mit ihm gleich alle hennen dazu. unsere variation von „wenn es dem bösen nachbarn nicht gefällt“ (teil 2 oder 3?) spielte sich am mittwoch vorm landesverwaltungsgericht graz und am donnerstag auf eventuell-leider-doch-nicht-unserem-grundstück ab.

die vorgeschichte gab´s schon hier, kurz zusammengefasst - wir wurden wegen lärmbelästung (=hahnenkrähen) in einem 900-seelen-ort, in dem mindestens fünf andere auch hühner halten, angezeigt und in weiterer folge zu einer verwaltungsstrafe von 200 euro verurteilt. nun stand in dem bescheid zwar nicht, dass die hähne wegmüssten, aber wegen des lärms müsse eben der halter usw. usf.

in der annahme, dass uns unsere lieben nachbarn nach diesem urteil ja jederzeit wieder anzeigen könnten und auch würden, legten wir berufung ein. der herr beschwerdeführer vertrat sich selbst, die lärmgeplagte nachbarin und ihr mann fanden sich als zeugen geladen.

die richterin musste sich mehrmals ein schmunzeln verkneifen, bemühte sich aber redlich um fairness allen gegenüber. sie sah sich fotos auf den jeweiligen handys an, sie verlas auf wunsch der zeugin den zeitungsartikel aus dem provinzblatt und sie ließ auch noch das hahnenkrähen vorspielen, da es der zeugin ein großes anliegen war, zu demonstrieren, dass der hahn in ihrer wahrnehmung keinesfalls krähe, sondern plärre.

warum die zeugin nicht einfach (wie beim letzten mal) zu uns gekommen war, und um die entfernung des hahnes (oder eher des zweiten hahnes, des verursachers der hälfte ihrer qualen) zu verlangen, konnte sie zwar nicht erklären, es rutschten ihr aber seltsame drohungen heraus, dass wir schon sehen würden, ob es überhaupt in ordnung wäre, hühner da unten am bach …

und wirklich – am nächsten tag war schon der herr von der wildbachverbauung da. was einmal ausgemacht war, was der herr zu uns gesagt oder nicht gesagt hat, lasse ich jetzt alles weg, schließlich haben wir ja noch nicht einmal das urteil wegen des lärms bekommen, das wird wohl zwei bis drei wochen dauern.

ich fürchte nur, es gibt einen schlechten und einen noch schlechteren ausgang für uns. einfach toll, wie gern man sich so am land hat. wo jeder jeden kennt.

ps: dabei esse ich eier wirklich gern. aber ganz sicher nicht die aus dem supermarkt.
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C. Araxe - 10. Feb, 20:40

Das ist traurig oder sieht nach einem traurigen Ausgang aus. Also vor allem für den Hahn, aber auch für die „Angehörigen”. Nichtsdestotrotz bestätigt das mein Wohlbefinden in einer Großstadt. Es kräht kein Hahn nach irgendetwas. Das ist natürlich zweischneidig – einerseits kann man machen, was man will, andererseits interessiert es auch niemanden. Ich wünsche Ihnen und den Hähnen trotzdem viel Erfolg. Nun ja, und Eier esse ich auch welche, die aus dem Supermarkt stammen – aber zumindest Bio.

la-mamma - 11. Feb, 12:18

ich leb ja auch nur am wochenende "am land", ich weiß die vorzüge einer großstadt auch zu schätzen ...

wobei ich das gar nicht mal so arg sehe - in meinem "grätzel" hab ich auch in wien das gefühl, die leute zu kennen, oder immer die gleichen zu treffen. und im bedarfsfall (und als alleinerziehende hatte ich durchaus manchmal bedarf) hab ich auch hilfe von den nachbarn bekommen ...

und über die "ausgrenzung" am land, denk ich schon gar nicht mehr nach ...
rosenherz - 10. Feb, 21:00

Ein paar Hühner und einen Hahn hinterm Haus? Sowas geht nicht mit rechten Dingen zu, da muss doch was faul sein. Und dazu ein krächzender Hahn, der noch herumläuft? Also wirklich empörend!

Da lobt man sich doch die Eierfabrik mit den 24 Millionen Hühnern - in der fernen Ukraine. Die machen keinen Mist, die stinken nicht, die kratzen nicht im Blumenbeet, die scharren nicht im Rasen, und vor allem, da kräht kein Hahn. Wie gut, dass es Export und Import gibt. Wo kämen wir denn hin, wenn sich hier jeder hinterm Haus Geflügel hält zur Selbstversorgung!

* Frau la-mamma versteht mich schon richtig.

la-mamma - 11. Feb, 12:19

natürlich versteh ich sie richtig! ungefähr so hab ich mir das auch gedacht ...
rosenherz - 11. Feb, 14:29

Rettet die Hühner! In Mariazell gibts einen Gnadenhof fürs Federvieh. Und es gibt im schönen Österreich einen Verein namens "Rette (d)ein Huhn".
bonanzaMARGOT - 11. Feb, 13:10

mamma mia, wo wohnst du denn?! in gockelhausen?
natürlich kann man sich selten die nachbarn aussuchen.
am besten die störenden hähne abmurksen, braten, und die nachbarn zum schmaus einladen, auf dass ihnen was im halse stecken bleibt!

la-mamma - 11. Feb, 14:55

wir murksen nicht mal die uralten hennen, die genau nix mehr legen ab, und sie schlagen mir so was brutales vor?

zum essen lad ich leider nur leute ein, mit denen ich mich auch unterhalten kann und will. da seh ich bei den beiden eher wenig möglichkeiten;)
bonanzaMARGOT - 12. Feb, 09:50

war nur so `ne idee, diesen netten nachbarn auf elegantem wege das maul zu stopfen.
testsiegerin - 18. Feb, 22:57

darf man hier "solche verdammten arschlöcher, diese nachbarn!" schreiben?

hier fehlt was;-)

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